FDP muss ne­ben AfD sit­zen

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 6 POLITIK - Nif

Ber­lin – Der Streit um die Sitz­ord­nung im neu­en Bun­des­tag ist vor­erst bei­ge­legt. Der so­ge­nann­te Voräl­tes­ten­rat ver­stän­dig­te sich am Frei­tag un­ter Lei­tung des schei­den­den Par­la­ments­prä­si­den­ten Nor­bert Lam­mert (CDU) dar­auf, dass die FDP-Frak­ti­on in der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung am 24. Ok­to­ber die Plät­ze zwi­schen der Uni­on und der AfD ein­neh­men wird. Das teil­te Lam­mert, der dem neu ge­wähl­ten Bun­des­tag nicht mehr an­ge­hört, in Ber­lin mit. Die An­ord­nung ist so­mit die­sel­be wie für die letz­te Bun­des­ver­samm­lung zur Wahl ei­nes neu­en Bun­des­prä­si­den­ten An­fang 2017. Die FDP hat­te es zu­nächst ab­ge­lehnt, ne­ben der AfD zu sit­zen, und auf an­de­re Sitz­ord­nun­gen in ei­ni­gen Lan­des­par­la­men­ten ver­wie­sen. Sie be­hält sich vor, die­se Fra­ge nach der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung er­neut auf­zu­wer­fen. Al­ler­dings bräuch­te sie für ei­ne Än­de­rung ei­ne Mehr­heit der Ab­ge­ord­ne­ten, was un­rea­lis­tisch ist. Die Plät­ze in der ers­ten Rei­he tei­len sich so auf: Uni­on fünf, SPD drei, FDP und AfD je zwei, Grü­ne und Lin­ke je ein Platz. Noch nicht ent­schie­den ist die Zahl der Vi­ze­prä­si­den­ten. Si­cher ist, dass je­de Frak­tio­nen ei­nen Vi­ze stel­len wird; die SPD er­wägt, ei­nen zwei­ten zu be­an­tra­gen. Die Uni­on wird in Gestalt von Wolf­gang Schäu­b­le vor­aus­sicht­lich auch den Prä­si­den­ten stel­len.

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