Ho­tdog-Bei­ne &Bi­ki­ni-Brü­cke

Der Schlank­heits­wahn treibt im­mer skur­ri­le­re Blü­ten: Bei so­ge­nann­ten Bo­dy-Chal­len­ges im In­ter­net soll man be­wei­sen, wie dünn man ist

SHAPE (Germany) - - Fitness -

NNeu­lich am Bag­ger­see. Mei­ne Freun­din­nen und ich ru­fen wild durch­ein­an­der: „Wie­ner Würst­chen, ganz klar!“„Neeee, Lyo­ner“, „Quatsch, Mor­ta­del­la!“Nein, wir ste­hen nicht am Ki­osk an und be­stel­len Brot­zeit. Wir ma­chen ge­ra­de die Hot-Dog-Chal­len­ge. Klingt be­scheu­ert? Das ist es auch.

Hot dog legs Die Chal­len­ge ist ei­ne von vie­len, die mo­men­tan durchs In­ter­net geis­tern. Durch Tests soll man da­bei her­aus­fin­den, ob man schlank ge­nug ist. Wir sind al­le hap­py mit un­se­rer Fi­gur, ha­ben aber schon im­mer ger­ne lus­ti­ge Tests ge­macht. Al­so lie­gen wir auf dem Rü­cken und gu­cken un­se­re auf­ge­stell­ten Ober­schen­kel an. Wenn die­se wie Ho­tdog-Würst­chen aus­se­hen, be­kom­men wir das Gü­te­sie­gel „dünn“. Und wir ha­ben die­bi­sche Freu­de dar­an, un­se­ren Bei­nen Wurst­sor­ten zu­zu­ord­nen. Con­stan­ze: Frank­fur­ter, Uschi: Weiß­wurst ( war kaum in der Son­ne), Fran­zi: Sa­la­mi (zu viel in der Son­ne). Ich ge­hö­re zur Sor­te Rinds­brat­wurst: mit­tel­dick und gut ge­bräunt. Fa­zit: Kei­ner hat Hot Dog Legs, aber das ist uns herz­lich wurst!

Thigh gap Weil uns die Wur­s­tSich­tung so Spaß ge­macht hat, ge­hen wir gleich in die nächs­te Run­de und star­ten den „Thigh Gap“-Test. Zu die­sem The­ma gibt es so­gar ei­nen Wi­kiEin­trag. Der be­sagt, dass es sich bei der Thigh Gap um ei­ne läng­li­che Lü­cke zwi­schen den Ober­schen­keln han­delt, die auch dann auf­tritt, wenn sich die Knie im Ste­hen be­rüh­ren. Will man das? Trotz­dem – fix hin­ge­stellt und ge­guckt: Die Brei­te die­ses Spalts liegt bei uns zwi­schen null und ei­nem Zen­ti­me­ter (auf­ge­run­det). Was per­fekt ist, denn, so le­sen wir auf ei­ner an­de­ren Sei­te, die Lü­cke hängt von ganz an­de­ren Din­gen ab als von Fett-Frei­heit: der Ana­to­mie ei­ner Per­son, Mus­keln, Kno­chen­bau und Be­cken­brei­te. Pah!

bi­ki­ni bridge Auf zu Chal­len­ge Num­mer drei – und hier­bei geht es dar­um: Man le­ge sich im Bi­ki­ni auf den Rü­cken und be­trach­te den obe­ren Rand sei­nes Hö­schens. Steht er deut­lich vom Bauch ab? Das gibt Li­kes von der Si­ze-Ze­ro-Ge­mein­de! Bei sehr schlan­ken Frau­en ste­hen die Hüft­kno­chen näm­lich so stark her­vor, dass sich der Stoff brü­cken­ar­tig über den Bauch spannt und ei­ne Lü­cke ent­steht. Ja nun. Bei uns Vie­ren spannt sich rein gar nix (Vor­teil: Kei­ner kann ins Hö­schen gu­cken!). Trotz­dem ver­su­che ich ei­nen Trick, um beim Test zu mo­geln: Ich tra­ge prak­ti­scher­wei­se ei­nen Bi­ki­ni mit Bänd­chen an den Sei­ten. Die­se schnü­re ich so eng, dass tat­säch­lich ein mi­kro­sko­pi­scher Spalt ent­steht. Sieht trotz­dem nicht aus wie bei Hei­di Klum und Co. Weil durch die Ak­ti­on rechts und links an den Hüf­ten un­vor­teil­haf­te Speck­röll­chen her­vor­tre­ten, die vor­her i rgend­wie nicht da wa­ren. Bi­ki­ni Bridge? Dau­men nach un­ten von uns.

Thigh gap Heißt die Lü­cke zwi­schen den Ober­schen­keln

28 Hot dog

Legs Zum An­bei­ßen? Na ja …

Bi­ki­ni bridge Der Stoff des Slips soll sich wie ei­ne Brü­cke

span­nen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.