Er­in­ne­rung an Sta­lin-Op­fer

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - POLITIK -

Mos­kau – Hun­der­te Mos­kau­er ha­ben am Sonn­tag vor der Zen­tra­le des rus­si­schen Ge­heim­diens­tes der Op­fer des Ter­rors un­ter So­wjet­dik­ta­tor Jo­sef Sta­lin ge­dacht. Meh­re­re St­un­den lang la­sen Bür­ger­recht­ler und Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge die Na­men und Bio­gra­fi­en der et­wa 40 000 Men­schen vor, die al­lei­ne in Mos­kau vor 80 Jah­ren ge­tö­tet wor­den wa­ren „Sie wur­den im Ge­hei­men er­schos­sen, wir er­in­nern öf­fent­lich an sie“, sag­te Je­le­na Schem­ko­wa von der rus­si­schen Men­schen­rechts­grup­pe Me­mo­ri­al. 1937 hat­ten die Ver­fol­gun­gen in der So­wjet­uni­on ih­ren Hö­he­punkt er­reicht. Et­wa 1,5 Mil­lio­nen Men­schen wur­den als an­geb­li­che Volks­fein­de, Ver­rä­ter oder Spio­ne ver­haf­tet, rund 700 000 wur­den hin­ge­rich­tet. An die­sem Mon­tag fin­det der of­fi­zi­el­le Ge­denk­tag statt. Dann soll un­ter An­we­sen­heit von Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin die mo­nu­men­ta­le „Mau­er der Trau­er“ein­ge­weiht wer­den, die an die Op­fer er­in­nert.

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