Ko­lum­ne

Un­se­re Au­to­rin ist ent­we­der to­tal mo­ti­viert oder me­gaf­aul, lebt ent­we­der su­per­ge­sund oder isst nur Quatsch. Da­bei sehnt sie sich nur nach: Ba­lan­ce

SHAPE (Germany) - - Inhalt / Juni -

Au­to­rin Sa­bi­ne Ma­gnet über ih­re Sehn­sucht nach Ba­lan­ce

EEs gibt Pha­sen, da bin ich von mir selbst über­rascht, weil ich so ei­nen ge­sun­den Le­bens­wan­del ha­be. Da ste­he ich frü­her auf, trin­ke viel Was­ser, ko­che mir ge­sun­de Mahl­zei­ten, ma­che re­gel­mä­ßig Sport … Und dann gibt es Pha­sen, da bin ich von mir selbst über­rascht, weil ich so un­dis­zi­pli­niert bin. Da ver­schla­fe ich re­gel­mä­ßig, trai­nie­re wo­chen­lang nicht, trin­ke viel Al­ko­hol und schie­be mir gern mal abends um halb zehn noch ’ne Tief­kühl­piz­za rein.

Ich re­de mir ein, die an­de­ren wür­den das auch so machen, was aber nicht stimmt. Ich ken­ne Men­schen, die aus­ge­gli­chen le­ben – IM­MER! Die wis­sen, was gut ist für sie und da­nach han­deln, die Sport machen und sich ge­sund er­näh­ren. Da­bei kas­tei­en sie sich aber nicht, sind kei­ne Spaß­brem­sen oder Pe­dan­ten, nein, auch sie schla­gen mal über die Strän­ge. Nur eben nicht vier Wo­chen am Stück – so wie ich … So wä­re ich gern: un­auf­ge­regt dis­zi­pli­niert. Oder, um es spi­ri­tu­el­ler aus­zu­drü­cken: in Ba­lan­ce. Al­les an­de­re wird auf die Dau­er an­stren­gend – vor al­lem, wenn man nicht mehr ganz so jung ist. Mit 25 konn­te ich noch wo­chen­lang ein Lot­ter­le­ben füh­ren und han­del­te mir ma­xi­mal ein Paar Pi­ckel vom Trash Food ein. Heu­te rächt sich schon ei­ne ein­zi­ge sport­freie Wo­che!

Auf der Su­che nach Ba­lan­ce ha­be ich schon viel aus­pro­biert: Ge­sund­heits­Apps, die mich mit mo­ti­vie­ren­den Nach­rich­ten ver­sor­gen, Mit­glied­schaf­ten in Fit­ness-Stu­di­os, Sach­bü­cher über aus­ge­wo­ge­nes Le­ben, Lauf-Ver­ab­re­dun­gen, To-do-Lis­ten. Was das ge­bracht hat? Ein biss­chen dies und das, vor al­lem aber Druck. Und Druck, das weiß ich mitt­ler­wei­le, er­zeugt bei mir vor al­lem zwei­er­lei: Stress und Trotz. Bei­des ist lang­fris­tig eher kon­tra­pro­duk­tiv. Zum Glück ver­än­dert sich ge­ra­de et­was: Mei­ne Pha­sen sind nicht mehr so ex­trem und dau­ern nicht mehr so lan­ge. Es scheint so, als wür­de ich mei­nem Ziel nä­her kom­men, oh­ne mich da­zu zwin­gen zu müs­sen – was na­tür­lich an Al­ter und zu­neh­men­der Weis­heit liegt. Au­ßer­dem ak­zep­tie­re ich im­mer mehr, dass ich halt so bin, wie ich bin. Und be­grei­fe lang­sam: Ich muss mich nicht mit an­de­ren ver­glei­chen und auch nicht so streng mit mir sein. Je öf­ter mir das ge­lingt, des­to bes­ser für die Ba­lan­ce …

Man darf sich kei­nen Druck machen – der er­zeugt nur Stress und Trotz!

und da­mit Pas­ta! Fet­ter Ge­nuss auf dem Tel­ler darf ru­hig mal sein – wenn’s beim „mal“bleibt

nur der frü­he Vo­gel … pickt sich die Ro­si­nen des Ta­ges raus. Doch des­we­gen im­mer frü­her aus dem war­men Nest fal­len? Wo­zu?!

aqua oder Ape­rol Au­to­rin Sa­bi­ne Ma­gnet ent­schei­det sich jetzt öf­ter mal um

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