Der Mann und das Meer

Ver­gan­ge­nes Jahr hat Bo­ris Herr­mann die Kli­maak­ti­vis­tin Gre­ta Thun­berg nach New York ge­se­gelt. Nun be­rei­tet er sich auf die bru­tals­te Ein­hand-Re­gat­ta der Welt vor

Suddeutsche Zeitung Deutschland-Ausgabe - - Gesellscha­ft 49 - Von karl fors­ter

Drei­mal auf die­ser Rei­se wird Bo­ris Herr­mann ei­nen Schluck aus der Pul­le neh­men. Drei­mal wird er den Duft fei­nen schot­ti­schen Ta­lis­kerWhis­kys ge­nie­ßen, der aus der klei­nen Fla­sche strömt. Drei­mal wird er den auf der Back­bord­sei­te sei­ner Yacht in der Fer­ne zu er­ah­nen­den Land­mar­ken zu­pros­ten. Dies wird ge­sche­hen am Kap der Gu­ten Hoff­nung, dem süd­west­lichs­ten Punkt Afri­kas; am Kap Lee­uwin von Aus­tra­li­en, wo der In­di­sche Oze­an ins Süd­po­lar­meer über­geht; und am Kap Ho­orn, dem äu­ßers­ten Zip­fel Süd­ame­ri­kas, von dem es heißt: Un­ter­halb des 40. Brei­ten­gra­des gibt es kein Ge­setz; und süd­lich des 50. Brei­ten­gra­des gibt es kei­nen Gott. Kap Ho­orn liegt auf 55 Grad 58 Mi­nu­ten Süd. Seit Jahr­hun­der­ten ist die­ses Kap der Schre­cken der See­leu­te. Da könn­te gött­li­cher Bei­stand nicht scha­den.

Mit sechs Jah­ren setz­ten sei­ne El­tern ihn zum ers­ten Mal in ein Se­gel­boot. Der Jun­ge lä­chel­te

Doch Bo­ris Herr­mann kennt die Ge­gend. Er ist schon drei Mal mit un­ter­schied­li­chen Yach­ten um die Welt, al­so auch um Kap Ho­orn ge­se­gelt, im­mer auf der Jagd nach Sieg und Re­kord. Wenn er nun un­ge­fähr zum Jah­res­wech­sel sei­ne Whis­ky­fla­sche hier zum drit­ten Mal öff­net, kommt der Wind mit et­was Glück von ach­tern, er hat dann die schlimms­ten Pas­sa­gen hin­ter und nur noch den At­lan­tik vor sich auf der här­tes­ten, bru­tals­ten, be­rühm­tes­ten Ein­hand-Re­gat­ta des Se­gel­sports, dem Ven­dée Glo­be Race.

Bo­ris Herr­mann, vor 39 Jah­ren in Ol­den­burg ge­bo­ren und heu­te in Ham­burg zu Hau­se, hat so gar nichts See­bä­ri­ges an sich. Nichts von ei­nem Käpt’n Ahab, der das Meer hass­te; nichts von ei­nem See­wolf, wie ihn Jack Lon­don be­schrieb. Es ist ihm nicht wich­tig, ob er, wie die­ser, ei­ne ro­he Kar­tof­fel mit der Hand zer­drü­cken könn­te, wich­tig ist ihm viel­mehr, die kom­ple­xe Tech­nik ei­ner gut 18 Me­ter lan­gen, er­staun­lich leich­ten und ex­trem schnel­len Ren­n­yacht zu be­herr­schen. Und noch viel wich­ti­ger ist ihm, die Mensch­heit vor der zer­stö­re­ri­schen Kraft des Kli­ma­wan­dels zu war­nen, die er auf See im­mer deut­li­cher zu spü­ren be­kommt; wenn zum Bei­spiel im Süd­po­lar­meer die Eis­ber­ge weit nörd­li­cher auf­tau­chen, als sie ei­gent­lich dürf­ten. Des­we­gen hat er ein Se­gel­pro­jekt ins Le­ben ge­ru­fen, mit dem er Kin­der für sol­che Pro­ble­me sen­si­bi­li­sie­ren will.

