Kom­ple­xe Last, Dämp­fungs­fak­tor

Stereoplay - - Test- Serie 80 Db -

Bis­her ha­ben wir die Im­pe­danz als xe Grö­ße an­ge­nom­men, doch bei rea­len Laut­spre­chern schwankt die­se gleich auf zwei­fa­che Wei­se.

Zum ei­nen ist der Wi­der­stands­wert fre­quenz­ab­hän­gig und weist Mi­ni­ma und Ma­xi­ma auf. Wie für die Strom­auf­nah­me ist die schwan­ken­de Im­pe­danz aber auch für das to­na­le Er­geb­nis von Be­lang. Näm­lich im­mer dann, wenn der Ver­stär­ker an ver­schie­de­nen Las­ten den Pe­gel nicht kon­stant hält, was oft bei Amps mit Aus­gangs­über­tra­gern ( et­wa Röh­ren) oder im Hoch­ton bei re­du­zier­ter Ge­gen­kopp­lung ( et­wa bei Schalt­ver­stär­kern) auf­tritt. Der In­nen­wi­der­stand des Ver­stär­kers und der so­ge­nann­te Sen­ken­wi­der­stand des Laut­spre­chers bil­den näm­lich ei­nen ( fre­quenz­ab­hän­gi­gen) Span­nungs­tei­ler, das Ver­hält­nis der Im­pe­dan­zen nennt man Dämp­fungs­fak­tor. In Fre­quenz­be­rei­chen mit nied­ri­ger Im­pe­danz ( ty­pisch: Ober­bass/ Grund­ton) fällt dann der Pe­gel ab, in Be­rei­chen mit ho­her Im­pe­danz ( ty­pisch: Prä­senz oder Über­gangs­be­reich Mit­tel-/ Hoch­ton) ist die Box zu laut. Das Re­sul­tat: Ver­fär­bun­gen.

Pe­gel­schwan­kun­gen

Da­mit die­se Schwan­kun­gen nicht stö­rend wer­den, soll­te bei hö­he­rem In­nen­wi­der­stand des Amps ( bzw. nied­ri­ge­rem Dämp­fungs­fak­tor) die Schwan­kung in der Bo­xen­im­pe­danz zwi­schen 100 und 5000 Hz nicht zu groß wer­den oder ei­ne Box mit hö­he­rer Im­pe­danz ge­wählt wer­den. Dies ist er­reicht, wenn sich die gel­ben Bal­ken von Amp und Box be­rüh­ren oder über­lap­pen. Ide­al sind hier im­pe­danz­kor­ri­gier­te Bo­xen.

Kom­ple­xe Im­pe­danz

Zu­sätz­lich zur Schwan­kung des Wi­der­stands- Re­al­teils wei­sen Laut­spre­cher auch ei­ne so­ge- nann­te Blind­kom­po­nen­te in der Last auf. Dies sind Tei­le des Sys­tems, die sich wie Spu­len oder Kon­den­sa­to­ren ver­hal­ten und die zeit­li­che Kon­gru­enz von Strom und Span­nung bzw. de­ren Pha­se ver­schie­ben. Un­se­re Mes­sung be­rück­sich­tigt dies bei der Mu­sik­leis­tung bzw. der ma­xi­ma­len Strom­stär­ke.

Er­satz­schalt­bild des Amps ( oh­ne sei­nen In­nen­wi­der­stand) mit Ka­bel und Laut­spre­cher ( oh­ne Wei­che). In der Pra­xis ma­chen Wei­che und Bassab­stim­mung die Last noch kom­ple­xer und dre­hen die Pha­se.

Lux­man MQ300: Die nicht eben star­ke Triode ist mit ei­nem Über­tra­ger mit drei Ab­grif­fen kom­bi­niert, der das Strom/ Span­nungs- Ver­hält­nis wie die Dämp­fung wahl­wei­se für 4-, 8- oder 16- Ohm- Bo­xen op­ti­miert.

Be­trag ( schwarz) und Pha­se ( grün) der kom­ple­xen Last wer­den er­mit­telt. Mi­ni­mum und Ma­xi­mum be­stim­men den gel­ben Del­ta- Bal­ken.

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