EAT Jo No. 5

Mal was ganz an­de­res: EAT legt ein neu­es MC- Sys­tem auf. Im wuch­ti­gen Kor­pus und nicht min­der ein­drucks­vol­ler Far­be.

Stereoplay - - Inhalt 8/ 2018 - Andre­as Gün­ther

Huh – das ist doch mal ei­ne mu­ti­ge Far­be. Das Eu­ro­pean Au­dio Team ( EAT) legt sei­nen neu­en Ton­ab­neh­mer in Mint- Grün auf. Da braucht es Mut da­zu. Auch beim End­kun­den. Ob­wohl: Wir ha­ben den Jo No. 5 an ei­nen sil­ber­nen so­wie ei­nen schwar­zen Ton­arm mon­tiert – das sah rich­tig gut aus, das ver­lieh dem Plat­ten­spie­ler ei­nen ganz neu­en Charme. Die Ab­sicht woll­te es auch, dass die Fir­men­che n Jo­ze­fí­na Lich­te­negger die­sen Ton­ab­neh­mer auf der Hig­hEnd- Mes­se in ei­nem farb­lich per­fekt ab­ge­stimm­ten Kleid, eben­falls in Mint- Grün, prä­sen­tier­te. Mar­ke­ting- Stra­te­gen wür­den da von ei­ner Cor­po­ra­te Iden­ti­ty spre­chen.

Zu­dem er­freu­ten wir uns an ei­ner an­de­ren Äu­ßer­lich­keit: Der Jo No. 5 kommt in ei­ner ed­len Scha­tul­le aus mas­si­vem Holz da­her. Als ob ein Ju­we­lier ei­nen Dia­man­ten ver­packt hät­te. Doch las­sen wir Far­be und Ver­pa­ckung bei­sei­te. Kann der Jo No. 5 uns tech­nisch wie klang­lich be­glü­cken? Zu­erst soll­te ein kom­men­der Be­sit­zer auf das Ge­wicht ach­ten – das mit 15 Gramm recht hoch liegt. Wir muss­ten das Ge­gen­ge­wicht auf un­se­rem Ton­arm recht weit her­aus­dre­hen. Kein Pro­blem da­ge­gen bei der An­pas­sung an die Pho­no­vor­stu­fe, no­mi­nell bie­tet der Jo No. 5 als MC- Sys­tem 0,3 mV an.

Als ers­te schwar­ze Schei­be lie­ßen wir die Ge­samt­auf­nah­me von Mo­zarts „ Don Gio­van­ni“un­ter Sir Ge­org Sol­ti ro­tie­ren. Schon die Ou­ver­tü­re strahlt düs­te­re Pracht aus. Der Jo No. 5 zeig­te die an­spruchs­vol­le Ba­lan­ce aus Fein­dy­na­mik und har- mo­ni­schem Ge­fü­ge. Oder di­rek­ter: Hier stimm­ten Dri­ve und Dra­ma­tik. Da­zu ei­ne kon­tur­star­ke Stimm­ab­bil­dung. Wenn im Fi­na­le der Com­men­da­to­re den Lüst­ling in die Höl­le zerrt, da brach­te der Jo No. 5 fas­zi­nie­ren­de Hoch­dy­na­mik an die Mem­bra­nen. Dann das neue Re­mas­te­ring von „ Sgt Pep­per“: Wie­der ge el die Fein­au ösung, mit der der Jo No. 5 zu Wer­ke schritt. Das war leicht­gän­gig, nir­gends der Hauch ei­ner An­stren­gung. Ge­ra­de­zu ful­mi­nant auch die Prä­senz der Bass­läu­fe. Hier wird bes­tes Ana­log- Fee­ling in­sze­niert.

Edel rund­um: Auch bei der Scha­tul­le liebt EAT die gro­ße Ins­ze­nie­rung – das Jo No. 5 kommt in mas­si­vem Holz da­her.

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