Und des­we­gen hat er vor ei­nem Jahr zu­sam­men mit sei­nem Freund und Part­ner Pier­re Ca­si­raghi mit sei­ner Yacht die Um­welt­ak­ti­vis­tin Gre­ta Thun­berg von Eu­ro­pa nach New York ge­schip­pert. In die­sen gut zwei Wo­chen hat­te man viel Zeit für Ge­sprä­che. Und Bo­ris Herr­mann war, so er­zählt er es im­mer wie­der, „tief be­ein­druckt von der Ernst­haf­tig­keit“, mit der die jun­ge Schwe­din ihm ihr An­lie­gen na­he­brach­te. So heißt die­se Yacht jetzt nicht mehr Ma­li­zia („Der Ge­schick­te“oder auch „Der Ge­ris­se­ne“), son­dern Sea Ex­plo­rer. Auf dem Vor­se­gel steht seit­her ge­schrie­ben: „A race we must win“. Und Bo­ris Herr­mann meint da­mit nicht das Ren­nen rund um den Glo­bus, son­dern, viel wich­ti­ger: das Ren­nen um die Zu­kunft des Pla­ne­ten.

Se­geln hat Bo­ris Herr­mann schon als Kind ge­lernt. Oder noch frü­her. Sei­ne El­tern schip­per­ten lei­den­schaft­lich ger­ne mit ih­rem Stahl-Jol­len­kreu­zer über den Ja­de­bu­sen vor Wil­helms­ha­ven. Bo­ris Herr­mann schreibt in sei­nem Buch „Non­stop“(De­li­us-Kla­sing-Ver­lag): „Mir wur­de das Meer in die Wie­ge ge­legt. Oder ge­nau­er: Das Meer war mei­ne Wie­ge.“

Die El­tern Herr­mann setz­ten den Kn­a­ben mit sechs Jah­ren in ei­nen Op­ti­mis­ten, ein kas­ten­för­mi­ges Se­gel­boot, das welt­weit zum kind­ge­rech­ten Ein­stieg ins Seg­ler­le­ben dient. Es gibt dann, eben­falls welt­weit, zwei Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der der Klei­ne steigt nach den ers­ten Ma­nö­vern schrei­end aus und be­schließt, nie wie­der ei­nen Fuß auf schwim­men­de Plan­ken zu set­zen; oder er lä­chelt. Bo­ris lä­chel­te.

Er durch­lief die ty­pi­sche Lauf­bahn ei­nes Jungs­eg­lers und wur­de dann Pro­fi. Die Lis­te der Off­s­hore-Re­gat­ten, die Bo­ris Herr­mann auf dem Weg zum Olymp, der Mit­glied­schaft im Ver­ein der Ven­dée-Glo­be-Skip­per, ab­sol­vier­te, ist be­ein­dru­ckend. Von der Mi­ni-Tran­sat 2001, al­lein auf ei­nem nur 6,50 Me­ter lan­gen Boot von der fran­zö­si­schen At­lan­tik­küs­te über Lan­za­ro­te nach Bra­si­li­en, bis zum Ein­han­dKlas­si­ker Rou­te du Rhum 2018 von St. Ma­lo nach Gua­de­lou­pe. Ein­hand­se­geln be­deu­tet: al­lein mit sich, mit dem Boot, ei­ne Hand für den Mann, ei­ne Hand fürs Boot. All die­se Ren­nen wa­ren Lehr­stun­den und dien­ten nur ei­nem Ziel: der Qua­li­fi­ka­ti­on zur Teil­nah­me an die­ser Ven­dée-Glo­be-Re­gat­ta.

