Ap­plaus Auf In­li­ne-Ska­tes zum Traum­ge­wicht

Die ewig blö­den Bo­dy-Be­mer­kun­gen der Leu­te brach­ten bei Hei­ke ei­ne Idee ins Rol­len …

SHAPE (Germany) - - Inhalt / Juni -

E Et­was mehr ge­wo­gen als an­de­re ha­be ich schon im­mer. Schuld dar­an war vor al­lem mei­ne Vor­lie­be für Sü­ßes. Täglich gab’s Scho­ko­la­de, Kek­se, Erd­nuss­but­ter – und we­nig Be­we­gung. Denn auf Sport hat­te ich ein­fach kei­ne Lust. Tja, das hat man mir dann eben an­ge­se­hen – was mich aber nicht stör­te. Ein gro­ßer Fashion- Fan war i ch trotz­dem, ha­be im­mer aus­ge­fal­le­ne, sty­li­sche Out­fits ge­tra­gen. Und fiel da­mit ziem­lich auf in mei­nem Hei­mat­ort, dem 30.000-Ein­woh­ner-Städt­chen Bre­genz in Ös­ter­reich. Ab­fäl­li­ge Sprü­che wie „Na, die traut sich ja was“oder „Die Figur wür­de ich ja lie­ber ka­schie­ren“be­kam ich öf­ter zu hö­ren, aber das war mir egal. Und so wur­de ich mit der Zeit im­mer schwe­rer und schwe­rer, bis ich mit 26 Jah­ren Klei­der­grö­ße 48 trug. Shop­ping­tou­ren in der Stadt wa­ren in­zwi­schen nicht mehr mög­lich: Plus-Si­ze-Grö­ßen gab’s höchs­tens on­li­ne. Und ganz ehr­lich: So lang­sam gin­gen mir die stän­di­gen Be­mer­kun­gen über mein Ge­wicht dann doch ziem­lich auf den Keks.

„Komm doch mal mit“Mei­ne Freun­din Ines hat­te durch ‚ Weight Wat­chers‘ ein paar Ki­los ab­ge­speckt und über­zeug­te mich im Sep­tem­ber 2015, ein­fach mal mit zu ei­nem Tref­fen zu kom­men. Das Prin­zip ge­fiel mir so­fort: Punk­te­zäh­len war ein­fach, end­lich hat­te ich im Blick, wie viel ich so am Tag es­se. Und die wö­chent­li­chen Tref­fen wa­ren ein tol­ler Ansporn: Dort ge­wo­gen zu wer­den und schon wie­der leich­ter zu sein – das macht glück­lich. Voll mo­ti­viert fing ich mit Sport an, mach­te zum Bei­spiel ei­ne Rol­ler­blade-Tour mit mei­nem Freund. Aber schon nach zehn Mi­nu­ten war ich völ­lig aus der Pus­te – und mein Schatz to­tal ge­nervt. „Das ma­chen wir nie wie­der. Du bist so lang­sam“, maul­te er auf dem Rück­weg. Al­so trai­nier­te ich al­lein wei­ter, fuhr al­le paar Ta­ge mei­ne Run­de und ging am Wochenende wan­dern – teil­wei­se bis zu sechs St­un­den am Stück. yeah, die ki­los pur­zeln Nach vier Mo­na­ten wa­ren 18 Ki­lo run­ter – und mei­ne Kon­di­ti­on rich­tig gut. Weil es all­mäh­lich zu kalt für Out­doorS­port wur­de, mel­de­te ich mich im Gym an, mach­te drei­mal pro Wo­che ei­ne St­un­de Kraft­trai­ning und fuhr je­den Tag mit dem Rad zur Ar­beit – das sind 26 Ki­lo­me­ter hin und zu­rück. Sie­ben Mo­na­te spä­ter hat­te ich or­dent­lich an Mu­ckis zu­ge­legt und trotz­dem wei­te­re sechs Ki­lo ab­ge­speckt. Ich war rich­tig happy. Bei den ‚Weight Wat­chers‘ mel­de­te ich mich ab, ich hat­te in­zwi­schen so viel ge­lernt, dass die Pfun­de auch ohne frem­de Hil­fe wei­ter pur­zel­ten! In­zwi­schen sind 28 Ki­lo run­ter! Mein Glücks­mo­ment: Im Ita­li­en-Ur­laub im Au­gust 2016 konn­te ich mir in ei­ner klei­nen Bou­tique ein Kleid in Grö­ße 38 kau­fen – und das, ob­wohl die ita­lie­ni­sche Mo­de ja viel klei­ner aus­fällt. Da fiel mir auf: ‚Yeah, ich kann end­lich wie­der nach Her­zens­lust shop­pen!‘ Und statt dum­mer Sprü­che ha­gelt es jetzt Kom­pli­men­te.

„‚ DIE Figur wür­de ich ja lie­ber ka­schie­ren‘, läs­ter­te ein Typ“

som­mer 2015 In ih­rer Pha­se trug schwers­te Ines n Klei­der­grö ße48

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