Tape- Decks, DAT und Kin­der im Was­ser

Stereoplay - - Vor 30 Jahren -

Ein Vor­teil der mon­tier­ten Auf­mach­erfo­tos war, dass die Ku­lis­sen, in die man die Test­ge­rä­te „ stell­te“, nun exo­ti­scher aus­fal­len konn­ten. Den­noch ist der Ta­peDeck- Auf­ma­cher al­les an­de­re als pa­ra­die­sisch. Man muss der Re­dak­ti­on hoch an­rech­nen, dass sie für al­le ge­tes­te­ten Kas­set­ten- Decks Au­dio- Kas­set­ten emp­fahl. Beim Le­sen die­ser Emp­feh­lun­gen je­doch kann ei­nem schwin­de­lig wer­den. Wie dem auch sei: Test­sie­ger war das Pioneer CT 737, das mit 800 DM fast ge­nau in der Mit­te des Test­felds lag. Auf­wen­dig war auch der Feld­ver­such mit DAT- Re­kor­dern. So zeich­ne­ten die Re- dak­teu­re in den Stutt­gar­ter Stu­di­os des Süd­deut­schen Rund­funks zwei Flü­gel und spä­ter noch Mu­sik auf ei­nem Stadt­fest auf. Die Leh­re: Man braucht mehr als nur gu­tes Equip­ment, um gu­te Auf­nah­men zu ma­chen. Zum Bei­spiel muss man wis­sen, wo und wie man wel­che Mi­kro­fo­ne plat­ziert. Mal eben ein Kon­zert in gu­ter Qua­li­tät mit­zu­schnei­den ist un­mög­lich. Zum Nach­den­ken reg­te ei­ne Ma­gna­tWer­bung an. Ei­ne Stand­box im Hal­len­bad: vor­ne im Was­ser männ­li­che, im Bild­hin­ter­grund weib­li­che Te­enager. Wir ge­ben zu: Der Sinn er­schließt sich uns nicht. Ih­nen?

Kopf­schmer­zen beim Le­sen, Stress beim Kon­zert­mit­schnitt und Wer­bung, die Fra­gen auf­wirft: ste­reo­play 8/ 1988.

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