The girls are back!

Siegessaeule - - Party -

Im ver­gan­ge­nen Jahr ver­schwand ei­ne der er­folg­reichs­ten Ber­li­ner Les­ben­par­tys über­ra­schend von der Bild­flä­che. Nun ist „Girls Town“wie­der da, mit neu­er Lo­ca­ti­on und neu­em Elan. Wir spra­chen mit den Ver­an­stal­te­rin­nen Zoe und Su­se

2013 seid ihr mit „Girls Town“im Ki­no In­ter­na­tio­nal in die Som­mer­pau­se ge­gan­gen und plötz­lich nicht mehr zu­rück­ge­kehrt. Oh­ne Ab­schieds­par­ty. Was ist pas­siert? Su­se: Die Kün­di­gung durch das KI hat uns auch sehr über­rascht. Wir wa­ren sie­ben Jah­re dort, das war ei­ne schö­ne Zeit, aber ir­gend­wann war es ein­fach zu En­de. Al­le sie­ben Jah­re kommt was Neu­es, ein neu­er Zy­klus be­ginnt. Auch im Le­ben. Das Nacht­le­ben rich­tet sich eh nach Kreuz­berg und Neu­kölln aus, da sind wir jetzt ei­gent­lich am rich­ti­gen Ort ge­lan­det.

Hat­te die­se Zwangs­pau­se auch was Gu­tes? Zoe: Wir ha­ben neue Mo­ti­va­ti­on ge­fasst. Ich hab „Girls Town“sehr ver­misst, die­ses Ge­fühl. Vie­len Mäd­chen ging das ähn­lich, ich hab das auf Face­book ge­hört und auch per­sön­lich. Wenn was plötz­lich nicht mehr da ist, sieht man viel­leicht noch mal stär­ker, dass es ei­ne Nach­fra­ge gibt. Das war ein schö­nes Ge­fühl – wir wer­den ge­braucht, sind ge­wünscht. Su­se: Wir ha­ben ge­merkt, dass auch wir selbst wirk­lich noch Lust ha­ben wei­ter­zu­ma­chen und das En­de im KI auch als Chan­ce be­trach­ten kön­nen. „Girls Town“wird ja ger­ne in ei­ne Frau­en­par­ty-Tra­di­ti­on ein­ge­reiht. „Bi­ki­ni Club“, „Chicks de lu­xe“und dann ihr. Ist das über­haupt ein li­nea­rer Strang, ei­ne chro­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung? Was ha­ben die­se Par­tys ge­mein­sam? Su­se: Es sind al­les Frau­en­par­tys. Das ist der ein­zi­ge Strang. Zoe: „Bi­ki­ni Club“und „Chicks de lu­xe“wa­ren die gro­ßen Par­tys En­de der 90er- und An­fang der 00er-Jah­re. Mit „Girls Town“ha­ben wir ganz ein­fach da­nach ein Kon­zept ent­wi­ckelt.

Ist es um Frau­en­par­tys in der Ber­li­ner Club­land­schaft so

schlecht be­stellt, dass schon die Tat­sa­che, dass be­stimm­te Par­tys für Les­ben sind, aus­reicht, um von ei­ner Tra­di­ti­on zu spre­chen? Das wür­de man bei ei­ner schwu­len Par­ty nie ma­chen. Zoe: Es gibt re­gel­mä­ßi­ge Par­tys und das ist auch wun­der­bar so. Ob jetzt Dag­mars „Mon­do Klit Rock“, An­ge­las „L-tu­nes“oder die „Mer­maids“, al­le ha­ben ih­ren Platz in der les­bi­schen Club­land­schaft, ha­ben ih­re Be­rech­ti­gung und ihr Pu­bli­kum. Ich fin­de aber dar­über hin­aus, dass es nie ge­nü­gend Les­ben­par­tys ge­ben kann. Su­se: Frü­her gab es ja auch mal les­bi­sche Ca­fés oder Bars. Das gibt es al­les nicht mehr. Wenn, dann sind die Kn­ei­pen schwul und ein paar Mäd­chen sit­zen auch da­bei. Glaubt ihr noch an die Wich­tig­keit von ex­klu­si­ven Frau

