Schnel­le Hil­fe in un­weg­sa­mem Ge­län­de

Eichs­fel­der DRK setzt jetzt Spe­zi­al­quad ein

Thüringer Allgemeine (Eichsfeld) - - Eichsfelder Allgemeine - Von Si­grid Asch­off

An­dré Kunze (29), Gärt­ner aus Hei­li­gen­stadt:

Ich samm­le ge­ra­de mit zwei Kol­le­gen vom Bau­hof Müll auf dem Park­platz des Kran­ken­hau­ses, da­mit es hier für Os­tern wie­der schön aus­sieht. Ich selbst ha­be Be­reit­schaft beim Win­ter­dienst am Wo­che­n­en­de und wer­de am Sonn­tag mit mei­ner Fa­mi­lie Mit­tag es­sen.

Lei­ne­fel­de.

„Heu­te ist ein be­son­de­rer Tag“, sagt Flo­ri­an Blacha, Spre­cher des Drk-kreis­ver­ban­des Eichs­feld. Und es ist in der Tat ei­ner, denn nach lan­ger Vor­be­rei­tungs­zeit und Spon­so­ren­su­che kön­nen die Rot­kreuz­ler nun ihr spe­zi­ell aus­ge­stat­te­tes neu­es Quad vor­stel­len. Ein sol­ches hat bis­lang in Thü­rin­gen nur die Berg­wacht, wenn es dar­um geht, Hil­fe in un­weg­sa­mem Ge­län­de zu leis­ten.

Nun steht es vor Blacha, ein ge­län­de­fä­hi­ges, viel­sei­tig ein­setz­ba­res Fahr­zeug mit me­di­zi­ni­scher Aus­rüs­tung, das zwei Per­so­nen auf­neh­men kann und ei­ne Stra­ßen­zu­las­sung mit Son­der­rechts­aus­rüs­tung hat.

„Der Eichs­feld­kreis hat ei­ne Flä­che von 940 Qua­drat­ki­lo­me­tern, da­zu kommt, dass wir sehr viel land­wirt­schaft­li­che und forst­wirt­schaft­li­che Flä­che ha­ben. Oder den­ken wir an die Stau­ver­sor­gung auf der A 38. Die­se er­folgt über Wirt­schafts­we­ge, die ge­ne­rell nicht ge­räumt wer­den. Und na­tür­lich sind auch Ein­sät­ze mög­lich, wo un­se­re Ret­tungs­fahr­zeu­ge kaum An­fahrts­mög­lich­kei­ten ha­ben, zum Bei­spiel an der Ka­no­nen­bahn zum Os­ter­lauf am heu­ti­gen Sams­tag“, sagt Flo­ri­an Blacha, dem gleich vie­le Ein­satz­mög­lich­kei­ten ein­fal­len. Nicht zu­letzt kann das all­rad­be­trie­be­ne Quad bei me­di­zi­ni­schen Ab­si­che­run­gen hilf­reich sein, wie bei Mo­tor­sport­ver­an­stal­tun­gen. In Zu­sam­men­ar­beit mit der Fir­ma Mo­tor­rad Trapp in Wor­bis, er­zählt Blacha, sei ein Fahr­zeug ent­stan­den, das den An­sprü­chen des DRK Rech­nung tra­ge.

Denn pas­siert bei­spiels­wei­se ei­nem Wan­de­rer oder Cross­läu­fer et­was oder gibt es bei Ar­bei­ten im Wald ei­nen Un­fall, kön­nen mit dem Fahr­zeug schwie­ri­ge Be­rei­che be­wäl­tigt wer­den. Auch als Zu­brin­ger­fahr­zeug für den Not­arzt soll es künf­tig gu­te Di­ens­te leis­ten.

Und dann ist da noch die Son­der­aus­stat­tung. Zu der ge­hö­ren ei­ne Son­der­si­gnal­an­la­ge so­wie ei­ne Trans­port­kis­te, in der un­ter an­de­rem Ret­tungs­de­cken und der Not­fall­ruck­sack Platz fin­den. Eben­falls ab­ge­si­chert ist die Funk­ver­bin­dung wie bei Ret­tungs­wa­gen.

Der­zeit wird das Quad be­schrif­tet, da­mit es als Drk-fahr­zeug er­kenn­bar ist. Im Früh­jahr, so Blacha, sei es ein­satz­be­reit. Und er lässt nicht un­er­wähnt, dass die Fah­rer ei­ne Min­dest­qua­li­fi­ka­ti­on als Ein­satz­sa­ni­tä­ter ha­ben. Ge­kos­tet hat das Quad samt Aus­stat­tung rund 16 000 Eu­ro, da­von wur­den 10 000 Eu­ro aus dem Ps-los­zwe­cker­trag der Kreis­spar­kas­se Eichs­feld ge­för­dert. Aber auch zahl­rei­che Un­ter­neh­men der Re­gi­on un­ter­stütz­ten das Pro­jekt. Ge­seg­net hat das Ge­fährt Pfar­rer Karl-jo­sef Wa­gen­führ. Und über ei­nen Satz von ihm freut sich Flo­ri­an Blacha be­son­ders. „Ihr vom Ro­ten Kreuz“, sag­te der Geist­li­che, „seid manch­mal nä­her am Men­schen als der lie­be Gott, denn ihr könnt di­rekt hel­fen.“

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