Al­les im Fluss

Der SA- 10 tritt an, der bes­te Ma­rantz- CD-/ SACD- Play­er al­ler Zei­ten zu sein. Mit da­bei: Di­gi­tal­ein­gän­ge, in­klu­si­ve USB. Da über­rascht es um­so mehr, dass im In­ne­ren gar kein D/ A- Wand­ler zu nden ist...

Stereoplay - - Test & Technik Multidisc- Player -

Es muss nicht im­mer al­les kom­pli­ziert sein. Es gibt auch noch High- End- Ge­rä­te, die nicht erst dann funk­tio­nie­ren, wenn das Netz­werk­ka­bel die Na­bel­schnur in die Welt der Mu­sik bil­det. Der Ma­rantz SA10 ist er­fri­schend „ ein­fach“: Er spielt CDs und SACDs ab und stellt sei­ne „ Wand­ler­sek­ti­on“– ei­ne tech­nisch in­ter­es­san­te Lö­sung, die auf den Na­men Ma­rantz Mu­sic Mas­te­ring hört – über USB- A und - B so­wie op­tisch und ko­axi­al an­de­ren Qu­el­len zur Ver­fü­gung. Was fehlt, ist ein D/ A- Wand­ler. Wie das funk­tio­niert, zeigt ein Blick auf die MMM- Tech­no­lo­gie.

„ DSD ist ana­log“

Das DSD- For­mat ist schon ei­ne fas­zi­nie­ren­de Sa­che. In der „ ein­fachs­ten“Va­ri­an­te wird das Ana­log- Si­gnal mit 2,8 MHz ab­ge­tas­tet, ei­ne ( ana­lo­ge) Se­kun­de wird al­so in 2,8 Mil­lio­nen ( di­gi­ta­le) Tei­le zer­legt. Bei vier­fa­cher DSD- Au ösung ( DSD256) mit ei­ner Ab­tast­fre­quenz von 11,2 MHz sind es folg­lich schon 11,2 Mil­lio­nen Tei­le. Kein Wun­der, dass DSDDa­tei­en viel Spei­cher­platz be- nö­ti­gen... Al­le Si­gna­le, die in den SA- 10 ge­lan­gen, wer­den auf genau die­se vier­fa­che DSDAu ösung hoch­ge­rech­net. Na­tür­lich hat ein CD- Si­gnal nach Red­book- Stan­dard ( 44,1 kHz) da­nach nicht mehr In­for­ma­tio­nen, das Up­s­am­pling ist für die wei­te­re Si­gnal­ver­ar­bei­tung aber un­er­läss­lich.

Nun ist es noch im­mer um­strit­ten, ob DSD PCM klang­lich über­le­gen ist. Blind­tests un­ter wis­sen­schaft­li­chen Be­din­gun­gen konn­ten bis­her kei­nen kla­ren Ge­win­ner kü­ren. Vie­le HiResFans und auch die Ver­ant­wort- li­chen bei Ma­rantz schwö­ren aber auf das 1- Bit- For­mat.

Das For­mat hat ei­nen Vor­teil, den Ma­rantz sich hier zu­nut­ze macht: Die ho­he Ab­tast­ra­te führt da­zu, dass man auf di­gi­ta­ler Ebe­ne ei­nem ana­lo­gen Si­gnal so nah kommt, dass Ma­rantz nicht grund­los sagt: DSD ist ana­log. Die Kon­se­quenz dar­aus: der Ver­zicht auf ei­ne ab­schlie­ßen­de Ana­log­wand­lung. Das Si­gnal durch­läuft statt­des­sen nur noch ein Tief­pass- Fil­ter und steht an­schlie­ßend an den Ana­log­aus­gän­gen zur Ver­fü­gung ( sie­he Kas­ten).

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