Schluss mit gu­ten Vor­sät­zen! Wie

SHAPE (Germany) - - Inhalt / Januar-Februar -

Sie mit klei­nen Ak­tio­nen fit­ter, ge­sün­der und glück­li­cher wer­den

Jahr für Jahr das glei­che Sze­na­rio: Wir star­ten mit den bes­ten Vor­ha­ben in den Ja­nu­ar und schei­tern in schö­ner Re­gel­mä­ßig­keit. Wir sa­gen Ih­nen, wie Sie es schaf­fen, im neu­en Jahr fit­ter, ge­sün­der und glück­li­cher zu wer­den – ganz oh­ne Stress, da­für mit Er­folgs­ga­ran­tie!

DDas Jahr geht zu En­de und schon sind sie wie­der da: die gu­ten Vor­sät­ze. Ab jetzt soll al­les noch bes­ser wer­den! 77 Pro­zent der Frau­en ver­su­chen zum Jah­res­wech­sel, ihr Le­ben um­zu­krem­peln. Der Klas­si­ker auf der Vor­ha­benLis­te: mehr Sport. 28 Pro­zent der Frau­en nah­men sich das für das Jahr 2016 vor. 25 Pro­zent plan­ten, sich ge­sün­der zu er­näh­ren. Wie vie­le durch­ge­hal­ten ha­ben? Tja, lei­der die we­nigs­ten. Denn ei­ne bri­ti­sche Stu­die zeigt, dass nur zwölf von 100 Leu­ten es schaf­fen, ih­re Wün­sche in die Tat um­zu­set­zen, die an­de­ren 88 schei­tern. Und ste­hen wahr­schein­lich in die­sem Jahr wie­der auf der Sil­ves­terpar­ty mit der Wun­der­ker­ze in der Hand und dem fes­ten Plan im Kopf, im neu­en Jahr al­les an­ders zu ma­chen …

auf ein neu­es! Genau wie Ju­lia, die nach Sil­ves­ter end­lich zehn Ki­lo ab­neh­men möch­te. Die­ses Mal wird es klap­pen. Ganz, ganz si­cher. Am 1. Ja­nu­ar legt sie hoch­mo­ti­viert los: kei­ne Sü­ßig­kei­ten, da­für Sa­lat. Abends be­rei­tet sie ein ge­sun­des Mit­tag­es­sen für den nächs­ten Tag vor. Denn Fast Food in der Mit­tags­pau­se hat sie ab­ge­schwo­ren. Im Bü­ro gibt’s den Kaf­fee jetzt oh­ne Zu­cker, Ge­burts­tags­ku­chen wird links lie­gen ge­las­sen und nach Fei­er­abend geht’s ins Gym. Abends brät Ju­lia Eier, denn Koh­len­hy­dra­te kom­men ihr nach 18 Uhr nicht mehr auf den Tel­ler. Un­ge­fähr zwei Wo­chen zieht sie ihr Pro­gramm knall­hart durch – erst als ih­re Freun­din beim Ita­lie­ner Ge­burts­tag fei­ert, macht sie ei­ne Aus­nah­me: La­sa­gne, Koh­len­hy­dra­te und Fett pur, und das al­les nach 18 Uhr. Egal, das hat sie sich ja auch ver­dient. Schließ­lich hat sie bis­her su­per durch­ge­hal­ten. Weil sie erst spät nach Hau­se kommt, fällt das Vor­ko­chen für den nächs­ten Tag aus. Na ja, ein­mal kann sie ja auch mit den Kol­le­gen in der Pau­se Dö­ner es­sen ge­hen. Bleibt ja ei­ne Aus­nah­me. Und nach Fei­er­abend noch ins Gym? Och nee, mor­gen ist ja auch noch ein Tag … Tja, und so schlei­chen sich Ju­li­as schlech­te Ge­wohn­hei­ten nach und nach wie­der ein. Ih­re Vor­sät­ze ge­ra­ten in Ver­ges­sen­heit. Mal ehr­lich: Wem ist das noch nie pas­siert?

