Pu­tin te­le­fo­niert mit Po­ro­schen­ko

Thüringer Allgemeine (Eisenach) - - Politik -

Kiew/moskau. Zum Jah­res­tag des Frie­dens­plans für den Don­bass ha­ben der ukrai­ni­sche Staats­chef Pe­tro Po­ro­schen­ko und der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin über er­war­te­te Ukrai­ne-ge­sprä­che be­ra­ten. In dem Te­le­fo­nat ging es Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge um den Aus­tausch von Ge­fan­ge­nen zwi­schen Mi­li­tär und mos­kau­treu­en Se­pa­ra­tis­ten, aber auch um die Frei­las­sung in Russ­land in­haf­tier­ter ukrai­ni­scher Grenz­schüt­zer. Der Kreml in Moskau be­stä­tig­te dies. Pu­tin und Po­ro­schen­ko hät­ten zu­dem be­tont, dass der so­ge­nann­te Mins­ker Frie­dens­plan um­ge­setzt wer­den müs­se. (dpa)

„Andrea Nah­les hat ei­nen be­acht­li­chen Job ge­macht.“

Sie wer­den Steu­er­er­hö­hun­gen ver­mis­sen.

Deutsch­land bleibt ei­ne Steu­er­oa­se für rei­che Er­ben und gro­ße Ver­mö­gen. Wir ha­ben ein aus­ge­präg­tes Ge­rech­tig­keits­ge­fäl­le bei der Ab­gel­tungs­steu­er. Lei­der sperrt sich die Uni­on wei­ter­hin da­ge­gen, mehr Steu­er­ge­rech­tig­keit zu schaf­fen. Im­mer­hin sol­len Ver­mei­dungs­prak­ti­ken ein­ge­dämmt wer­den. Das wird zu kon­kre­ti­sie­ren sein. Ich den­ke da an die Ein­füh­rung ei­ner Qu­el­len­steu­er, da­mit Un­ter­neh­men wie Goog­le, Ikea oder Ama­zon nicht län­ger Ge­win­ne mit­tels Li­zenz­ge­büh­ren am deut­schen Fis­kus vor­bei­füh­ren kön­nen.

Was pas­siert, wenn die Spd­ba­sis beim Mit­glie­der­ent­scheid die Reiß­lei­ne zieht? Der Mit­glie­der­ent­scheid ist Aus­druck in­ner­par­tei­li­cher De­mo­kra­tie und po­si­tiv. Na­tür­lich wür­de ein Nein die SPD in ei­ne schwie­ri­ge La­ge brin­gen. Sie müss­te in Neu­wah­len ge­hen, nach­dem die ei­ge­ne Füh­rung de­mon­tiert wur­de – und das mit der Bot­schaft, ge­wählt wer­den zu wol­len, um nicht re­gie­ren zu müs­sen. Kein wirk­lich at­trak­ti­ves An­ge­bot für die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler. Ich kann mir aber nicht vor­stel­len, dass die Mehr­heit der Spd-mit­glie­der tat­säch­lich mit Nein stimmt. Da­für ist die Ko­ali­ti­ons­ver­ein­ba­rung zu gut – und die Al­ter­na­ti­ve zu be­droh­lich.

Olaf Scholz, der die SPD jetzt kom­mis­sa­risch führt, will als Fi­nanz­mi­nis­ter die „schwar­ze Null“im Bun­des­haus­halt ver­tei­di­gen und da­mit die Li­nie von Wolf­gang Schäu­b­le fort­füh­ren. Wie groß ist Ih­re Ent­täu­schung?

Mit der Aus­ga­be von An­lei­hen be­kommt der deut­sche Staat ge­ra­de nicht nur Geld – er ver­dient auch noch dar­an. In ei­ner Pha­se, in der wir es an den An­lei­he­märk­ten mit Ne­ga­tiv­zin­sen zu tun ha­ben, auf Net­to­kre­dit­auf­nah­me null zu set­zen, ist öko­no­misch ab­we­gig und un­so­zi­al da­zu. Das war bei Schäu­b­le so und blie­be so auch bei je­dem an­de­ren Mi­nis­ter, wenn er die Feh­ler der letz­ten Jah­re fort­setzt.

Wie­so? Die Steu­er­ein­nah­men spru­deln …

Es ist drin­gend not­wen­dig, die In­ves­ti­ti­ons­staus im Bil­dungs­sek­tor, dem Woh­nungs­bau oder der In­fra­struk­tur zu be­sei­ti­gen. Da kann man nicht an der „schwar­zen Null“fest­hal­ten.

Scholz hat auch für ei­ne Er­hö­hung des Min­dest­lohns auf zwölf Eu­ro ge­wor­ben. Un­ter­stüt­zen Sie die­se Po­si­ti­on? Das ist ein mu­ti­ges Si­gnal ge­we­sen, das ak­tu­ell al­ler­dings we­nig Rea­li­sie­rungs­chan­cen ha­ben dürf­te. Gleich­wohl lohnt es sich, für ei­ne deut­li­che An­he­bung des Min­dest­lohns zu strei­ten – und zwar über den Wert hin­aus, der sich aus den Lohn­stei­ge­run­gen der letz­ten zwei Jah­re er­gibt. Ich

Fo­to: Re­to Klar

Rat­schlä­ge für die SPD: Ver­di-chef Frank Bsirs­ke beim Be­such in un­se­rer Ber­li­ner Re­dak­ti­on.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.