en­räu­men? Su­se: Na ja, über­le­gen wir doch mal, wo soll ei­ne 19- oder 20-jäh­ri­ge Les­be zum Flir­ten bit­te hin­ge­hen? Wenn sie ein­fach mal ei­ne grö­ße­re Aus­wahl von Mäd­chen ha­ben will? Es gibt kei­ne Kn­ei­pen mehr, es gibt kei­ne Or­te, wo sich haupt­säch­lich Les­ben auf­hal­ten. Für Schwu­le gibt es tau­send Bars, ver­schie­de­ne Par­tys, Re­stau­rants ... Zoe: Un­se­re Auf­ga­be bei „Girls Town“wird ganz klar sein, über­haupt ei­nen Raum zu schaf­fen, da­mit Mäd­chen sich tref­fen, aus­tau­schen, ken­nen­ler­nen kön­nen. Gu­te Mu­sik ist uns auch wich­tig, aber sie rückt fast ein biss­chen in den Hin­ter­grund. Es geht mehr um die lie­be­vol­le At­mo­sphä­re, ei­ne Se­xy­ness, um das Ge­schützt­sein. Um ei­nen Mo­ment in der Stadt der Frau­en. War­um ist das Gret­chen der per­fek­te Raum für ei­ne neue „Girls Town“? Su­se: Von den Floors und den Räu­men her fin­de ich das Gret­chen op­ti­mal. Auch die zen­tra­le La­ge ist su­per. Es liegt nicht in ir­gend­ei­ner gru­se­li­gen Ge­gend, da muss man bei Mäd­chen auch im­mer drauf ach­ten. Im Gör­lit­zer Park gibt’s ‘ne Lo­ca­ti­on, die ei­gent­lich nicht schlecht ist, aber da will man doch nachts kei­ne Mäd­chen hin­schi­cken! Das geht nicht.

Wie liegt denn der neue Ter­min der Par­ty? Su­se: Al­so, am 21.03. ist die ers­te Par­ty und am 03.05. die nächs­te. Al­le zwei Mo­na­te nur, dann freut man sich noch mal ganz an­ders dar­auf. Im Som­mer ma­chen wir Pau­se, im Sep­tem­ber geht’s wie­der los.

