Ein­fach mal APP-schal­ten

Ein­fach mal APP-schal­ten!

SHAPE (Germany) - - Inhalt / Juli -

Tools zu­mMe­di­tie­ren

Han­dy an, Welt aus: wie uns Tech­nik-Tools bei der Me­di­ta­ti­on hel­fen

EEs piepst, es vi­briert, es summt, es blinkt, es raubt uns den letz­ten Nerv: das Smart­pho­ne. Stän­dig will es un­se­re Auf­merk­sam­keit. Ob wir ge­ra­de im Mee­ting sit­zen, beim ro­man­ti­schen Din­ner, im Ki­no, Kon­zert – oder ei­gent­lich schon im Bett lie­gen? Ihm völ­lig egal! In ei­ner Zeit, in der der Leis­tungs­druck so­wie­so schon hoch ist, wir Kar­rie­re, Fa­mi­lie, Le­bens­part­ner und Frei­zeit un­ter ei­nen viel zu klei­nen Hut brin­gen müs­sen, gibt uns die­se elek­tro­ni­sche Hand­fes­sel den letz­ten Rest. Sa­gen zu­min­dest Stu­di­en. Was aber, wenn wir den Spieß um­dre­hen? Das Smart­pho­ne ist ein Al­les­kön­ner? Okay, dann muss es doch auch in der La­ge sein, uns Stress zu er­spa­ren und neue Power zu ge­ben. Nur kurz den Bild­schirm be­rüh­ren, schon öff­net sich die Tür zur Ru­he-Oa­se … Lasst uns das nerv­tö­ten­de Mons­ter in ei­nen Me­di­ta­ti­ons-Bud­dy ver­wan­deln! Zeit wird’s!

wie­der ei­ne Nach­richt!

Laut Stu­di­en bli­cken wir im Schnitt 150 Mal am Tag auf un­ser Smart­pho­ne. Das ist zehn­mal so viel, wie wir la­chen. Ganz schön de­pri­mie­rend, oder? Auch an­de­re Stu­di­en zum The­ma ha­ben nichts Er­freu­li­ches zu be­rich­ten: Das blaue Licht der Dis­plays lässt uns schlecht ein­schla­fen, heißt es. Der so­ge­nann­te „Text Neck“(dt. „Nach­rich­ten­hals“, ver­ur­sacht durch die st än­dig ge­beug­te Kopf­hal­tung) be­schert uns Ver­span­nun­gen und früh­zei­ti­ge Fal­ten am Hals.

such­tFak­tor Kein Wun­der al­so, dass Ge­sund­heits­ex­per­ten vor dem Smart­pho­ne war­nen. Und immer mehr Men­schen das Ge­fühl ha­ben, nicht ab­schal­ten zu kön­nen, so­lan­ge ihr Han­dy an­ge­schal­tet ist. Der Be­griff „Me­dia De­tox“(der tem­po­rä­re Ver­zicht auf Tech­nik wie TV, Smart­pho­ne und PC) hat 13 Mil­lio­nen Ein­trä­ge auf Goog­le. So ei­ne tech­nik­freie Pha­se kann ein gu­ter An­fang sein. Vi­el­leicht über­den­ken wir dann ein­mal die über­mä­ßi­ge Nut­zung und Ab­hän­gig­keit von un­se­rem treu­es­ten Be­glei­ter. Denn das Pro­blem ist ja nicht die­ses Ge­rät an sich, son­dern un­ser Um­gang da­mit. Es nur dann in die Hand neh­men, wenn’s wirk­lich sinn­voll ist, wä­re der ers­te Schritt in Rich­tung in­ne­re Ru­he.

Üb­ri­gens gibt es so­gar für das Pro­blem mit dem blau­en Licht ei­ne smar­te Lö­sung, die aber kaum je­mand kennt: Die meis­ten neu­en Han­dys (z. B. das Samsung Ga­la­xy S7 und iPho­nes mit Be­triebsys­tem iOS 9.3 und hö­her) ha­ben die Funk­ti­on „Blau­licht­fil­ter“. Ein­fach am Abend ak­ti­vie­ren – schon schläft man bes­ser.

run­ter­kom­men Durch zahl­rei­che Stu­di­en wis­sen wir in­zwi­schen, dass Me­di­ta­ti­on den Le­vel des Stress­hor­mons Cor­ti­sol im Blut senkt. Schon we­ni­ge Mi­nu­ten täg­lich rei­chen aus für ei­nen mess­ba­ren Ef­fekt. Ent­we­der macht ihr ei­ne kur­ze Me­di­ta­ti­on zum täg­li­chen Ri­tu­al (zum Bei­spiel je­den Abend vor dem Ein­schla­fen) oder ihr wen­det sie in aku­ten Stress-Si­tua­tio­nen an. Auf je­den Fall soll­ten wir sol­che me­di­ta­ti­ven Pha­sen zum fes­ten Be­stand­teil un­se­res All­tags ma­chen. Kei­ne Sor­ge: Man muss kein EsoF­reak sein, Räu­cher­stäb­chen lie­ben oder auf lau­tes „Om“-Sum­men ste­hen. Und ja: Man darf sein Smart­pho­ne da­für nut­zen. So kann es euch per Ti­mer dar­an er­in­nern, wenn es Zeit ist, ei­ne kleine Acht­sam­keits­pau­se ein­zu­le­gen. Dann ak­ti­viert ihr den Flug­mo­dus und kon­zen­triert euch für ein paar Mi­nu­ten auf et­was Schö­nes. Ei­ne schlich­te Tas­se Tee zum Bei­spiel – oder ein Bild, in das ihr euch ver­tieft: Stu­di­en zu­fol­ge ha­ben schon blo­ße Ur­laubs-Mo­ti­ve wie „Strand-Pal­me-Meer“ei­nen nach­weis­ba­ren Er­ho­lungs­ef­fekt.

Fa­zit Al­so legt euch ei­ne kleine Pa­ra­dies-Ga­le­rie auf dem Smart­pho­ne an – und ver­wan­delt so den Stress­ma­cher in ei­nen Ent­span­nungs­hel­fer. Su­per funk­tio­niert das auch mit Me­di­ta­ti­ons-Apps, re­la­xen­der Musik oder Vi­de­os. Der Trick: zu wis­sen, wie wir uns die Tech­nik zu­nut­ze ma­chen. Und sie auch mal links lie­gen las­sen kön­nen, wenn Wich­ti­ge­res an­steht. Das nächs­te ro­man­ti­sche Da­te zum Bei­spiel …

Draht zu uns selbst Un­ser Smart­pho­ne kann uns nicht nur mit an­de­ren con­nec­ten …

Power hoch zwei Schließt eu­re Früh­sport-Ses­si­on mit ei­ner klei­nen Me­di­ta­ti­on ab – so star­tet ihr ent­spannt und vol­ler Ener­gie in den Tag Me­di­tie­ren macht nicht nur ge­las­sen und glück­lich, son­dern kann auch ge­gen De­pres­sio­nen hel­fen und Her­zK­reis­lauf-Er­kran­kun­gen vor­beu­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.