Ab in die Son­ne!

Er­hel­len­de Er­kennt­nis­se: Licht kann hei­len und macht glück­lich, steu­ert un­se­ren Stoff­wech­sel und spen­det Ener­gie

SHAPE (Germany) - - Inhalt / April -

Al­les über den Ener­gie­spen­der Licht

Son­ne tut uns wahn­sin­nig gut, das spü­ren wir in­stink­tiv. Jetzt ha­ben US-For­scher auch wis­sen­schaft­lich be­legt, dass und war­um Licht po­si­ti­ve Ef­fek­te hat – auf Im­mun­sys­tem und Ap­pe­tit, un­se­re Stim­mung und das Schlaf­ver­hal­ten. Wie das mög­lich ist? Die Licht­re­zep­to­ren in un­se­ren Au­gen kom­mu­ni­zie­ren mit den Zel­len un­se­rer in­ne­ren Uhr im Ge­hirn, dem cir­ca­dia­nen Rhyth­mus. Die­ser er­kennt an der In­ten­si­tät und Far­be des Lichts, wel­che Ta­ges­zeit gera­de ist. Und schickt die­se In­for­ma­ti­on im gan­zen Kör­per her­um.

ei­ne Fra­ge der zeit

Je nach Ta­ges­zeit re­agie­ren un­se­re Zel­len un­ter­schied­lich. Das Mor­gen­licht et­wa wirkt mit sei­nem ho­hen Blau­an­teil auf die Zel­len wie ein

Kick­star­ter in den Tag: Der Kör­per er­hält das Si­gnal, wach zu wer­den. Der Stoff­wech­sel wird an­ge­regt, um uns best­mög­lich aufs Früh­stück vor­zu­be­rei­ten. Vom Nach­mit­tag bis Son­nen­un­ter­gang ver­färbt sich das Licht gelb­lich und si­gna­li­siert so un­se­rem Sys­tem, dass es bald Nacht wird. Prompt wird die Pro­duk­ti­on des Schlaf­hor­mons Me­la­to­nin an­ge­kur­belt und der Stoff­wech­sel ver­lang­samt sich fürs nächt­li­che Fas­ten. Zu­dem wird das Im­mun­sys­tem ak­ti­viert, um In­fek­te, die sich tags­über ein­ge­nis­tet ha­ben, zu be­kämp­fen.

aus dem Rhyth­mus

So weit, so gut. Nur: Un­se­re in­ne­re Uhr re­agiert auch auf das schwä­che­re, künst­li­che Licht von Lam­pen, PCs, Fern­se­hern, Han­dys. Dem sind wir oft Tag und Nacht aus­ge­setzt, wo­durch der Schlaf-Wach- Rhyth­mus und da­mit die na­tür­li­che Re­ak­ti­on des Kör­pers ge­stört wird. Mög­li­che Fol­gen: Schlaf-und Ess-Stö­run­gen, An­triebs lo­sig­keit und Stress bis hin zu Herz­krank­hei­ten und Dia­be­tes. Glück­li­cher­wei­se kön­nen wir un­se­re in­ne­re Uhr ganz ein­fach wie­der ins Gleich­ge­wicht brin­gen und auch dau­er­haft hal­ten. Und so­fun kt io­niert’ s:

mor­gen­licht nut­zen

Es för­dert be­son­ders die Pro­duk­ti­on des Hap­py-Hor­mons Se­ro­to­nin. Zu­dem ha­ben Men­schen, die sich oft mor­gens drau­ßen auf­hal­ten, nach­weis­lich ei­nen nied­ri­ge­ren Bo­dy Mass In­dex. Licht be­ein­flusst näm­lich die Pro­duk­ti­on von Gh­re­lin und Lep­tin – Hor­mo­ne, die Ap­pe­tit und Stoff­wech­sel re­gu­lie­ren. Ge­hen Sie al­so am bes­ten vor der Ar­beit zü­gig ein­mal um den Block, lau­fen oder bi­ken ei­ne Run­de. So star­ten Sie glück­lich und ge

sund in den Tag.

Son­ne ist bes­ser als künst­li­che Be­leuch­tung! Denn die Licht­stär­ke (Lux) liegt in­door bei ma­xi­mal 500; drau­ßen herr­schen an be­deck­ten Ta­gen min­des­tens 4.000 – bei Son­ne so­gar 100.000!

Ar­beits­platz op­ti­mie­ren

Per­fekt ist ein Platz am Fens­ter. Na­tür­li­ches Licht macht ak­ti­ver, zu­frie­de­ner und sorgt nachts für bes­se­ren Schlaf. Kein Fens­ter in der Nä­he? Al­ter­na­tiv kön­nen Sie ei­ne LED-Bir­ne mit ho­hem Blau­an­teil in die Schreib­tisch­lam­pe schrau­ben, um Män­gel aus­zu­glei­chen (ab 10 €, Elek­tro­han­del). Und: Lunch drau­ßen es­sen oder in der Pau­se ei­nen 30-Mi­nu­ten­Spa­zier­gang ma­chen. Hilft auch ge­gen das un­ge­lieb­te Nach­mit­tags­Tief zwi­schen 14 und 16 Uhr.

Abends: licht dämp­fen

Dim­men Sie beim Din­ner das Licht. Da­durch fährt der Kör­per lang­sam run­ter für die Nacht und Sie ha­ben au­to­ma­tisch we­ni­ger Hun­ger. Las­sen Sie das Licht auch da­nach ge­dämpft, schal­ten Sie elek­tro­ni­sche Ge­rä­te nach Mög­lich­keit aus. Beim Zu­bett­ge­hen den Raum kom­plett ab­dun­keln und ge­ge­be­nen­falls Schlaf­mas­ke auf­set­zen. Das er­höht die Me­la­nin-Pro­duk­ti­on und sorgt so für gu­ten Schlaf und star­ke Im­mun­ab­wehr. Am nächs­ten Mor­gen sind Sie dann hell­wach – und „strah­len“…

Work­out im Frei­en

Wer drau­ßen trai­niert, tut Kör­per und Psy­che et­was Gu­tes

Mor­gens dür­fen wir auch mal trick­sen: Ein We­cker, der den Son­nen­auf­gang si­mu­liert, hat den glei­chen Ef­fekt wie die ers­ten Son­nen­strah­len (z. B. „Wa­ke-up Light“von Phi­lips, ab 90 €)

DIE SON­NE Ei­ne Wohl­tat für Kör­per und Psy­che

Licht­quel­le Wer re­gel­mä­ßig ei­nen Platz an der Son­ne sucht, ist ge­sün­der und schlan­ker

Licht „tan­ken“

Un­se­re in­ne­re Uhr, den cir­ca­dia­nen Rhyth­mus, kön­nen wir ak­tiv

be­ein­flus­sen

raus­ge­hen Vor al­lem in licht­ar­men Jah­res­zei­ten soll­ten Sie mög­lichst viel Zeit im Frei­en ver­brin­gen

Lie­bes­glück Licht sorgt auch zwi­schen­mensch­lich für bes­se­re Stim­mung

Son­ne­auf der Haut

Sti­mu­liert

die Bil­dung von Vit­amin D

– das ist le­bens­wich­tig für un­se­re Kno­chen

draus­sen

Da­ten Nicht nur ro­man­tisch, son­dern auch ge­sün­der als bei Kunst­licht

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