Aus­gangs­stu­fen in Sing­le- En­ded- Röh­ren­ver­stär­kern

Stereoplay - - Spezial / Röhrenverstärker -

Prin­zi­pi­ell gibt es fünf Schal­tun­gen für Leis­tungs­stu­fen von Röh­ren­ver­stär­kern, die auf Ein­tak­ter und Ge­gen­tak­ter an­wend­bar sind. In der Pra­xis sind drei er­wäh­nens­wert: 1) Die Stan­dard- Über­tra­ger­kopp­lung ( meist an­ge­wen­det) be­sitzt im Ein­takt­be­trieb den Nach­teil, dass der Über­tra­ger durch den Ru­he­strom vor­ma­gne­ti­siert wird. 2) Im so­ge­nann­ten Par­al­lelFeed- Be­trieb wird der Anode ei­ne gro­ße In­duk­ti­vi­tät vor­ge­schal­tet und der Über­tra­ger gleich­strom­frei über ei­ne Ka­pa­zi­tät an­ge­kop­pelt. „ Pa­raFeed“be­sitzt vie­le Vor­tei­le, kommt aber we­gen viel­leicht über­trie­be­ner Vor­ur­tei­le ge­gen den nö­ti­gen grö­ße­ren Kon­den­sa­tor im Si­gnal­weg kaum zur An­wen­dung. 3) Als noch bes­se­re Op­ti­on kann man die er­wähn­te Spu- le durch ei­ne mög­lichst hoch­o­mi­ge Kon­stant­strom­quel­le mit FETs er­set­zen, was die Röh­re wei­ter li­nea­ri­siert, al­so die Ver­zer­run­gen stark min­dert. Au­ßer­dem än­dert sich die Im­pe­danz der Kon­stant­strom­quel­le nicht ( wie bei der Spu­le) mit der Fre­quenz, die Leis­tungs­aus­beu­te ist ähn­lich gut wie bei der nor­ma­len Über­tra­ger- Kopp­lung, die Brum­mun­ter­drü­ckung ist ex­or­bi­tant. Das funk­tio­niert nur mit Tri­oden(- Schal­tung) und setzt ak­ti­ve Git­ter­vor­span­nungs­er­zeu­gung vor­aus. Im Leo kommt ei­ne aus­ge­fuchs­te er­wei­ter­te und in­zwi­schen pa­ten­tier­te Va­ri­an­te die­ser To­po­lo­gie zum Ein­satz.

Auf den Kühl­rip­pen sit­zen die FETs der Strom­quel­le, dar­über wur­de der höchst kom­pak­te Ring­kern- Über­tra­ger mon­tiert.

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