Gi­u­sep­pe Ver­di: Otel­lo

Stereoplay - - Musik | Klassik - Mi­quel Ca­b­ru­ja

Cu­ra, Rösch­mann, Ál­va­rez, Bern­heim, May­er, Zep­pen­feld u. a., Staats­ka­pel­le Dres­den, Thiele­mann; Re­gie: Bous­sard ( 2016) Typ: Blu- ray / DVD Ton­for­mat: 2.0 / 5.1 Spra­che: IT Un­ter­ti­tel: IT, D,E, F, ES, CHIN, KOR, JAP Die Pre­mie­ren­kri­ti­ken zur Salz­bur­ger „ Otel­lo“Pro­duk­ti­on von 2016 wa­ren teil­wei­se ver­nich­tend. Der Mit­schnitt be­stä­tigt: In Zu­sam­men­ar­beit mit Vin­cent Le­mai­re ( Büh­ne) und Mo­de­schöp­fer Chris­ti­an La­croix ( Ko­s­tü­me) zeigt Re­gis­seur Vin­cent Bous­sard kaum mehr als äs­the­ti­sche Bil­der im Halb­dun­kel. Ein­zi­ge Re­gie- Idee: ein En­gel mit schwar­zen Flü­geln, der im Lau­fe des Abends in Brand ge­setzt wird. Was die­se Me­ta­pher be­deu­ten mag, bleibt der Phan­ta­sie des Zu­schau­ers über­las­sen. Merk­wür­dig kon­zept- und plan­los wirkt auch die Les­art von Chris­ti­an Thiele­mann. Die Sturm- Sze­ne zu Be­ginn klingt viel zu harm­los, die En­sem­ble- Sze­nen fal­len aus­ein­an­der, und den gro­ßen dra­ma­ti­schen Wen­de­punk­ten fehlt es an Aus­drucks­kraft. In der Ti­tel­rol­le for­ciert Jo­sé Cu­ra sei­ne Stim­me gna­den­los, und im Ge­gen­satz zu an­de­ren Darstel­lern die­ser ex­po­nier­ten Par­tie ver­steht er es lei­der nicht, stimm­li­che Über­for­de­rung durch dar­stel­le­ri­sche Prä­senz zu kom­pen­sie­ren. Als Ia­go bleibt Car­los Ál­va­rez vo­kal und dar­stel­le­risch hin­ter sei­nem Por­trait bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len 2008 zu­rück. Ein­zi­ger Licht­blick in die­ser Pro­duk­ti­on: Do­ro­thea Rösch­manns be­seel­te und glut­vol­le Des­de­mo­na.

C- Ma­jor 740104 ( 147 Min.)

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