Der Ju­gend­stadt­rat will in der Kom­mu­nal­po­li­tik mit­re­den

Solinger Morgenpost - - MORGENPOST -

(asc) Die Mit­glie­der des neu­en Ju­gend­stadt­rats (JSR) wol­len sich noch mehr ein­brin­gen. Ge­plant sei, dass die ge­wähl­ten Ju­gend­li­chen künf­tig al­le Aus­schüs­se und Be­zirks­ver­tre­tun­gen be­su­chen, be­rich­te­te der JSR-Vor­sit­zen­de Ni­k­las Nink aus der zwei­ten Sit­zung des Gre­mi­ums: „Wir wol­len über­all mit­re­den kön­nen.“Die Re­so­nanz der Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, den Ju­gend­li­chen bei Sit­zun­gen Re­de­recht ein­zu­räu­men, sei fast durch­weg po­si­tiv, sag­te der 18-Jäh­ri­ge. Ei­nen of­fi­zi­el­len Sitz hat der Ju­gend­stadt­rat al­ler­dings nur im Ju­gend­hil­fe­aus­schuss.

In sechs Grup­pen be­schäf­tig­ten sich die Ju­gend­ver­tre­ter mit ver­schie­de­nen The­men. Fort­ge­führt wird unter an­de­rem die Pro­jekt­grup­pe „Bet­ween the li­nes“, die ei­ne App mit Hil­fe-An­ge­bo­ten ent­wi­ckelt hat. Die JSR-Mit­glie­der tre­ten zu­dem ge­gen Rechts­ex­tre­mis­mus ein („Pro Agen­da – con­tra Na­zis“), wol­len mehr le­ga­le Graf­fi­tiFlä­chen und or­ga­ni­sie­ren Ver­an­stal­tun­gen mit. Neu sei die Grup­pe „Peer to peer“, be­rich­te­te Ni­k­las Nink. Da­bei wol­len die Ju­gend­li­chen jun­ge Ge­flüch­te­te und an­de­re Neu-So­lin­ger mit Gleich­alt­ri­gen zu­sam­men­brin­gen, um ih­nen das An- kom­men zu er­leich­tern. Für mehr Mit­be­stim­mung macht sich „Fy­ou­ture“stark. Ein­mal im Jahr pla­ne der JSR, ein Ju­gend­fo­rum zu ver­an­stal­ten. Bei den Tref­fen mit Po­li­ti­kern, Ver­tre­tern von Ver­wal­tung und Ge­werk­schaf­ten sol­len Ju­gend­li­che For­de­run­gen for­mu­lie­ren kön­nen.

Ein Be­schluss wur­de bei der jüngs­ten Sit­zung auch ge­fasst: Der JSR for­dert ein Ju­gend­ca­fé.

FO­TO: CHRIS­TI­AN BEI­ER

Ni­k­las Nink, Vor­sit­zen­der des Ju­gend­stadt­ra­tes.

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