Snow­ki­ten im Check

SHA­PE-Au­to­rin Ka­tha Ste­g­leg­ger flitzt zum ers­ten Mal mit ei­nem Ki­te über schnee­be­deck­te Flä­chen

SHAPE (Germany) - - Inhalt -

Für al­le, die nicht je­der­zeit in die Ber­ge fah­ren kön­nen, ist die­se Kombi aus Snow­board und Lenk­dra­chen ide­al. Vor­teil: Man braucht kei­ne prä­pa­rier­te Pis­te und kein Ge­fäl­le – ei­ne Wie­se oder ein ge­fro­re­ner See reicht!

win­di­ge sa­che

Ein son­ni­ger Win­ter­tag in den Ober­tau­ern. Ein leich­ter Wind geht. Per­fekt, denn Flo­ri­an, Chef der Snow­ki­te­schu­le „Han­gOn“, wird mich gleich im Ki­ten coa­chen. In­ner­halb we­ni­ger St­un­den soll man die Ba­sics drauf­ha­ben und fah­ren kön­nen. Na dann … Ge­lenkt wird mit der „Bar“, die wie ei­ne Lenk­stan­ge beim Radfahren be­wegt wird. Über das Tra­pez (ein spe­zi­el­ler Hüft­gurt) hängt man sich in den Schirm ein und schnallt das Bo­ard fest. Los geht’s! Den Ki­te muss ich als An­fän­ger zum Glück nicht selbst in die Luft brin­gen. Flo­ri­an sorgt da­für, dass der Schirm halb­rechts vor mir in die Luft geht. Ich bin über­rascht von der Kraft des Win­des, der im­mer von hin­ten (Luv) kom­men muss. Nun zieh ich mit der lin­ken Hand den Schirm über die Mit­te auf die halb­lin­ke Sei­te und setz mich al­lein durch die­sen Schwenk schon in Be­we­gung. Be­vor ich jetzt wie­der zu­rück­schwen­ken und da­durch noch mehr Fahrt auf­neh­men kann, ver­kan­tet das Brett und ich fal­le um. Auf­ste­hen? Mit Tra­pez an­stren­gen­der als oh­ne. Beim zwei­ten An­lauf fah­re ich dann schon die ers­ten Me­ter – nicht in Schwün­gen, wie beim klas­sis chen Snow­boar­den, son­dern ge­ra­de­aus. Sich auf den Schirm kon­zen­trie­ren und gleich­zei­tig in Fahrt­rich­tung schau­en – übungs­be­dürf­tig.

Fa­zit Über den Schnee ge­zo­gen zu wer­den, fühlt sich su­per an. Statt auf dem Bo­ard kann man üb­ri­gens auch auf Ski­ern ki­ten – das fällt An­fän­gern oft leich­ter. Pro­fis ge­hen „Free­ri­de snow­ki­ten“, sind al­so im al­pi­nen Ge­län­de un­ter­wegs. Tou­ren­ge­her pa­cken den Ki­te ein, stei­gen bis über die Baum­gren­ze auf und nut­zen dann den Wind als An­trieb. Bis ich mir das zu­traue, wird es aber si­cher noch „tau­ern“…

aus­rüs­tung Zu­sätz­lich zur nor­ma­len Snow­board-Aus­rüs­tung (Helm, Brille, Hand­schu­he, Brett) braucht man beim Snow­ki­ten das Tra­pez, den Ki­te und vor al­lem: Wind!

al­les ei­ne Fra­ge der Hal­tung! Hier pro­bie­re ich ei­nen Schirm mit kur­zen Lei­nen, der viel schnel­ler ist. Ge­nau­so fix wird es mich aber gleich auch dre­hen – und ich küs­se un­sanft den Bo­den start­klar? Das Tra­pez ist ein Hüft­gurt zum Rein­stei­gen. An dem wer­den die Lei­nen des Ki­tes be­fes­tigt, was die Zug­kraft auf den Ar­men er­heb­lich re­du­ziert. So ist man nicht schon nach we­ni­gen Mi­nu­ten k. o.

ki­te-pro­fi Flo­ri­an von der „Han­gON“Snow­ki­te­schu­le in Ober­tau­ern (han­gon­ki­te­boar­ding.com)

20 Me­ter zwi­schen mir und schirm Je län­ger die Lei­nen sind, des­to ein­fa­cher ist das Hand­ling. Für An­fän­ger wie mich wählt Flo­ri­an ei­nen leich­ten, klei­nen Ki­te aus, der auch bei we­nig Wind fliegt und lang­sa­mer ist

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