S 2014, Salz­ge­ber, Re­gie: Bit­te An­ders­son

Siegessaeule - - Film -

> Ganz dem Geis­te John Wa­ters’ und der be­rüch­tig­ten Trash-Per­len aus der Tro­ma-Pro­duk­ti­ons­schmie­de ist das schril­le Mu­si­cal und Road­mo­vie „Dy­ke Hard“ver­pflich­tet. Nach­dem ihr Cam­per ab­ge­fa­ckelt wur­de, be­schließt ei­ne her­un­ter­ge­kom­me­ne Les­ben­band, mit ih­rem schä­bi­gen 80er-Jah­re-Hard­rock bei ei­ner „Batt­le­of-the-Bands“-Com­pe­ti­ti­on an­zu­tre­ten und das Preis­geld ein­zu­strei­chen. Auf dem Weg dort­hin stran­den sie in ei­nem Geis­ter­haus oder ge­ra­ten in die Fän­ge ei­ner sa­dis­ti­schen, les­bi­schen Ge­fäng­nis­wär­te­rin. Die kla­re quee­re Agen­da des Films gibt hier den Ton an: Ob rach­süch­ti­ger Trans­ves­tit, se­xu­ell frus­trier­ter Geist ei­ner Was­ser­lei­che oder ge­mein­ge­fähr­li­cher Cy­borg – auf sie al­le war­tet ein Hap­py End in Form von se­xu­el­ler Er­fül­lung, Freund­schaft oder Lie­be. In der Welt von „Dy­ke Hard“ist für je­de und je­den Platz, selbst wenn so man­che Zu­schaue­rIn an­ge­sichts des stolz zur Schau ge­stell­ten fil­mi­schen Di­let­tan­tis­mus Reiß­aus neh­men dürf­te. Doch die mit Hil­fe der quee­ren Stock­hol­mer Com­mu­ni­ty ent­stan­de­ne Far­ce be­dient sich so lei­den­schaft­lich und krea­tiv auf der Müll­hal­de des Trash-Ki­nos, dass man sich ih­res Charmes kaum er­weh­ren kann. <

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.