23 000 See­mei­len oh­ne Pau­se, 70, 80 Ta­ge auf dem Schiff oh­ne ei­nen Schritt an Land

Wenn er, wie un­längst, per Vi­deo beim Ham­bur­ger Ver­ein See­fahrt von sei­nem Seg­ler­le­ben und sei­nen Plä­nen er­zählt, wirkt Bo­ris Herr­mann eher wie ein ge­ra­de er­wach­sen ge­wor­de­ner Spitz­bub. Der ge­pfleg­te Bart um­rahmt das fröh­li­che Ge­sicht, ein Käp­pi mit gro­ßem Schirm bän­digt das Strub­bel­haar. Na­he­zu druck­reif spricht er ein­ein­halb St­un­den lang von tech­ni­schen Fein­hei­ten sei­nes Schif­fes, von der gera­de­zu wahn­wit­zi­gen Ent­wick­lung die­ses Sports dank der „Foils“, der Trag­flü­gel links und rechts des Rump­fes, die es er­lau­ben, dass sich sein ton­nen­schwe­res Boot bis zu drei­mal schnel­ler „über“Was­ser be­wegt, als der Wind weht. Und was es heißt, die­se High­tech-Renn­ma­schi­ne ganz al­lei­ne um die Welt zu ja­gen. Er könn­te das üb­ri­gens ge­nau­so auch in Eng­lisch oder Fran­zö­sisch.

„Ein­hand um die Welt“heißt: mehr als 23 000 See­mei­len oh­ne Pau­se, 70, 80 Ta­ge auf dem Schiff oh­ne ei­nen Schritt an Land. Kon­takt mit der Welt nur über Sa­tel­li­ten­vi­deo, wenn es denn funk­tio­niert. Ein­hand be­deu­tet auch: 24 St­un­den Kon­zen­tra­ti­on, Wa­che, Na­vi­ga­ti­on, Se­gel­t­rimm. Schla­fen im Halb­stun­den­takt. Ta­ge- und näch­te­lang im was­ser­dich­ten Öl­zeug. Sturm, Flau­te, Hit­ze, Käl­te. Und weil das Gan­ze ei­ne Re­gat­ta

ist: Ent­schei­dungs­stress. Stim­men die gro­ßen Wet­ter­sys­te­me noch in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels? Wo ist der Wind am bes­ten? Wo bremst die Strö­mung? Kür­ze­rer Weg oder bes­se­rer Wind­win­kel? Ein Feh­ler kann töd­lich sein.

Der bre­to­ni­sche Ha­fen Port la Forêt, wo sich die Ven­dée-Seg­ler al­le vier Jah­re auf das Ren­nen vor­be­rei­ten, lie­ge, so sagt man, im „Val­lée des fous“, im Tal der Ver­rück­ten. Bo­ris Herr­mann, ver­hei­ra­tet und seit ei­ni­gen Mo­na­ten auch Va­ter ei­ner Toch­ter, ist ei­ner da­von.

Start und Ziel für die 33 ge­mel­de­ten Boo­te aber lie­gen in der Bucht von Les Sa­blesd’Olon­ne, gut 300 Ki­lo­me­ter süd­lich des Hoch­see­se­gel-Trai­nings­zen­trums im „Val­lée des fous“, vor ei­nem ei­gent­lich be­schau­li­chen Fi­scher­städt­chen, das je­den Som­mer zum zweit­größ­ten Ba­de­ort Frank­reichs wächst. Im Wap­pen trägt es ei­nen wei­ßen Drei­mas­ter. Für die Welt der Seg­ler ist Les Sa­bles-d’Olon­ne ein Mek­ka und für Bo­ris Herr­mann der Ort, an dem sein Traum Rea­li­tät wer­den soll: als ers­ter Deut­scher bei der le­gen­dä­ren Ven­dée Glo­be zu star­ten. Die Fla­sche mit dem Ta­lis­kerWhis­ky will an Bord der Sea Ex­plo­rer gut ver­staut sein. Yacht und Fla­sche wer­den bis zum ers­ten Schluck ei­ni­ges aus­zu­hal­ten ha­ben. Schon über Land wä­ren es fast 13 000 Ki­lo­me­ter bis zum ers­ten Kap bei Kap­stadt. Der Weg über See ist deut­lich län­ger. Er führt durch den sturm­ge­fähr­de­ten Golf von Bis­ka­ya über die ner­ven­auf­rei­ben­den Flau­ten der Doldrums na­he dem Äqua­tor bis Süd­afri­ka, dort­hin, wo der At­lan­tik in den In­di­schen Oze­an über­geht. Am 8. No­vem­ber geht es los.

