Tier­seu­chen­kas­se muss we­ni­ger Ent­schä­di­gun­gen zah­len

Not­schlach­tun­gen sind für Land­wir­te ein Alb­traum. Kommt es doch vor, er­hal­ten sie ei­nen fi­nan­zi­el­len Aus­gleich

Thüringer Allgemeine (Erfurt-Land) - - Wirtschaft - Von Ka­trin Zeiss

Je­na. Die Thü­rin­ger Tier­seu­chen­kas­se hat im ver­gan­ge­nen Jahr we­ni­ger Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen leis­ten müs­sen. Ins­ge­samt wur­den 300 000 Eu­ro an Tier­hal­ter ge­zahlt, sag­te Ge­schäfts­füh­rer Kars­ten Do­nat. Die Kas­se springt ein, wenn Rin­der, Schwei­ne, Ge­flü­gel, Pfer­de, Scha­fe oder Bie­nen­völ­ker an be­stimm­ten In­fek­ti­ons­krank­hei­ten ver­en­den oder we­gen ei­nes Aus­bruchs ge­tö­tet wer­den müs­sen. Vor­aus­set­zung ist, dass die Tie­re of­fi­zi­ell bei der Kas­se an­ge­mel­det sind. 2016 hat­ten die Ent­schä­di­gun­gen noch bei 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro ge­le­gen. Da­mals muss­ten we­gen des Aus­bruchs von Rin­der-Her­pes meh­re­re Tau­send Tie­re ge­tö­tet wer­den.

2017 spiel­te wie­der­um die Vo­gel­grip­pe ei­ne Rol­le, die An­fang des Jah­res auf­ge­tre­ten war. Sie hat­te un­ter an­de­rem auch den klei­nen Tier­park in Go­tha ge­trof­fen, in dem mehr als 60 von 300 dort le­ben­den Hüh­nern, En­ten, Gän­sen und Fa­sa­nen ge­tö­tet wer­den muss­ten. We­gen der Vo­gel­grip­pe – in der Fach­spra­che Ge­flü­gel­pest – sei­en vier klei­ne Tier­hal­tun­gen ent­schä­digt wor­den.

Deut­lich mehr gab die Kas­se im ver­gan­ge­nen Jahr für Prä­ven­ti­ons­pro­gram­me zur Seu­chen­be­kämp­fung aus. Fast ei­ne Mil­li­on Eu­ro flos­sen in die­se Pro­gram­me, die Rin­der-, Schweine­und Schaf­hal­ter frei­wil­lig in An­spruch neh­men kön­nen. Tier­ge­sund­heits­diens­te der Kas­se be­ra­ten die Tier­hal­ter un­ter an­de­rem zur Hy­gie­ne und un­ter­su­chen die Tie­re re­gel­mä­ßig. „Er­kran­kun­gen kön­nen so früh­zei­tig er­kannt, er­krank­te Tie­re ge­tö­tet und die In­fek­ti­ons­ket­te so un­ter­bro­chen wer­den“, sag­te Do­nat.

Nach sei­nen An­ga­ben wer­den et­wa 40 Pro­zent des Thü­rin­ger Rin­der­be­stan­des und 90 Pro­zent des Sau­en­be­stan­des über Pro­gram­me zum Schutz vor Seu­chen be­treut. „Das ist viel für sol­che frei­wil­li­gen Pro­gram­me“, sag­te der Tier­me­di­zi­ner. Vor al­lem die grö­ße­ren Be­trie­be sei­en an die­sen Pro­gram­men in­ter­es­siert, weil sie wirt­schaft­li­che Ver­lus­te durch Tier­seu­chen ver­mei­den woll­ten. Fi­nan­ziert wer­den Pro­gram­me wie auch Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen aus den Pflicht­bei­trä­gen der Tier­hal­ter und aus Lan­des­mit­teln. (dpa)

Die Tier­seu­chen­kas­se hat im ver­gan­ge­nen Jahr   Eu­ro an Tier­hal­ter ge­zahlt. Die Kas­se springt ein, wenn Rin­der, Schwei­ne, Ge­flü­gel, Pfer­de, Scha­fe oder Bie­nen­völ­ker an be­stimm­ten In­fek­ti­ons­krank­hei­ten ver­en­den. Ar­chiv-Fo­to: Jan Woi­tas, dpa

rot-rot-grü­ne Re­gie­rung fi­xie­re sich zu sehr auf die Um­welt­ver­träg­lich­keit der Strom­er­zeu­gung, kri­ti­sier­te Sybille Kai­ser. Tech­ni­sche und öko­no­mi­sche Rea­li­tä­ten wür­den da­bei kaum noch be­rück­sich­tigt. Die an­ge­streb­te Ener­gie­wen­de ha­be zur

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