Fin­ger weg vom An­hang

E-mail-wel­le mit „Ab­mah­nun­gen“durch ver­meint­li­che Rechts­an­wäl­te. Po­li­zei warnt

Thüringer Allgemeine (Eichsfeld) - - Eichsfelder Allgemeine -

Eichs­feld/göttingen.

Ei­ne Email-wel­le mit Ab­mah­nun­gen von ver­meint­li­chen Rechts­an­wäl­ten er­schreckt die Bür­ger – ins­be­son­de­re im Raum Göttingen. Dort er­hielt in den ver­gan­ge­nen Ta­gen ei­ne Viel­zahl von Com­pu­ter­nut­zern Mails sol­chen In­halts zu­ge­sandt.

„Die äu­ßerst echt wir­ken­den E-mails sind mit den Na­men und Da­ten des Emp­fän­gers ver­se­hen und wer­fen die­sen vor, durch ei­ne In­an­spruch­nah­me ei­nes Strea­m­ing­diens­tes ei­ne Ur­he­ber­rechts­ver­let­zung be­gan­gen zu ha­ben“, er­läu­tert die Po­li­zei Göttingen.

Der E-mail-emp­fän­ger soll auf die­sem Weg da­zu ge­bracht wer­den, ei­nen An­hang zu öff­nen. Die­ser Da­tei­an­hang er­hält ver­mut­lich ei­ne Schad­soft­ware. Die Er­mitt­ler der Task­force Cy­ber­cri­me der Po­li­zei Göttingen war­nen vor die­sen Spam-mails und ra­ten drin­gend da­vor ab, den Da­tei­an­hang zu öff­nen. Die Tü­cke steckt im An­hang, warnt die Po­li­zei. Fo­to: dpa

Die Po­li­zei Nie­der­sach­sen bie­tet im Be­reich Cy­ber­cri­me ei­nen neu­en Di­enst an. Je­der In­ter­net­nut­zer, der auf­fäl­li­ge Spam­mails be­kommt, die mög­li­cher­wei­se zu­dem noch ei­ne Schad­soft­ware ent­hal­ten, kann da­zu bei­tra­gen, die Po­li­zei dar­über zu in­for­mie­ren.

Ver­däch­ti­ge E-mais kön­nen un­kom­men­tiert und oh­ne Ve­rän­de­run­gen an tro­ja­ner@ziknds.de ge­schickt wer­den.

Die Po­li­zei Göttingen gibt fol­gen­de wich­ti­ge Ver­hal­tens­hin­wei­se:

Öff­nen Sie kei­ne An­hän­ge von un­be­kann­ten Ver­sen­dern!

Nut­zen Sie ei­ne ak­tu­el­le An­ti­vi­ren­soft­ware, die auch Ih­ren ein- und aus­ge­hen­den Post­ver­kehr über­wacht!

Nut­zen Sie die Mög­lich­keit, Mails on­li­ne bei Ih­rem Pro­vi­der über den Brow­ser zu le­sen? Auf dor­ti­ge Mail­an­hän­ge hat Ihr lo­ka­les An­ti­vi­ren­pro­gramm kei­nen Zu­griff. Dort prü­fen ge­ge­be­nen­falls nur die Pro­vi­der.

Nicht je­de Schad­soft­ware in ei­ner Mail wird so­fort durch An­ti­vi­ren­pro­gram­me er­kannt. Even­tu­ell zeigt ei­ne er­neu­te Prü­fung, bei­spiels­wei­se 24 St­un­den spä­ter, ein an­de­res Er­geb­nis.

Hal­ten Sie Ihr Be­triebs­sys­tem und Ih­re Soft­ware auf ei­nem ak­tu­el­len Stand.

Soll­ten Sie un­be­kann­te An­hän­ge aus ei­ner E-mail, zum Bei­spiel für ei­ne Über­prü­fung mit­tels An­ti­vi­ren­soft­ware oder über www.vi­rusto­tal.com auf Ih­rem Desk­top oder an an­de­rer Stel­le zwi­schen­ge­spei­chert ha­ben, so ver­ges­sen Sie nicht, die­se Da­tei im An­schluss zu lö­schen, da­mit sie nicht spä­ter ver­se­hent­lich ge­öff­net wird! Lö­schen Sie auch den Pa­pier­kor­bin­halt im An­schluss.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum The­ma kön­nen auf der Web­sei­te der Po­li­zei un­ter www.po­li­zei­praeven­ti­on.de/the­men-un­d­tipps/spam­mails-zur-po­li­zei.html ein­ge­holt wer­den.

Ein Teil un­se­rer Ausgabe ent­hält ei­ne Bei­la­ge der „Wal­busch Ver­sand­han­del Gm­bh“.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.