Hil­fe für Li­by­en

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - POLITIK -

Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat am Don­ners­tag in Ber­lin den li­by­schen Pre­mier Fay­ez al-Sar­raj ge­trof­fen, um mit ihm über die La­ge der Flücht­lin­ge in dem nord­afri­ka­ni­schen Land zu spre­chen. Sie for­der­te ihn auf, in­ter­na­tio­na­len Flücht­lings­or­ga­ni­sa­tio­nen noch stär­ker als bis­her Zu­gang zu Flücht­lings­la­gern zu ge­wäh­ren, sie soll­ten dort auch den Be­trieb über­neh­men. Das schaf­fe Trans­pa­renz, sag­te Mer­kel. Ei­ne „ge­wis­se Öff­nung“sei zu er­ken­nen. Beim EU-Afri­ka-Gip­fel in Abid­jan vor gut ei­ner Wo­che hat­te Mer­kel ei­nen in­ter­na­tio­na­len Ak­ti­ons­plan mit aus­ge­han­delt, nach­dem Be­rich­te über Skla­ve­rei ein Schlag­licht auf die Si­tua­ti­on der Flücht­lin­ge ge­wor­fen hat­ten. Li­by­en ist ein Tran­sit­land für Flücht­lin­ge, die über das Mit­tel­meer in die EU ge­lan­gen wol­len. Mer­kel wol­le si­cher­stel­len, dass auf dem Meer auf­ge­grif­fe­ne Flücht­lin­ge un­ter Auf­sicht in­ter­na­tio­na­ler Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen ins Land zu­rück­ge­bracht wer­den. Fay­ez al-Sar­raj be­ton­te, sein Land sei of­fen für Hil­fe. Es sei aber nicht al­lein „Li­by­ens Ver­ant­wor­tung“, mit den Pro­ble­men um­zu­ge­hen. Mer­kel stell­te ne­ben fi­nan­zi­el­ler Hil­fe ein Wirt­schafts­ab­kom­men in Aus­sicht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.