SPD-An­trag zum SOS-Kon­zept bringt CDU auf die Pal­me

Solinger Morgenpost - - REMSCHEIDER STADTPOST - VON HENNING RÖSER

Die Stadt soll ein neu­es Hand­lungs­kon­zept für Si­cher­heit und Ord­nung er­ar­bei­ten, das das ver­än­der­te Si­cher­heits­emp­fin­den der Bür­ger be­rück­sich­tigt. Ei­nen ent­spre­chen­den An­trag der CDU be­schloss der Rat An­fang Mai mit gro­ßer Mehr­heit.

Ori­en­tie­rung bie­ten bei der Ent­wick­lung ei­nes sol­chen Plans soll ein Po­si­ti­ons­pa­pier des Deut­schen Städ­te­ta­ges, das sich sehr grund­sätz­lich mit der Fra­ge be­schäf­tigt, wie die Städ­te dem ge­stie­ge­nen Schutz­be­dürf­nis der Men­schen in ei­ner als im­mer un­si­che­rer emp­fun­de­nen Welt be­geg­nen kön­nen.

Zwei Mo­na­te spä­ter, in der Rats­sit­zung am 5. Ju­li, will die SPD-Frak­ti­on im Rat nun ei­nen An­trag zur Ab­stim­mung brin­gen, mit dem der Stadt zahl­rei­che An­re­gun­gen für die Aus­ar­bei­tung des Kon­zep­tes an die Hand ge­ge­ben wer­den sol­len. So schlägt die SPD un­ter an­de­rem ei­ne kom­plet­te Stadt­säu­be­rung als „Grund­rei­ni­gung“vor. Zu­sätz­li­che Stand­or­te für Müll­ei­mer mit dar­an an­ge­brach­ten Aschen­be­chern sol­len im An­schluss da­bei hel­fen, dass der Müll nicht mehr auf der Stra­ße lan­det. Auch die Bür­ger sol­len ein­ge­bun­den wer­den Der all­jähr­li­che Pi­co­bel­lo-Tag soll aus­ge­wei­tet wer­den. Bür­ger sol­len Pa­ten­schaf­ten für Grün­strei­fen über­neh­men.

Beim The­ma Si­cher­heit will die SPD ei­ne bes­se­re Aus­stat­tung des Kom­mu­na­len Ord­nungs­diens­tes (KOD) prü­fen las­sen, zu­dem soll die Prä­ven­ti­ons­ar­beit in Ki­tas und Schu­len aus­ge­baut wer­den. Die Stadt soll zu­dem ei­ne ko­or­di­nie­ren­de Stel­le ein­rich­ten, die die Schwer­punk­te von Bür­ger­be­schwer­den in der Stadt ana­ly­siert. „In un­se­rer Stadt muss den prä­ven­ti­ven Maß- nah­men zur Ver­hin­de­rung von Stö­run­gen der öf­fent­li­chen Si­cher­heit und Ord­nung ein hö­he­rer Stel­len­wert ein­ge­räumt wer­den“, heißt es in der Be­grün­dung.

CDU-Rats­herr Mar­kus Köt­ter er­kennt in dem An­trag der SPD Zwei­er­lei. Zum ei­nen den Hin­weis auf die völ­li­ge Ide­en­lo­sig­keit der So­zi­al­de­mo­kra­ten. Im Rat sei die CDU im Mai für die Ein­schät­zung der Si­cher­heits­la­ge in der Stadt noch kri­ti­siert wor­den, nun wür­de sich die SPD scham­los an die Initia­ti­ve der CDU dran­hän­gen und ein­fach den sel­ben An­trag noch mal stel­len. Als sei das nicht schon trau­rig ge­nug, so Köt­ter, sor­ge der An­trag zu­dem da­für, dass die Ver­wal­tung dar­an ge­hin­dert wer­de, ih­re Ar­beit zu ma­chen, weil sie die Rats­sit­zung im Ju­li ab­war­ten müs­se. „Wel­cher Nut­zen soll dar­in lie­gen, nun noch ein­mal über ei­nen An­trag ab­stim­men zu las­sen, den wir schon im Mai im Rat be­schlos­sen ha­ben?, fragt Köt­ter rhe­to­risch.

Er ver­mu­tet im nach­ge­scho­be­nen An­trag der SPD auch das Be­mü­hen, sich „bei ei­nem The­ma, das sie bis­her ver­nach­läs­sigt hat“, pro­fi­lie­ren zu wol­len.

FO­TO: MEUTER

CDU-Rats­herr Mar­kus Köt­ter wirft der SPD Ide­en­lo­sig­keit vor.

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