Neu auf CD

Siegessaeule - - Musik - Tex­te: ja­no

Tens­na­ke „ Glow“Vir­gin/EMI

Mit Tracks wie „Co­ma Cat“, „Main­li­ne“oder Re­mi­xen für La­na Del Rey und Her­cu­les & Love Af­fair wur­de der Ham­bur­ger DJ und Pro­du­zent zum hei­ßen Scheiß in der Hou­se-Sze­ne. Nun ist der ers­te Long­play­er am Start und wie zu­letzt Kol­le­gin Ma­ya Ja­ne Co­les gibt sich auch Tens­na­ke auf Al­bum­län­ge mehr als Song­wri­ter denn als Floor­fil­ler. Zwi­schen Down­tem­po-Pop, (Ita­lo-)Dis­co, R’n’B und Hou­se chan­gie­ren die 16 Songs. Das groovt fett vor sich hin, wie in „Love Su­bli­me“mit Ni­le Rod­gers von Chic an der Gi­tar­re, hat aber auch sei­ne drö­gen Mo­men­te.

Hy­enaz „ Hy­enaz“Freu­di­an/Slit

Wer in die scha­ma­ni­sche Welt von Hy­enaz, dem 2013 ge­grün­de­ten Syn­thwa­ve-Pro­jekt der quee­ren Ber­li­ner Art­ba­bes Mad Ka­te und Tusk, ein­tau­chen will, soll­te sich Zeit neh­men. Bei­läu­fig­keit hält Tü­ren ver­schlos­sen, denn die künst­le­ri­sche Wucht der in 13 Tei­len ar­ran­gier­ten New-Wa­ve-Fan­ta­sy-Oper er­schließt sich nur beim auf­merk­sa­men Zu­hö­ren. Wie die zit­tern­den Flü­gel ei­nes Nacht­fal­ters os­zil­lie­ren die Stü­cke zwi­schen wuch­ti­gen Bass­li­nes und irr­lich­tern­den Syn­the­si­zern. Und auch wenn nicht al­le Songs die Span­nung über ih­re lan­ge Lauf­zeit hal­ten kön­nen, ist den bei­den den­noch ein un­glaub­lich dich­tes und aben­teu­er­li­ches Werk ge­lun­gen.

Ju­dith Ho­lo­fer­nes „Ein leich­tes Schwert“Där­äng­däng­däng/Four Mu­sic

Auch auf ih­rem ers­ten So­lo­al­bum macht es ei­nem Wir-sind-Hel­denFront­frau Ju­dith Ho­lo­fer­nes nicht leicht – erst möch­te man ihr für die ner­vig aus­ge­walz­te Mäu­se­schnäuz­chen-Put­zig­keit in den Kaf­fee pin­keln, im nächs­ten Mo­ment für Text­zei­len wie „Nichts wärmt mir den Rü­cken so wie bren­nen­de Brü­cken“um den Hals fal­len. Die klei­nen Blues-Rock-Coun­try-Stück­chen sprü­hen nur so vor krea­ti­ver Ener­gie, et­was we­ni­ger stre­ber­haf­te Sprach­gym­nas­tik und Kind­frau-Ge­quä­ke hät­ten aber gut­ge­tan.

WhoMa­deWho „Dreams“Da­rup As­so­cia­tes/In­di­go

„Es ist hart, Pop­mu­sik cool zu ma­chen, weil es so leicht ist, sie zu has­sen“, kon­sta­tiert To­mas Høff­ding vom In­die-Dan­ce-Trio WhoMa­deWho im Kon­text des neu­en Al­bums. Die­ses Pro­blem darf man als ge­löst be­trach­ten, denn auch der neue, gi­tar­ren­las­ti­ge­re Sound der Band ist gran­di­os. Und mit Tracks wie „Hi­ding in Dar­kness“, von ei­ner Nacht im Berg­hain in­spi­riert, gibt’s im­mer noch ge­nug zu tan­zen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.