3-DB­lock­bus­ter

Siegessaeule - - Bühne -

SIE­GES­SÄU­LE prä­sen­tiert RuPaul's Drag Race: Batt­le of the Sea­sons, 2016 Ex­tra­va­gan­za Tour, 03.04., 21:00, Ad­mi­rals­pa­last

ad­mi­rals­pa­last.de Wir ver­lo­sen Frei­kar­ten auf SIE­GES­SÄU­LE.DE Ka­tya Za­mo­lod­chi­ko­va war im letz­ten Jahr Kan­di­da­tin bei der ame­ri­ka­ni­schen Reality-TV-Show „RuPaul’s Drag Race“. Hier muss­te sie ge­gen 13 an­de­re Drag­queens in ver­schie­de­nen Wett­be­wer­ben an­tre­ten, um „Ame­ri­ca's Next Drag Su­per­star“zu wer­den. Doch in der elf­ten Epi­so­de kam für sie das Aus. Trotz­dem ist sie Teil der „Drag Race“-Fa­mi­lie und geht mit sechs wei­te­ren Kan­di­da­tin­nen ver­gan­ge­ner Staf­feln mit „Batt­le of the Sea­sons“auf Tour, wo­bei sie erst­mals auch nach Ber­lin kommt. SIEGESSÄULERe­dak­teu­rin Ka­ey sprach vor­ab mit ihr am Te­le­fon

Auf Deutsch: Hal­lo. Ich hei­ße Ka­ey. Wie geht’s?)

(Hal­lo. Sehr gut!) Sprichst du et­wa tat­säch­lich Rus­sisch? Ja na­tür­lich! Hast du denn rus­si­sche Wur­zeln? Nein, über­haupt nicht. Aber wie bist du denn auf die Idee ge­kom­men, ei­ne rus­si­sche Fi­gur zu kre­ieren? Ich ha­be schon im­mer Fremd­spra­chen ge­liebt und ei­ni­ge Jah­re Fran­zö­sisch ge­lernt. Ir­gend­wann woll­te ich noch ei­ne zwei­te Spra­che ler­nen und ent­schied mich für Rus­sisch. Seit ich mit dem Un­ter­richt an­ge­fan­gen ha­be, bin ich rich­tig be­ses­sen und ha­be viel über Russ­land ge­le­sen. In der Sen­dung hast du sehr of­fen über dei­ne Al­ko­hol­sucht ge­spro­chen und dar­über, dass du seit ei­ni­ger Zeit tro­cken bist. Ist Drag für dich ei­ne Mög­lich­keit, dei­ne Schwä­chen zu ver­ste­cken? Ich emp­fin­de es we­ni­ger als Mas­ke oder Schutz­schild. Tat­säch­lich ist Drag für mich wie ein Ver­stär­ker. Ich bin dann zu 100 Pro­zent prä­sent. Wie gehst du in­zwi­schen mit der Sucht um? Gera­de als Drag­queen kommt man im Nacht­le­ben ja im­mer wie­der in Ver­su­chung ... Am An­fang war es schon schwer. Mitt­ler­wei­le ar­bei­te ich sehr viel und rei­se durch die Welt. Da­bei ha­be ich ge­merkt, dass kei­nen Al­ko­hol zu kon­su­mie­ren ei­gent­lich ei­ne gro­ße Hil­fe ist. Ich ha­be nie ei­nen Ka­ter, das ist wirk­lich ein Vor­teil. Die Ver­su­chung ist nicht mehr sehr groß. Wie hat „RuPaul's Drag Race“dein Le­ben ver­än­dert? Wenn es vor­her ein Stumm­film war, ist es jetzt ein 3-D-Block­bus­ter. Vor­her konn­te ich mei­ne Rech­nun­gen kaum be­zah­len und war im­mer arm. Jetzt ver­die­ne ich so gut, dass ich so­gar was zur Sei­te le­gen kann. Im März be­ginnt die ach­te Staf­fel des TV-For­mats. Was braucht man dei­ner Mei­nung nach, um der nächs­te Dra­gSu­per­star zu wer­den? Es wird im­mer schwe­rer, sich von der Mas­se ab­zu­he­ben. Man muss wirk­lich et­was Ein­zig­ar­ti­ges mit sich brin­gen. Da­bei be­deu­tet es nicht ein­mal, dass man die Show ge­win­nen muss, um er­folg­reich zu sein. Ich war ja auch nicht un­ter den Top drei. Aber du warst der ein­deu­ti­ge Pu­bli­kums­lieb­ling. Die Fans ha­ben dich zur „Miss Con­ge­nia­li­ty“(Miss Charme) ge­kürt. Was ist an dir so sym­pa­thisch? Wahr­schein­lich konn­ten die Zu­schau­er ei­ne Ver­bin­dung zu mir auf­bau­en, weil ich of­fen über mei­ne Sucht ge­spro­chen ha­be, aber trotz­dem da­bei noch sehr un­ter­halt­sam auf der Büh­ne bin und über mich selbst la­chen kann. Man hört von Leu­ten aus Reality Shows oft, dass vie­le Witze ge­scrip­ted sind und Zi­ckenz­off in­sze­niert ist. Was ist dran an die­sem Ge­rücht? Die Pro­du­zen­ten ha­ben uns nicht in ei­nen Raum ge­sperrt und ge­sagt, wir sol­len uns jetzt strei­ten. Das war de­fi­ni­tiv nicht der Fall. Aber wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten hat­te ich Angst vor dem, was am En­de zu­sam­men­ge­schnit­ten wird. Es gibt ja ei­ni­ge Teil­neh­me­rin­nen aus ver­gan­ge­nen Staf­feln, die hin­ter­her das Ge­fühl hat­ten, das Ge­zeig­te wer­de ih­nen als Per­son nicht ge­recht. Das ist bei mir al­ler­dings nicht der Fall. Ich kann oh­ne schlech­tes Ge­wis­sen sa­gen, dass die Ka­tya, die man bei „RuPaul's Drag Race“se­hen konn­te, die Glei­che ist, die man ken­nen­lernt, wenn man mich per­sön­lich trifft. Mit der Tour kommst du auch nach Ber­lin. Warst du schon mal hier? Lei­der noch nie. Bei der „Batt­le of the Sea­sons“-Tour ist un­ser Zeit­plan wirk­lich straff, und wir ha­ben fast nie Zeit, uns die Städ­te, in de­nen wir auf­tre­ten, an­zu­schau­en. Aber viel­leicht ha­be ich ja dies­mal Glück und se­he mehr als mein Ho­tel­zim­mer. <

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