Fair oder Fa­ke?

Die Wahr­heit über Gü­te­sie­gel

SHAPE (Germany) - - Inhalt / Oktober -

Die Wahr­heit über Gü­te­sie­gel

Den Über­blick ver­lo­ren? SHA­PE hat den Ver­brau­cher­schutz zu den wich­tigs­ten Food-, Fa­shio­nund Be­au­ty-La­bels be­fragt

MMehr als 1.000 Gü­te­sie­gel gibt es in Deutsch­land. „Die Sie­gel sind aber nicht ge­setz­lich ge­schützt“, er­klärt Sil­ke Schwar­tau, Er­näh­rungs­ex­per­tin von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Ham­burg. Heißt: „Sie wer­den nicht neu­tral vom Staat, son­dern von ex­ter­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen oder durch den An­bie­ter selbst kon­trol­liert.“Ein­zi­ge Aus­nah­me ist das Bio-Sie­gel, das staat­lich kon­trol­liert wird. Prin­zi­pi­ell gilt aber: Sie­gel ist bes­ser als kein Sie­gel! An­ders sieht es bei so man­chen Zu­satz­in­for­ma­tio­nen aus. Vie­le Be­zeich­nun­gen sol­len den Ver­brau­cher täu­schen und sa­gen rein gar nichts aus: Im Le­bens­mit­tel­be­reich zum Bei­spiel „art­ge­rech­te Tier­hal­tung“oder „kon­trol­liert an­ge­baut“, bei Kos­me­ti­ka „der­ma­to­lo­gisch ge­tes­tet“und in der Mo­de „frei von Form­al­de­hyd“. Um­welt­ex­per­te Tris­tan Jor­de: „Dass Klei­dung zum Bei­spiel frei von Form­al­de­hyd ist, heißt nicht, dass kei­ne an­de­ren be­denk­li­chen Stof­fe ent­hal­ten sind.“

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