Ich brauch den Kick! SHA­PE-

Le­se­rin­nen er­zäh­len, wie Sport ihr Herz hö­her­schla­gen lässt

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Ich brauch den Kick!

HHerz­klop­fen. Schnel­le At­mung. Wann ha­ben Sie sich zum letz­ten Mal so rich­tig le­ben­dig ge­fühlt? Wahr­schein­lich fällt Ih­nen jetzt ei­ne ro­man­ti­sche Si­tua­ti­on ein – oder ei­ne sport­li­che. Der Au­gen­blick, wenn das Ad­re­na­lin ins Blut schießt. Ei­ne An­span­nung, in die sich vi­el­leicht so­gar ein biss­chen Angst mischt. Ken­nen al­le sport­lich Ak­ti­ven. Vor al­lem je­ne, die schon mal aus ei­nem Flug­zeug ge­sprun­gen sind oder vor ei­nem gro­ßen Wett­lauf zit­ternd an der Start­li­nie stan­den. Ein Ge­fühl, das dem vor ers­ten Da­tes nicht un­ähn­lich ist. Wir ha­ben Le­se­rin­nen nach ih­ren Ad­re­na­lin-Mo­men­ten ge­fragt – und je­de Men­ge Bil­der be­kom­men. Man­che Mo­ti­ve mach­ten uns schon beim Be­trach­ten Gän­se­haut. Aber auch sub­ti­ler wir­ken­de sport­li­che Au­gen­bli­cke kön­nen sehr auf­re­gend sein – wie je­der weiß, der schon ein­mal ei­nen Berg be­zwun­gen hat.

Gu­te Fra­ge Was ge­nau ist ei­gent­lich Ad­re­na­lin? „Kurz: un­ser Aku­tS­tress­hor­mon. Es ver­teilt sich in auf­re­gen­den Si­tua­tio­nen blitz­schnell im Kör­per“, er­klärt Dr. Mo­ritz Tell­mann (ko­er­per­ar­chi­tek­ten.de). Hm, Stress­hor­mon hört sich erst mal nicht un­be­dingt wün­schens­wert an. War­um su­chen wir dann nach Kicks? Wes­halb sind man­che Men­schen re­gel­rech­te Jun­kies? „Ad­re­na­lin im Blut be­wirkt ei­ne so­for­ti­ge, in­ten­si­ve Ak­ti­vie­rung al­ler Kör­per­funk­tio­nen, die wir für mehr Leis­tung brau­chen. Al­le Sin­ne sind ge­schärft. Blut­druck, Herz­fre­quenz und Kon­zen­tra­ti­on stei­gen, wäh­rend kurz­fris­tig un­wich­ti­ge Funk­tio­nen, wie die Ver­dau­ung, ge­dros­selt wer­den. Blitz­schnell steht uns all un­se­re Kraft und Ener­gie zur Ver­fü­gung, wir sind stark, spü­ren kei­ne Schmer­zen. Die Auf­re­gung vor ei­nem sport­li­chen Wett­kampf ist ab­so­lut nö­tig, um von Be­ginn an auf al­le Re­ser­ven wie Zu­cker und Fet­te zu­rück­grei­fen zu kön­nen. Wer zu ent­spannt ist, wird we­ni­ger leis­ten. Evo­lu­ti­ons­tech­nisch ge­se­hen war Ad­re­na­lin not­wen­dig, um uns in Ge­fah­ren­si­tua­tio­nen das Über­le­ben zu si­chern.“Klar, vor ei­nem Sprung aus dem Flug­zeug spü­ren wir auch so et­was wie Furcht – es ist aber kei­ne To­des­angst. Des­halb kön­nen wir ei­nen Ad­re­na­lin­rausch wohl eher ge­nie­ßen als un­se­re ar­men Vor­fah­ren. Apro­pos Vor­fah­ren: Wenn Män­ner bei ho­hem Ad­re­na­lin­spie­gel oft ag­gres­si­ver re- agie­ren als Frau­en, liegt es dar­an, dass sie frü­her die Kämp­fer und Jä­ger wa­ren. Zwar schüt­tet „er“nicht mehr von dem Hor­mon aus als „sie“, hat da­für aber mehr Re­zep­to­ren. Die gu­te Nach­richt für bei­de Ge­schlech­ter: „Wer re­gel­mä­ßig für Herz­klop­fen und Ad­re­na­lin­kicks sorgt, wird ins­ge­samt schnel­ler, stär­ker und er­mü­dungs­re­sis­ten­ter. Au­ßer­dem kann Ad­re­na­lin in­di­rekt so­gar ei­nen ver­jün­gen­den Ef­fekt ha­ben: durch Ap­pe­tit­dros­se­lung und da­mit ver­bun­de­ne Aus­schüt­tung von Wachs­tums­hor­mo­nen“, weiß der Ex­per­te. Sport­li­che Kicks ma­chen uns al­so jung, stark und glück­lich. Eben doch fast ge­nau so wie ein ge­glück­tes Da­te.

tie­fer fall mit Hoch­ge­fühl So ein Durch­hän­ger kann sehr auf­re­gend sein

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