Kein Sham­poo

Be­au­ty-As­sis­ten­tin Jo­han­na tes­tet den „No Poo“-Trend: Über den hat sie schon ei­ni­ges ge­hört, will es jetzt aber ge­nau wis­sen

SHAPE (Germany) - - Be­au­ty / Selbst - Test -

WWas Cross­fit für Fit­ness-Freaks ist, ist „No Poo“für Be­au­ty-Jun­kies, näm­lich DER heiß dis­ku­tier­te Trend der letz­ten Jah­re. Durch den Ver­zicht auf Che­mie soll sich das Haar re­ge­ne­rie­ren und selbst mit Feuch­tig­keit ver­sor­gen. Ge­sund oder ek­lig? Für mich war bis­her klar: No Poo – no Par­ty! Aber was tut man nicht al­les für ei­ne wei­che, glän­zen­de Traum­m­äh­ne?

Vor­her

Täg­lich grüßt das Be­au­ty­Ka­rus­sell – erst Sport, dann: Sham­poo, Con­di­tio­ner, käm­men, Lo­cken­spray ein­k­ne­ten, föh­nen, Check im Spie­gel, kne­ten, föh­nen, fri­sie­ren, ge­schafft. Mei­ne Haa­re kos­ten mich viel Zeit, ma­chen aber auch viel mit. Zeit, uns bei­den ei­ne Pau­se zu gön­nen.

Wo­che 1

Am ers­ten Mor­gen kommt Pa­nik auf. Nach­dem ich nur noch mit kla­rem Was­ser wa­sche, wirkt die Fri­sur platt. Ich tra­ge ei­nen Bun zur Tar­nung und re­cher­chie­re: Ei­ne Bürs­te mit Wild­schwein­bors­ten lässt das Haar lang­sa­mer nach­fet­ten, heißt es. Aber ge­gen mei­ne Lo­cken kom­me ich da­mit nicht an. Na, das wird ein Spaß! Autsch!

Wo­che 2

Der leicht fet­ti­ge An­satz von Wo­che 1 ist weg, aber lei­der auch Vo­lu­men und Sprung­kraft mei­ner Mäh­ne. Ich wer­de un­frei­wil­lig zum Hair-De­si­gner, ent­wer­fe täg­lich neue Flecht­krea­tio­nen. „Hey, das wär doch auch mal ei­ne tol­le Be­au­ty­Chal­len­ge!“, lobt mei­ne Kol­le­gin An­na.

Wo­che 3

„The show must go on! Ich ver­zich­te zwar auf Sham­poo, aber nicht auf Sport.“

Zum Berg­fest gön­ne ich mir ei­nen Cheat Sun­day (wie­der mit vol­lem Pfle­ge­pro­gramm). Zu­rück im Bü­ro geht’s in die zwei­te Chal­len­geHälf­te. Plötz­lich reg­net’s Kom­pli­men­te auf mei­ne Lo­cken­pracht. Liegt wohl lei­der am Poo-Come­back. Aber der Ver­zicht hat schon was ge­bracht: Mein An­satz bleibt län­ger frisch.

Wo­che 4

Ich kann mich zwar nicht über su­per­sof­te Wel­len mit traum­haf­tem Glanz freu­en, aber mei­ne Kopf­haut bleibt sau­ber. Ich traue mich auch wie­der an Sty­ling­pro­duk­te her­an. Die wa­ren zwar nie ver­bo­ten, aber ich hat­te et­was Angst vor Rück­stän­den im Haar.

Nach­her

Am letz­ten Abend tra­ge ich fei­er­lich ei­ne Pfle­ge­mas­ke auf und ge­he da­mit ins Bett, vol­ler Vor­freu­de auf die Mor­gen­du­sche: ju­hu, mit Poo! Da­nach sprin­gen und kräu­seln sich die Löck­chen wie­der. Doch schon am nächs­ten Mor­gen rüh­re ich die Sham­poof­la­sche nicht an. Ein biss­chen scho­nen kann man die Mäh­ne ja!

Zur An­hän­ge­rin des „No Poo“-Kults bin i ch nicht ge­wor­den. Aber ich ha­be ein­ge­se­hen, dass t äg­li­ches Sham­poo­nie­ren nicht ge­sund für die Kopf­haut ist. Al­le drei bis vier Ta­ge wa­schen und mit Con­di­tio­ner pfle­gen reicht. Manch­mal lohnt es sich, was Un­ge­wöhn­li­ches zu wa­gen!

Fa­zit

Na­me: Jo­han­na Hol­zer Al­ter: 25 „ich ma­che fast täg­lich sport. da­nach muss ich mir doch die haa­re mit sham­poo wa­schen, oder et­wa nicht?!“ Vor­her

cool blei­ben Mit der Zeit wer­den mein Zopf und ich im­mer lo­cke­rer Nach­her

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