In­ter­view: Jan Noll

• Darf ich mich vor­stel­len? Mein Na­me ist Ju­ras­si­ca Par­ka. Ihr kennt mich be­stimmt. Oder? Sagt bit­te, dass ihr mich kennt!! Wenn nicht, ist es höchs­te Ei­sen­bahn, denn ich ha­be die eh­ren­vol­le Auf­ga­be, euch ab so­fort in mei­ner neu­en Ko­lum­ne mit frisch ge­schlach­te­tem Ber­lin-Klatsch der heim­tü­ckischs­ten und ba­nals­ten Sor­te zu ver­sor­gen – mal am Stück, mal durch­ge­dreht. Aber ga­ran­tiert oh­ne Darm. Und wo fängt man da­mit bes­ser an, als im schwuls­ten Be­zirk der Stadt – Schö­ne­berg. Ach­tung! Am 5. März fin­det der In­ter­na­tio­na­le Tag der Kis­sen­schlacht statt – bit­te tragt euch das groß in den Ka­len­der ein. Laut sei­ner Web­site sam­melt der Bö­se Bu­ben e. V. schon flei­ßig Dau­nen­werk für die gro­ße Kis­sen­schlacht­par­ty und sucht noch Spen­der! Aha. Wo sich sonst der gut si­tu­ier­te Po­po­klatsch-Ho­mo durch den Abend fis­tet, darf nun in Dau­nen her­um­ge­tollt wer­den? Obacht, auch die schrägs­ten Trends bit­te nicht ver­schla­fen, man spankt jetzt nur noch mit Opas So­fa­kis­sen! Un­heim­lich. Aber das nur ne­ben­bei. Apro­pos un­heim­lich! Das Me­lit­ta Sund­ström am Meh­ring­damm – oder wie ich die­se Gast­wirt­schaft ger­ne nen­ne: die ver­siff­te Gruft mit Kaf­fee­aus­schank – soll wohl die Räu­me des ehe­ma­li­gen SchwuZ über­neh­men. Die Im­mo­bi­lie war zwar ei­ni­ge Zeit auf Im­moscout va­kant, nun darf Sund­ström-Bern­hard die Kel­ler­räu­me aber doch für sei­ne Zwe­cke nut­zen! Wahr­schein­lich fand sich kein sol­ven­ter In­ter­es­sent, und da der Haus­be­sit­zer Bern­hards Va­ter ist, hat Klein Ber­nie jetzt end­lich ein gro­ßes La­ger für sei­ne Samm­lung stän­dig wech­seln­der Boy-Be­die­nun­gen. Wir blei­ben am Meh­ring­damm: Das Rausch­gold will ei­ne zwei­te Fi­lia­le im Motz­stra­ßen­kiez er­öff­nen! An­geb­lich hat ein wohl­ha­ben­des Schwu­len­paar dort ei­ni­ge Im­mo­bi­li­en ge­kauft und beim Rausch­gold ex­pli­zit an­ge­fragt. Dan­ke! End­lich mehr Tra­ves­tie in Schö­ne­berg. De­ko Be­rendt freut sich schon auf sei­nen nächs­ten kos­ten­lo­sen Show­room und der ge­mei­ne Tran­sen­fi­cker muss nicht mehr bis zur Fro­ben­stra­ße lau­fen. Wer sich sehr gut mit Tran­sen­fi­ckern aus­kennt, ist Tran­ny-Twig­gy Fi­xie Fa­te. Noch nie von ihr ge­hört? Geh ein­fach auf ir­gend­ei­ne Par­ty an ir­gend­ei­nem Tag der Woche, Fi­xie steht ganz si­cher ir­gend­wo rum – men­tal mal mehr, mal we­ni­ger an­we­send. Und jetzt naht be­stimmt der so oft an­ge­kün­dig­te Durch­bruch mit ih­rer Drag­band Cream­girls, denn Fi­xie star­tet am 07.03. ih­re ei­ge­ne Elec­tro­par­ty in der Berg­hain Kan­ti­ne. Ich spin­ne die Sto­ry mal wei­ter. Die Par­ty fin­det an ei­nem Frei­tag statt, und zwar ne­ben dem Berg­hain ... cle­ver! Fi­xie kann al­so bis Mon­tag auf dem Ge­län­de blei­ben und muss end­lich nicht mehr nach Hau­se. Al­les Gu­te! Ich ha­be schon ei­ni­ge Ent­mün­di­gungs­an­trä­ge vor­be­rei­tet und im sel­ben Ord­ner ab­ge­spei­chert wie die für Chan­tal. Ei­ner mei­ner liebs­ten Ber­li­ner C-Pro­mis ist si­cher­lich ger­ne wie­der nach Hau­se ge­kom­men: Ju­li­an F.

M. Stö­ckel! Der un­wich­tigs­te Dschun­gel­camp-Teil­neh­mer ever. Ich frag­te mich schon im­mer, was der ei­gent­lich macht? So au­ßer ... nichts? Jetzt weiß ich’s, denn Ju­li­an „Fick Mich“Stö­ckel ist wohl Prot­ago­nist ei­ner neu­en Mo­del-So­ap auf RTL. Jetzt wird die Ge­schich­te rund, denn: pro

mi­flash.de be­rich­te­te zwar, dass der So­ap-Job we­gen des Dschun­gels her­ein­flat­ter­te, tat­säch­lich ist es aber ge­nau an­ders­rum! Wie ich aus si­che­ren Qu­el­len weiß, sind ei­ni­ge Fol­gen schon ab­ge­dreht. Und so steck­te RTL, die Frat­ze des Teu­fels, den Stö­ckel nur ins Camp, um beim So­ap-Start we­nigs­tens ei­nen be­kann­ten Na­men im Cast zu ha­ben. Pa­tent! So, und nun schön die Luft im Darm hal­ten, denn dies hier war nur der Auf­takt. Im nächs­ten Mo­nat se­hen wir uns wie­der. Häss­lichst, eu­re Ju­ras­si­ca Par­ka

Girls Town, 21.03., 23:00, Gret­chen. DJs: Va­nes­sa, Mars­ma­ed­chen, Kriz­zi with the K! Sie­ges­säu­le traf Zoe (li.) und Su­se im Re­stau­rant Al­pen­stück in Mit­te zum In­ter­view

Ab jetzt je­den Mo­nat neu und scho­nungs­los: Ju­ras­si­ca Par­kas Ber­lin-Ko­lum­ne

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