Praun­heim Me­mo­ries

Siegessaeule - - Film - „Praun­heim Me­mo­ries“, Pre­mie­re, 04.01., 19:00, Volks­büh­ne. Ab 08.01. im Kino Tex­te: as

> Über 140 Fil­me soll Ro­sa von Praun­heim (Fo­to) ge­dreht ha­ben. Man­che wür­den wohl eher be­haup­ten, er ha­be sie ver­bro­chen. Und wenn Praun­heim in sei­ner neu­es­ten Do­ku Praun­heim be­sucht – je­nen Stadt­teil von Frank­furt am Main, des­sen Na­men er aus Ver­bun­den­heit zu sei­ner Her­kunft über­nom­men hat –, dann ist das vor al­lem et­was für Hart­ge­sot­te­ne. Hier trifft er Freun­de, Be­kann­te, al­te Weg­ge­fähr­ten und schwelgt in Er­in­ne­run­gen an sei­ne Schul­zeit, an den ers­ten Kuss, an sei­ne künst­le­ri­sche Ar­beit. Im Kl­ar­text heißt das: Bei In­ter­view­se­quen­zen hängt stän­dig das Mi­kro im Bild, ein schrä­ger, ex­trem an den Ner­ven zer­ren­der Män­ner­chor singt ein Ständ­chen und das Film­team schaut beim Frank­fur­ter Zehnt­scheu­nen­fest vor­bei. Trash-TV-Queen Sonya Kraus wird auch vor die Ka­me­ra ge­be­ten. Meist will­kür­lich und manch­mal ziem­lich zäh zieht sich die­ser Irr­sinn da­hin. Zu­sam­men­ge­hal­ten wird er aber von Ro­sas ein­neh­men­dem, ganz auf Ex­hi­bi­tio­nis­mus aus­ge­rich­te­tem Charme. Mit schel­mi­scher Freu­de re­zi­tiert er in­fan­ti­le Rei­me, heult in Groß­auf­nah­me oder be­rich­tet mit Stolz, bei wel­chen In­sti­tu­tio­nen er über­all raus­ge­flo­gen ist. Al­les ziem­lich grell, trut­schig und wohl vor al­lem für Hard­core-Fans des Re­gis­seurs in­ter­es­sant. <

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