Auf die Plät­ze, fer­tig – Neu­start!

So pro­gram­mie­ren Sie Ih­re Ge­wohn­hei­ten neu

SHAPE (Germany) - - Beauty -

J Je­den Tag das glei­che Sze­na­rio: Pünkt­lich um 16 Uhr kommt er, der Ap­pe­tit auf Scho­ko­la­de. Hun­ger? Nein, Ge­wohn­heit. Der klei­ne Nach­mit­tags­snack ist ein fes­tes Ri­tu­al – und es geht schein­bar nicht mehr oh­ne … Was sind Ge­wohn­hei­ten? Al­les, was man sich mit der Zeit an­ge­eig­net hat – vom Zäh­ne­put­zen übers Te­le­fo­nie­ren in der U-Bahn bis zur Scho­ko-Pau­se am Nach­mit­tag. Die­se klei­nen Au­to­ma­tis­men er­leich­tern uns den Tag, denn wir müs­sen nicht stän­dig neue Ent­schei­dun­gen tref­fen. Statt­des­sen grei­fen wir ein­fach wie­der auf das zu­rück, was sich be­währt hat oder uns schon mal ein gu­tes Ge­fühl ge­ge­ben hat. „Mit der Zeit wer­den die Hand­lun­gen in den Ba­sal­gan­gli­en im Ge­hirn ge­spei­chert und in den ent­spre­chen­den Si­tua­tio­nen im­mer wie­der au­to­ma­tisch ab­ge­ru­fen“, er­klärt Di­plom-Psy­cho­lo­gin Hei­ke Kai­serKehl (die­on­line­psy­cho­lo­gen.de). Ge­wohn­hei­ten sind al­so wie ein Au­to­pi­lot im Kopf. Tja, und was ist, wenn wir uns et­was „Schlech­tes“an­ge­wöhnt ha­ben? Et­was, das wir gar nicht ma­chen möch­ten? „ Es gibt kaum et­was Schwie­ri­ge­res, als ei­ne Ge­wohn­heit ab­zu­le­gen, weil sie an aus­lö­sen­de Rei­ze ge­knüpft ist. Und es ist schwer, auf die­se Rei­ze an­ders als ge­wohnt zu re­agie­ren“, er­klärt die Ex­per­tin. Oh ja, das wis­sen wir! So­bald die Uhr „16:00“zeigt, mel­det sich die Lust auf Sü­ßes …

neu pro­gram­mie­ren Ir­gend­wie muss man al­so die Be­feh­le wie­der aus dem Kopf her­aus­krie­gen. Pro­blem: Wil­lens­kraft reicht meist nicht aus. Sie brau­chen ei­ne auf Sie ab­ge­stimm­te Al­ter­na­ti­ve, um ner­vi­ge Ver­hal­tens­wei­sen l os­zu­wer­den. Wie ei n Soft­ware-Up­date i m Ge­hirn: Die al­te Ge­wohn­heit wird mit ei­ner neu­en, bes­se­ren über­schrie­ben.

so geht’s Zu­erst soll­ten Sie her­aus­fin­den, was Sie genau än­dern wol­len. Denn wie im­mer gilt: Sie müs­sen Ih­ren Feind ken­nen, um ihn be­sie­gen zu kön­nen. Je­de Ge­wohn­heit be­steht aus drei Kom­po­nen­ten: dem aus­lö­sen­den Reiz ( z. B. die Uhr zeigt „16:00“), der aus­ge­führ­ten Ge­wohn­heit (z.B. Scho­ko­la­de es­sen) und dem Grund, war­um man das tut (z.B. Be­loh­nung für die bis da­hin ge­ta­ne Ar­beit). Und je­de Ge­wohn­heit kann auf ei­nen der vier Grün­de zu­rück­ge­führt wer­den: Be­loh­nung, Stress-Ab­bau, Lan­ge­wei­le oder so­zia­le Grün­de. „Nur wenn Ih­re neue Ge­wohn­heit genau den glei­chen Ef­fekt hat wie die al­te, ist sie ei­ne pas­sen­de Al­ter­na­ti­ve“, sagt Kai­ser-Kehl. „Wenn Sie die ge­fun­den ha­ben, heißt es durch­hal­ten: Denn es dau­ert min­des­tens sechs Wo­chen, bis die neue Soft­ware im Ge­hirn in­stal­liert ist.“Die fol­gen­den Bei­spie­le zei­gen, wo­mit Sie ver­brei­te­te Ge­wohn­hei­ten über­schrei­ben kön­nen. Auch wenn Sie et­was an­de­res ab­le­gen möch­ten, kön­nen Sie sich von un­se­ren Ide­en in­spi­rie­ren las­sen. Denn letzt­lich muss je­der selbst her­aus­fin­den, mit wel­chen neu­en Ge­wohn­hei­ten der per­sön­li­che Neu­start ge­lin­gen kann.

Vol­le Kraft vor­aus Wer sein Le­ben än­dern möch­te, muss neue We­ge ge­hen

Los geht’s! Star­ten Sie durch, in­dem Sie läs­ti­ge Ge­wohn­hei­ten ab­le­gen Um­zug, Job­wech­sel oder neue Lie­be – wenn sich in Ih­rem Le­ben et­was ver­än­dert, ist das der per­fek­te Mo­ment, auch mit al­ten Ge­wohn­hei­ten zu bre­chen .

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.