Michal Elia Ka­mal

Sueddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - 16 FEUILLETON - Rein­hard j. brem­beck

Schlag­ar­tig ist man im Ori­ent, in dem von Krie­gen er­schüt­ter­ten von heu­te wie dem un­fried­li­chen zu Zei­ten Hârûn ar-Rachîds. Die dunk­le, raue und me­lan­cho­li­sche Stim­me der Sän­ge­rin Michal Elia Ka­mal ima­gi­niert ei­ne raf­fi­nier­te, schon im­mer un­ter­ge­hen­de Welt, in der sich Ju­den, Ara­ber und Chris­ten so gern an die Gur­gel ge­hen, wie sie sich in der Mu­sik in­spi­rie­ren. Michal Elia Ka­mal stammt von ira­ni­schen Ein­wan­de­rern ab, wur­de in Tel Aviv ge­bo­ren und ist in Istan­bul an­säs­sig. Da ge­riet sie an das „Pe­ra En­sem­ble“, mit dem sie vor ei­nem Jahr beim Hei­del­ber­ger Früh­ling mit dem Pro­gramm „Je­ru­sa­lem“auf­trat, das Kon­zert ist auf CD bei Glos­sa er­schie­nen. Jü­di­sche, ara­bi­sche, os­ma­ni­sche und mit­tel­al­ter­lich-spa­ni­sche Stü­cke kom­men hier zu­sam­men – aber Ka­mals Stim­me ist der Tri­umph.

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