Trou­ble No Mo­re – The Boot­leg Se­ries Vol. 13, 1979- 1981, De­lu­xe Edi­ti­on

Stereoplay - - Musik -

tisch ganz un­ter­schied­li­che CDs und ei­nen Mu­sik­film auf DVD. Die CDs 1 und 2 sind schein­bar be­lie­big zu­sam­men­ge­stell­te Live- Mit­schnit­te aus je­nen Jah­ren, die CDs 3 und 4 be­ste­hen aus Ra­ri­tä­ten wie Out­ta­kes, Sound­checks, Pro­ben und er­staun­lich vie­len kom­plett un­ver­öf­fent­lich­ten Songs, die je­den Dy­lan- Fan das Herz hö­her sprin­gen las­sen und künf­tig An­lass zu vie­len neu­en Co­ver- Ver­sio­nen ge­ben dürf­ten. Die CDs 5 und 6 fas­sen die High­lights meh­re­rer Shows in To­ron­to von 1980 zu­sam­men. Den Hö­he­punkt bil­den die CDs 7 und 8 mit ei­nem kom­plet­ten Kon­zert vom 27. Ju­ni 1981 in Lon­don, das Dy­lan in vol­ler In­brunst zeigt und die Songs sei­ner drei um­strit­te­nen Al­ben „ Slow Train Co­m­ing“, „ Sa­ved“und „ Shot Of Lo­ve“in ei­nen über­zeu­gen­den Kon­text mit vie­len sei­ner Klas­si­ker wie „ Mag­gie’s Farm“, „ Bal­lad Of A Thin Man“, „ Blo­win’ In The Wind“oder „ Kno­ckin’ On Hea­ven’s Door“stellt. „ Trou­ble No Mo­re“ist ei­ne Fund­gru­be für je­den Dy­lanLieb­ha­ber und re­vi­diert so man­ches Ur­teil über sei­ne mitt­le­ren Jah­re. Dar­über hin­aus ist es ei­ne spä­te Wie­der­gut­ma­chung für ei­ne Schaf­fens­pe­ri­ode, in der vie­le An­hän­ger den Glau­ben an den Gu­ru ei­ner gan­zen Ge­ne­ra­ti­on ver­lo­ren hat­ten. Denn dass Herr Zim­mer­mann in je­nen Jah­ren nicht in Spiel­lau­ne ge­we­sen wä­re, kann man an­ge­sichts die­ser um­fang­reich aus­ge­stat­te­ten Box beim bes­ten Wil­len nicht be­haup­ten. Nach­dem der nord­iri­sche Hard­rock- Gi­tar­rist we­der im Folk- Pop noch Fu­si­on- Jazz ei­ne künst­le­ri­sche Hei­mat ge­fun­den hat­te, wid­me­te Ga­ry Moo­re ( 1952- 2011) sei­ne letz­ten 20 Le­bens­jah­re dem Blues. Der Hit „ Still Got The Blues“fehlt auf die­ser Dop­pel- CD, weil er be­reits in je­der Ku­schel­rock- Samm­lung steht. Die­se Com­pi­la­ti­on be­frie­digt all je­ne Pop- Fans, die von ei­nem Blues- Gi­tar­ris­ten er­war­ten, dass er ge­fühl­voll die Sai­ten wim­mern lässt. Die um zwei CDs er­wei­ter­te Li­mi­ted- Edi­ti­on lohnt sich auch für Blues­Fans, weil 15 Live- Tracks dar­auf do­ku­men­tie­ren, wie groß­ar­tig Ga­ry Moo­re sei­ne Sän­ger- Schwä­chen mit der Gi­tar­re über­spiel­te.

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