Über­le­bens­ru­fe aus dem Kel­ler

SPD bot Wil­li Lem­ke in Arn­stadt auf

Thüringer Allgemeine (Bad Langensalza) - - Thüringen - Von Britt Mand­ler und Mar­tin De­bes

Arn­stadt. Der SPD geht es zwar gar nicht gut, in Thü­rin­gen schon gar nicht. Aber das hat Mat­thi­as Hey noch nie da­von ab­ge­hal­ten, ei­nen lo­cker­flo­cki­gen Satz ab­zu­son­dern. Zum Hin und Her (und wie­der Hin) des ge­we­se­nen Kurz­zeit­bun­des­vor­sit­zen­den Schulz teil­te er zum Bei­spiel mit: In Thü­rin­gen sei „die Stim­mung nicht auf Ter­ras­sen­hö­he – son­dern eher un­ten im Kel­ler“. Tusch!

Aber da­für ver­sam­mel­ten sich Hey und an­de­re So­zi­al­de­mo­kra­ten ja ges­tern in dem Arn­städ­ter Lo­kal „Gol­de­ne Hen­ne“.

Dort ver­sucht die Lan­des­par­tei tra­di­tio­nell ascher­mitt­wochs, die Stim­mung über Kel­ler­hö­he zu he­ben – wo­für Hey ei­ni­ge Be­ga­bung be­sitzt. Wenn es im Land­tag lang­wei­lig wird, muss nur der SPD-Frak­ti­ons­chef ans Pult tre­ten, da­mit al­le wie­der auf­wa­chen.

Ne­ben Hey war Wil­li Lem­ke als Red­ner zu der Ver­an­stal­tung ge­la­den. Die SPD stell­te ihn als „UN-Son­der­be­auf­trag­ten und bre­mi­schen Senator a.D.“vor. Doch dürf­te er als Ma­na­ger des SV Wer­der Bre­men und Uli-Ho­en­eß-An­ti­po­de be­kann­ter sein – und als Ur­he­ber ascher­mitt­wochs­taug­li­cher Sprü­che. Die So­zi­al­de­mo­kra­tie ha­be schon mal bes­se­re Ta­ge er­lebt, be­fand er. Um­so wich­ti­ger sei es, das Maul auf­zu­ma­chen, wenn die Par­tei­spit­ze Feh­ler macht.

Wil­li Lem­ke in Arn­stadt. Foto: H.-Pe­ter Sta­der­mann

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