Beet­ho­ven trifft auf das Meer

Zum 10. Bach­ad­vent gibt es wie­der ein Mot­to und vie­le Ver­an­stal­tun­gen. Ge­fei­ert wird am ers­ten Ad­vents­wo­chen­en­de

Thüringer Allgemeine (Arnstadt) - - Ilm-kreis - Von Britt Mand­ler

Arn­stadt. „Da sind so tol­le Sa­chen da­bei.“Chris­toph Hodg­son ge­rät ins Schwär­men, wenn er über die Work­shops spricht, die in den ver­gan­ge­nen Wo­chen in Arn­stadt statt­fan­den. Pe­rü­cken wur­den ge­bas­telt und Schif­fe. Die Be­tei­lig­ten steck­ten viel Fan­ta­sie in ih­re Wer­ke. Und kön­nen den Mo­ment, wenn sie die­se live vor­füh­ren, kaum noch er­war­ten.

Am 30. No­vem­ber wird schließ­lich das Ge­heim­nis ge­lüf­tet. Mit Ein­bruch der Dun­kel­heit setzt sich ein Um­zug durch Arn­stadt in Be­we­gung, der den dies­jäh­ri­gen Bach­ad­vent er­öff­net. Mot­to­ge­ber ist dies­mal Lud­wig van Beet­ho­ven, der einst ge­sagt ha­ben soll: „Nicht Bach, Meer soll er hei­ßen“.

Klar, dass zu die­sem Zeit­ge­nos­sen Pe­rü­cken pas­sen. Und der Markt wird im Rah­men ei­nes Street-Art-Pro­jek­tes in Was­ser ver­wan­delt. Auf ihm wird ein Schiff zu se­hen sein, das zum Ab­schluss des Bach­ad­vents am Abend des 2. De­zem­ber in Flam­men auf­ge­hen wird. Auch das hat ei­ne Tra­di­ti­on.

Froh sind Hodg­son und sei­ne Hel­fer, dass das Pro­gramm mitt­ler­wei­le in tro­cke­nen Tü­chern ist. Ge­fei­ert wird in 30 Hö­fen, Kir­chen und öf­fent­li­chen Ge­bäu­den. Vor­weih­nacht­li­che Stän­de wird es dort ge­ben – und je­de Men­ge Kunst vom Kon­zert über den Poe­try Slam bis hin zum Schau­spiel. Auch Feu­er­shows und an­de­re Über­ra­schun­gen gibt es.

Über 150 Ver­an­stal­tun­gen lis­tet die knapp 100-sei­ti­ge In­for­ma­ti­ons­bro­schü­re auf, die pünkt­lich zum Bach­ad­vent am In­for­ma­ti­ons­stand der Ver­an­stal­ter auf dem Markt er­hält­lich sein wird.

Wer kein Pa­pier mit sich her­um­tra­gen möch­te, kann sich wie­der per App von Hof zu Hof lot­sen las­sen. Auch hier sind al­le Ver­an­stal­tungs­or­te ge­lis­tet, die An­fangs­zei­ten der Pro­gram­me und die 300 be­tei­lig­ten Künst­ler.

„Es ma­chen aber na­tür­lich noch viel mehr Leu­te mit“, be­tont Rai­ner Pen­se. Denn oh­ne Eh­ren­amt­ler wä­re der Bach­ad­vent nicht zu stem­men. Hel­fer kön­nen sich noch mel­den – selbst, wenn sie nur ein, zwei Stun­den Zeit ha­ben soll­ten.

Dank­bar ist der Ver­ein Stadt­kern, dass es auch fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zer gibt. Das ist Vor­aus­set­zung da­für, dass ein Groß­teil der Ver­an­stal­tun­gen kos­ten­frei statt­fin­den kann. Ti­ckets wer­den al­ler­dings für das Er­öff­nungs­kon­zert mit dem Thü­rin­ger Bach-Col­le­gi­um, das am 30. No­vem­ber um 18.30 Uhr im Haus zum Palm­baum statt­fin­det, ver­kauft. Auch der Poe­try Slam, der am 30. No­vem­ber um 19 Uhr im Münz­kel­ler aus­ge­tra­gen wird, ist ein­tritts­pflich­tig. Der Vor­ver­kauf für bei­de Ver­an­stal­tun­gen hat so­eben be­gon­nen, so die Ver­an­stal­ter.

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