Län­ger war­ten auf Hand­wer­ker

Fach­kräf­te­man­gel ver­schärft sich

Thüringer Allgemeine (Artern) - - Wirtschaft -

Berlin. Der Fach­kräf­te­man­gel im Hand­werk nimmt im­mer grö­ße­re Aus­ma­ße an – mit wach­sen­den Fol­gen für die Kun­den. „Das Pro­blem hat sich noch wei­ter ver­schärft“, sagt Hand­werks­prä­si­dent Hans Pe­ter Woll­sei­fer. „Das hat zur Fol­ge, dass un­se­re Kun­den im­mer län­ger war­ten müs­sen. Dar­über sind na­tür­lich auch un­se­re Be­trie­be gar nicht froh, denn die wol­len ih­re Auf­trä­ge schnell und gut er­le­di­gen. Be­trof­fen sind in­zwi­schen auch Stamm­kun­den.“Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ha­be fest­ge­stellt, dass im Hand­werk rund 150 000 Fach­kräf­te fehl­ten.

„Aber wir ha­ben sehr vie­le Be­trie­be, die gar kei­ne of­fe­nen Stel­len mehr mel­den“, sag­te Woll­sei­fer. „Des­halb schät­zen wir die Zahl der feh­len­den Fach­kräf­te im Hand­werk auf 200 000 bis 250 000.“Bei Not­fäl­len wie Sturm- oder Was­ser­schä­den kä­men Hand­wer­ker wei­ter schnell. Wer aber sein Dach er­neu­ern will, der müs­se bis zu zwölf Wo­chen war­ten.

„Der Fach­kräf­te­man­gel wird all­mäh­lich zum größ­ten Ri­si­ko für ei­ne Aus­wei­tung der Bau­tä­tig­keit in Deutsch­land“, warn­te Jörg Zeu­ner, Chef­volks­wirt der staat­li­chen Bank KfW. Die KfW rech­net da­mit, dass in die­sem Jahr über 300 000 Woh­nun­gen (2017: 285 000) fer­tig­ge­stellt wer­den. Um die Woh­nungs­not zu be­kämp­fen, müss­ten es Pro­gno­sen zu­fol­ge je­doch bis zu 400 000 Ein­hei­ten sein. (dpa)

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