Ein ers­tes Vier­tel. Das zwei­te ist nicht min­der an­stren­gend. 5400 See­mei­len durch den In­di­schen Oze­an bis zur Süd­west­spit­ze Aus­tra­li­ens. Ein Ge­wäs­ser, das be­rüch­tigt ist für sei­ne Wet­ter­ka­prio­len mit den tü­cki­schen Squalls, die­sen plötz­li­chen ge­fähr­li­chen Re­gen-, Ge­wit­ter- und Sturm­nes­tern, nicht sel­ten mit Or­k­an­stär­ke.

Da ging schon man­cher Mast zu Bruch.

Dann aber wird es wirk­lich ernst: Die Seg­ler müs­sen auch dies­mal wie­der vor­bei am „Punkt Ne­mo“, dem „pa­zi­fi­schen Pol der Un­zu­gäng­lich­keit“, je­ner Stel­le im Pa­zi­fik, die am wei­tes­ten von Fest­land oder In­seln ent­fernt ist: 1451 See­mei­len sind es zum nächst­ge­le­ge­nen Land­fall, den Pit­cairn­in­seln, das sind 2688 Ki­lo­me­ter. Ge­nau­so weit ent­fernt liegt Ma­her Is­land vor der Ant­ark­tis. Soll­te ei­nem der Ven­dée-Schif­fe hier drau­ßen et­was pas­sie­ren, wür­de es weit mehr als ei­ne Wo­che dau­ern, bis ein Ret­tungs­schiff die Stel­le er­reicht. Die Wei­te des Süd­pa­zi­fiks mahnt zur Vor­sicht. „Da kön­nen wir uns nur ge­gen­sei­tig hel­fen“, sagt Bo­ris Herr­mann.

Die Sea Ex­plo­rer in Ak­ti­on. Bei der Welt­um­se­ge­lung ist Bo­ris Herr­mann al­lein an Bord.

Angst? Nein, kei­ne Angst, aber Re­spekt. Und dann schwärmt er von der ab­so­lu­ten Ein­sam­keit die­ses Süd­mee­res, wo sich ei­ne bis zu zehn Me­ter ho­he, end­los lan­ge Dü­nung un­ters Schiff schiebt. Und wo die tech­ni­sche Re­vo­lu­ti­on der Sea Ex­plo­rer mit den Trag­flü­geln wohl am bes­ten funk­tio­nie­ren wird.

Wenn Bo­ris Herr­mann vor den an­däch­tig lau­schen­den han­sea­ti­schen Jungs­eg­lern er­zählt, war­um sein Schiff weit jen­seits der 30 Kno­ten se­geln kann, klingt das zum Teil wie ei­ne Vor­le­sung in Ae­ro­dy­na­mik oder vek­t­o­ri­el­ler Geo­me­trie. Aber Bo­ris Herr­mann hat nichts Ma­the­ma­ti­sches stu­diert, son­dern BWL; in Bre­men, an ei­ner Uni­ver­si­tät, die für die mo­der­ne Leh­re die­ser Dis­zi­plin be­rühmt ge­wor­den ist. „Sol­ches Wis­sen“, sagt Bo­ris Herr­mann heu­te, „kann nicht scha­den, wenn man ein Pro­jekt wie das Ven­dée Glo­be stem­men will.“Da gilt es nicht nur, ein Mil­lio­nen­bud­get zu or­ga­ni­sie­ren und zu ver­wal­ten, son­dern auch ein in­ter­na­tio­na­les 14-köp­fi­ges Team für sei­ne High­tech-Renn­ma­schi­ne zu­sam­men­zu­hal­ten.

