Fink’s Sun­day Night Blues Club, Vol. 1 Ed Shee­ran

Stereoplay - - Musik Pop Musik: Klang: -

„ I’ve be­en cal­led a dick / I’ve be­en cal­led so ma­ny things“, ver­rät der bri­ti­sche Song­wri­ter- Su­per­star auf sei­ner Sing­le „ Lo­ve Me Bet­ter“. Der Mann hat Hu­mor! Genau die­se Ei­gen­schaft ver­miss­ten Kritiker oft am Pa­thos- Pops­ter, der vor­ran­gig mit Lo­ve- Songs und Schmu­se- Bal­la­den punk­ten konn­te. Da­mit ist nun Schluss, Ima­geWan­del. Rund 100 Song- Ide­en hat er mit ei­nem fuß­ball­mann­schaft­star­ken Team an Song­wri­tern wie OneRe­pu­blic- Sän­ger Ryan Ted­der oder Kum­pel Ed Shee­ran er­ar­bei­tet und dar­aus zehn Songs de­stil­liert. Das Re­sul­tat ist ein mo­der­nes Pop- Al­bum, er­feu­lich viel­schich­tig, deut­lich per­sön­li­cher und gar nicht kleb­rig. Der bri­ti­sche Pro­du­zent und Sän­ger Fink ist nicht für sei­ne Blues Roots be­kannt. Mit sei­ner neu­en CD, die be­dau­er­li­cher Wei­se nur als In­te­rimsal­bum ge­führt wird, ge­sellt er sich je­doch zu den gro­ßen Er­neue­rern des Blues wie King Britt oder Jai­meo Brown. Sei­ne ur­ba­nen Am­bi­ent- BluesFan­ta­si­en wer­den von So­und­scapes und Lo­ops aus dem Sa­xo­fon des Ka­na­di­ers Co­lin Stet­son ver­voll­komm­net. „ Ich ha­be Blues im­mer ge­liebt“, meint er selbst, „ und mich zwei Som­mer lang mit die­ser Welt be­schäf­tigt. Ich woll­te et­was Ro­hes, Her­bes, Le­ben­di­ges schaf­fen.“Doch trotz al­ler Schwer­mut ist den Songs et­was äthe­risch Me­di­ta­ti­ves ei­gen. Ed Shee­ran de­fi­niert den Main­stream neu. Denn der agi­le Bri­te packt zu­sam­men mit ei­nem Team ver­sier­ter Pro­du­zen­ten so ziem­lich al­les in sein drit­tes Al­bum, was der­zeit Er­folg ver­spricht. Ein biss­chen Rap und et­was Folk- Pi­cking, Tanz- Beat und In­die- An­mu­tung, Chart- Pa­thos und Squa­reDan­ce- Fidd­le, emp­find­sa­mer Män­ner­ge­sang und mas­ku­li­nes Selbst­be­wusst­sein, Au­gen­zwin­kern und rau­chi­ges Ge­fühl grei­fen in­ein­an­der, zu­sam­men­ge­hal­ten von sei­ner char­mant na­tür­lich wir­ken­den Stim­me. „ Di­vi­de“ist der ge­mein­sa­me Nen­ner pop­pen­der Au­then­ti­zi­tät, das per­fek­te De­sign um ei­ne Künst­ler­fi­gur, die mit Na­tür­lich­keit dem Pro­dukt zu Au­ra ver­hilft.

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