Bil­dungs­kri­ti­ker Jo­sef Kraus ge­ehrt

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - FEUILLETON -

Jo­sef Kraus, der lang jäh­ri­ge Prä­si­dent des Deut­schen Leh­rer­ver­ban­des, ist Trä­ger des dies­jäh­ri­gen Deut­schen Sprach­prei­ses. Kraus ha­be, so die Ju­ry, in sei­nen Me­dien­bei­trä­gen und Bü­chern die deut­sche Bil­dungs­po­li­tik „mit um­fas­sen­der Sach­kennt­nis scho­nungs­los ana­ly­siert“. So sei Kraus „zum viel be­ach­te­ten, oft ge­fürch­te­ten Kri­ti­ker“die­ser Bil­dungs­po­li­tik ge­wor­den. Be­reits 1993 kri­ti­sier­te Kraus die Recht­schreib­re­form, for­der­te ei­ne Aus­wei­tung des Deutsch­un­ter­richts zur Stär­kung der Bil­dung und grün­de­te 2005 die „Ak­ti­on Le­ben­di­ges Deutsch“, die sich ge­gen ei­ne Ang­li­sie­rung des Deut­schen rich­te­te. Er wand­te sich ge­gen die so­ge­nann­te „Gen­der­spra­che“und die „Ein­fa­che Spra­che“und üb­te Sprach­kri­tik an der Spra­che der „Gut­päd­ago­gen“. Jo­sef Kraus wur­de 1949 im ober­baye­ri­schen Kip­fen­berg ge­bo­ren. Ab 1980 war er Gym­na­si­al­leh­rer für Deutsch und Sport in Lands­hut.

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