Es war da­mals auf der Ren­n­yacht Ma­se­ra­ti, als Bo­ris Herr­mann bei ei­ner Re­gat­ta von Kap­stadt nach Rio ei­nen jun­gen Seg­ler ken­nen und schät­zen lern­te, der für sei­nen Traum von der Ven­dée Glo­be eben­falls von ent­schei­den­der Be­deu­tung wer­den soll­te. Der Mann heißt Pier­re Rai­nier Ste­fa­no Ca­si­raghi, ist Sohn von Prin­zes­sin Ca­ro­li­ne von Han­no­ver und En­kel von Fürst Rai­nier III. von Mo­na­co und Fürs­tin Gra­cia Patri­cia. Bo­ris und Pier­re sind heu­te Part­ner und Freun­de. Und weil der Fürs­te­nen­kel Vi­ze­prä­si­dent des Yacht­clubs von Mo­na­co ist, hat Bo­ris Herr­mann nun die­se 60-Fu­ßYacht im Wert von et­wa sechs­ein­halb Mil­lio­nen Eu­ro zur Ver­fü­gung und ei­nen Kom­pa­gnon, der ihm, wo im­mer es geht, den Rü­cken frei­hält. Die Ma­li­zia II, jet­zi­ge Sea Ex­plo­rer, Mast­hö­he 29 Me­ter und 290 Qua­drat­me­ter Se­gel­flä­che am Wind, liegt, wenn sie nicht ge­se­gelt wird, meist im ganz und gar mon­dä­nen Yacht­club von Mo­na­co, läuft aber un­ter deut­scher Flag­ge und ist in Ham­burg gemeldet.

Schaut man kurz zu­rück auf die Ge­schich­te der Ein­hand-Non­stop-Welt­um­se­ge­lung, ahnt man, was sich hier in den ver­gan­ge­nen De­ka­den ver­än­dert hat. Klar, die ers­te Welt­um­se­ge­lung star­te­te 1519 un­ter

Fer­di­nand Ma­gel­lan und wur­de 1522 nach des­sen Tod un­ter dem Kom­man­do des Spa­ni­ers Juan Se­bas­tián El­ca­no voll­endet. Schiff­fahrt rund um die Welt wur­de zur mer­kan­ti­len und macht­po­li­ti­schen Selbst­ver­ständ­lich­keit. Das ist Schul­stoff. Doch erst von Au­gust 1966 bis Mai 1967 ge­lang es dem (des­we­gen spä­ter zum Sir ge­adel­ten) En­g­län­der Fran­cis Chi­ches­ter, al­lei­ne,

Sei­ne Frau hat kei­ne Angst um ihn, wenn er se­gelt – nur wenn er mit dem Au­to fährt

al­so Ein­hand, die Welt zu um­run­den. Er brauch­te neun Mo­na­te und ei­nen Tag. Da­mals war, ne­ben den nau­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen, auch die Ver­pfle­gung an Bord ein Pro­blem. Heu­te hat Bo­ris „fei­nes Es­sen“aus fran­zö­si­scher Kü­che für 80 Ta­ge da­bei, teils schock­ge­fro­ren, teils va­ku­um­ver­packt. „Und ich wer­de ein paar Ex­tra­por­tio­nen Por­ridge bun­kern.“Sein Lieb­lings­früh­stück, auch da­heim in Ham­burg.

Wie geht es ei­gent­lich sei­ner Frau Bir­te, wenn er auf gro­ßer Fahrt ist? Da lacht Bo­ris Herr­mann und sagt: „Wenn ich seg­le, hat sie kei­ne Angst um mich. Eher schon, wenn ich mit dem Au­to un­ter­wegs bin.“Zum Bei­spiel auf den knapp 1400 Ki­lo­me­tern vom Tal der Ver­rück­ten nach Ham­burg.

Es könn­te al­so sein, dass Bir­te Herr­mann so um Neu­jahr, wenn ihr Mann bei Kap Ho­orn die Whis­ky­fla­sche zum drit­ten Mal öff­net, sich eben­falls ein Glas Wein ein­schenkt, Töch­ter­chen Ma­lou auf dem Schoß. Klei­ne Emp­feh­lung ge­fäl­lig? Es gibt im Ven­dée, dem 85. De­par­te­ment Frank­reichs, das dem Ren­nen sei­nen Na­men gab, ei­nen Öko-Win­zer mit ei­nem köst­li­chen Trop­fen im Pro­gramm na­mens „La Gran­de Piè­ce“. Ein gro­ßes Stück sei­nes Traums hät­te auch Bo­ris Herr­mann dann schon hin­ter sich. Bis zum Ziel in Les Sa­bles-d’Olon­ne sind es von Kap Ho­orn nur noch 7000 Mei­len.

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