Liebes Dop­pel­kinn...

Wer bist du über­haupt? Was machst du in mei­nem Ge­sicht? Und wie wer­de ich dich wie­der los? An­nä­he­rung an ei­ne un­ge­lieb­te Kör­per­par­tie …

SHAPE (Germany) - - Fitness -

Wor­aus be­steht es ei­gent­lich ge­nau?

Vor al­lem aus Fett­ge­we­be. Das Dop­pel­kinn ist schließ­lich ei­ne Speck­fal­te zwi­schen Kinn­spit­ze und obe­rem Hals­be­reich. Da die­se Hän­ge­par­tie lei­der ganz oh­ne Mus­keln aus­kommt, kann man selbst da auch kaum was weg­trai­nie­ren oder straf­fen – da­für muss schon der Schön­heits­doc ran (sie­he 4).

Sind un­se­re El­tern „schuld“dar­an, dass wir eins ha­ben?

Der Der­ma­to­lo­ge Dr. med. Hans-Pe­ter Schop­pel­rey sagt: „Tat­säch­lich kann ein Dop­pel­kinn ge­ne­tisch ver­an­lagt sein.“Manch­mal liegt’s aber auch am Über­ge­wicht und an nach­las­sen­der Hau­te­last izi­tät (spe­zi­ell im Al­ter).

War­um ver­schwin­det das Dop­pel­kinn auch nach ei­ner er­folg­rei­chen Di­ät nicht ganz?

Es ist ein Fett­de­pot, das nur schwach durch­blu­tet ist – was die Sau­er­stoff­zu­fuhr er­schwert. Ge­nau die brau­chen Fett­zel­len aber, um zu ent­schla­cken oder sich ganz auf­zu­lö­sen. Wäh­rend al­so Ge­sicht und Hal­spar­tie bei ei­ner Di­ät schnell schma­ler wer­den, leis­tet das Pöls­ter­chen un­term Kinn tap­fer Wi­der­stand.

Kann man ein Dop­pel­kinn weg­be­han­deln?

Man­che Ex­per­ten emp­feh­len Kryo­li­po­ly­se – ein Käl­teT­re­at­ment, bei dem die Pro­blem­zo­ne in ein Ge­rät ge­spannt und ver­eist wird. Dr. Schop­pel­rey: „Durch die star­ke Küh­lung setzt der Ab­bau der Fett­zel­len ein.“(Dau­er: 60 Min./Be­hand­lung. Kos­ten: 700 Eu­ro pro Sit­zung, ei­ne reicht.)

Krieg ich’s vi­el­leicht mit Ge­sichts­gym­nas­tik weg?

Ei­nen Ver­such ist es wert. „Set­zen Sie sich hin und kip­pen Sie den Kopf nach hin­ten. Un­te­re Lip­pe über die obe­re zie­hen. 10 Se­kun­den hal­ten – 3 x wie­der­ho­len“, rät Jen­ni­fer Wa­de, Buch­au­to­rin und Face-Gym-Ex­per­tin. Mehr Übun­gen gibt’s in der App „FaceGym“.

Wä­re Kau­gum­mikau­en nicht ein tol­les Work­out ge­gen das Fett­pöls­ter­chen?

Kaum! Wenn das Fett­de­pot ein Erb­stück der Fa­mi­lie ist, kann man durch Kau­gum­mikau­en al­len­falls die Mus­keln im Kinn­be­reich trai­nie­ren. Und bei er­schlaff­ter Haut hat es lei­der über­haupt kei­nen Ef­fekt.

Okay, letz­te Fra­ge: Wie ver­ste­cke ich’s auf Fo­tos?

„Stre­cken Sie Ih­ren Hals so gut wie mög­lich“, emp­fiehlt Trai­ne­rin Wa­de. Auf Por­träts das Kinn ele­gant auf der Hand ab­le­gen. So wird es kom­plett ver­deckt. Oder Sie ma­chen es wie einst die Da­men im 15. Jahr­hun­dert: Die zeig­ten stolz ihr Dop­pel­kinn, denn da­mals galt es als Schön­heits­ide­al.

Lässt nicht lo­cker: So ein Speck­röll­chen hält oft ein Le­ben lang. Am bes­ten ein­fach „drü­ber“

lä­cheln

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