The Brain Box

Stereoplay - - Musik Oldies Musik: Klang: -

nung zu ei­nem Gü­te­sie­gel, das in­zwi­schen für ei­ne gan­ze Ära der deut­schen Mu­sik­ge­schich­te steht. Das Ham­bur­ger La­bel Brain, ent­stan­den aus dem Um­feld der Vor­gän­ger- Firma Ohr, ver­sam­mel­te von 1971 an Bands die­ser Pha­se von Cluster, Gu­ru Gu­ru, Har­mo­nie ( Foto), No­va­lis und Ja­ne bis hin zu Em­bryo, Tan­ge­ri­ne Dream und den frü­hen Scor­pi­ons un­ter ei­nem Dach. „ The Brain Box – Ce­re­b­ral Sounds Of Brain Re­cor­ds 1972 – 1979“ist die ers­te Zu­sam­men­stel­lung der viel­fäl­ti­gen Ak­ti­vi­tä­ten der La­bel- Chefs Gün­ter Kör­ber und Bru­no Wen­del, ver­teilt auf fünf Sei­ten Ori­gi­nal- Re­per­toire, ei­ner Sei­te mit Li­zenz­nah­men in­ter­na­tio­na­ler Kol­le­gen von da­mals und zwei Li­ve- CDs mit den erst­mals ver­öf­fent­lich­ten Mit­schnit­ten der Brain- Fes­ti­vals 1977 und 1978 in Es­sen. Da zum Glück nicht am um­fang­rei­chen Be­gleit­buch ge­spart wur­de, er­schließt sich die­ses Kom­pen­di­um bei aus­führ­li­cher Be­schäf­ti­gung in Wort, Bild und Ton als ein Füll­horn mu­sik­his­to­ri­scher Ei­gen­hei­ten: schrul­lig, schrill und stel­len­wei­se ge­nia­lisch. Der Sän­ger, Gi­tar­rist und Pia­nist Mac Re­ben­nack ist der be­kann­tes­te wei­ße Stadt­mu­si­kant im Schmelz­tie­gel New Or­leans. Die glo­ba­le Pop- Sze­ne kennt ihn als Dr. John, des­sen Voo­doo- Groo­ve den Psy­che­de­lic Rock in­spi­rier­te. Die­se CD wür­digt ihn vor al­lem als jun­gen Stu­dio­mu­si­ker und Song­wri­ter, der sei­ne Kol­le­gen für den lo­ka­len Plat­ten­markt pro­du­zier­te. Die 30 Tracks ent­spre­chen dem für New Or­leans ty­pi­schen Klang­bild. Der teil­wei­se bis an die Kitsch­gren­ze ver­hall­te Ge­sang do­mi­niert. Doch fet­zi­ge Blä­ser, Boo­gieWoo­gie- Pia­no und die leicht­gän­gig swing- ro­cken­de Rhyth­mus­grup­pe fü­gen sich zu ei­ner wuch­ti­gen Wall of Sound zu­sam­men.

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