War­um klappt’s nicht? „Die ge­steck­ten Zie­le sind oft ein­fach zu hoch“, er­klärt Di­plom-Psy­cho­lo­gin Alex­an­dra Mieth­ner. „Um sie zu er­rei­chen, müs­sen vie­le Ge­wohn­hei­ten auf ein­mal ge­än­dert wer­den – und das über­for­dert uns ein­fach.“Bild­lich ge­spro­chen, muss ei­ne gro­ße Mau­er aus schlech­ten Ge­wohn­hei­ten (zum Bei­spiel Fast Food in der Mit­tags­pau­se, Kaf­fee mit Zu­cker, kein Sport) durch­bro­chen wer­den, um das Ziel (zehn Ki­lo ab­neh­men) zu er­rei­chen. Ju­lia hat sich Tag für Tag mit vol­ler Wucht ge­gen ih­re Mau­er ge­wor­fen. Aber nach und nach ging ihr die Kraft aus – letzt­lich konn­te sie die Mau­er nicht durch­bre­chen und gab frus­triert auf. Aber wie

„Neu­jahrs­vor­sät­ze sind Start­schüs­se für Ren­nen, die so­wie­so nicht statt­fin­den“, sagt ein Sprich­wort.

schaf­fen wir es, die Mau­er zum Ein­sturz zu brin­gen? Es muss ein St­ein nach dem an­de­ren ent­fernt wer­den. Lang­sam, Schritt für Schritt. Dann bricht sie ir­gend­wann zu­sam­men – und wir er­rei­chen un­se­re Zie­le ganz ent­spannt.

so geht’s Das klappt am bes­ten mit vie­len klei­nen Mi­ni-Ak­tio­nen – wie in un­se­rer gro­ßen SHA­PE-Chal­len­ge (sie­he rechts). Das Prin­zip: Wir wer­den Sie nicht über­for­dern, denn Sie müs­sen nur ei­ne ein­zi­ge Sa­che pro Tag er­le­di­gen, zum Bei­spiel zehn Mi­nu­ten Seil­sprin­gen, ei­nen längst über­fäl­li­gen Arzt­ter­min aus­ma­chen oder ei­nen Tag lang auf Zu­cker ver­zich­ten. All das sind klei­ne Steps in ein ge­sün­de­res, fit­te­res und glück­li­che­res Le­ben – oh­ne gro­ßen Auf­wand. Denn die Ak­tio­nen neh­men so we­nig Zeit in An­spruch, dass sie wirk­lich je­der in sei­nen All­tag ein­bau­en kann, oh­ne sei­nen kom­plet­ten Ta­ges­ab­lauf zu än­dern (sie­he Ju­lia). So fällt es leicht, am Ball zu blei­ben. „Das Tol­le: Durch die ab­wechs­lungs­rei­chen Ak­tio­nen un­ter­bre­chen Sie Ih­re Rou­ti­nen, pro­bie­ren viel Neu­es aus und mer­ken, was Ih­nen gut­tut“, sagt Mieth­ner. „Ganz ne­ben­bei wer­den Sie Ih­re schlech­ten Ge­wohn­hei­ten in­fra­ge stel­len – und im bes­ten Fall ab­le­gen.“Fa­zit: We­ni­ger Auf­wand bringt mehr Spaß und Er­folg. Klingt doch su­per, oder?

atta­cke! Das Jahr 2017 neh­men wir oh­ne gro­ße Vor­ha­ben in An­griff

auf dem sprung So ent­spannt und er­folg­reich war der Start ins neue Jahr noch nie

Un­se­re Ex­per­tin Di­plom-Psy­cho­lo­gin Alex­an­dra Mieth­ner hat ei­ne ei­ge­ne Pra­xis in Bonn. Mehr In­fos auf: si­su-coa­ching-trai­ning.de

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