Zei­tun­gen aus Russ­land, der Slo­wa­kei und aus der Schweiz be­fas­sen sich mit der Ent­schei­dung von Do­nald Trump, Je­ru­sa­lem als Haupt­stadt von Is­ra­el an­zu­er­ken­nen:

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - MEINUNG -

„Mit sei­nem Vor­ge­hen er­füllt Trump ei­nes sei­ner wich­tigs­ten Wahl­ver­spre­chen, stärkt gleich­zei­tig die stra­te­gi­sche Al­li­anz mit Is­ra­el und si­chert sich die Un­ter­stüt­zung der ein­fluss­rei­chen jü­di­schen Lob­by in den USA. Das könn­te das end­gül­ti­ge Schei­tern des Frie­dens­pro­zes­ses im Na­hen Os­ten be­deu­ten. Gleich­zei­tig könn­te es aber auch zu ei­ner Stär­kung Irans füh­ren, der dar­in ei­ne neue Chan­ce sieht, sich als Haupt­be­schüt­zer der Pa­läs­ti­nen­ser zu se­hen.“ „Aus his­to­ri­scher Sicht er­scheint die Ent­schei­dung von Do­nald Trump rich­tig. Aber sie ist es nicht. Aus ganz ein­fa­chem Grund: His­to­ri­sche Ar­gu­men­te ge­hö­ren in die His­to­rie, ih­re Re­le­vanz für das rea­le Le­ben der Ge­gen­wart ist be­grenzt. Und die Rea­li­tät ist eben so, dass Je­ru­sa­lem hei­li­ge Stadt meh­re­rer Re­li­gio­nen und Sym­bol meh­re­rer mo­der­ner Na­tio­na­lis­men ist, die da­für be­reit zum Blut­ver­gie­ßen sind.“ „So schön Trump sein ex­plo­si­ves Weih­nachts­ge­schenk zu ver­pa­cken ver­such­te, die­se his­to­ri­sche Wen­de in der ame­ri­ka­ni­schen Au­ßen­po­li­tik ist nicht nur für die ge­sam­te mus­li­mi­sche Welt schmerz­haft, son­dern ent­frem­det auch die eu­ro­päi­schen Part­ner wei­ter von Wa­shing­ton.“

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