Beim neu­en Kul­tur­di­rek­tor bleibt Aus­schuss un­ge­fragt

An­kün­di­gung von OB Bau­se­wein sorgt für Ver­stim­mung selbst bei Par­tei­freun­den

Thüringer Allgemeine (Erfurt-Land) - - Erfurter Allgemeine - Von Frank Kar­mey­er

Er­furt. Be­set­zung des Am­tes ei­ne aus­ge­mach­te Sa­che ist oder die Mit­wir­kung des ge­wähl­ten Stadt­rats schlicht nicht er­wünscht.

Ei­nig wa­ren sich die Mit­glie­der des Kul­tur­aus­schus­ses am Don­ners­tag­abend je­den­falls, dass – auch wenn dem Ober­bür­ger­meis­ter letzt­lich die Per­so­nal­ho­heit im Rat­haus ob­liegt – ih­rem Aus­schuss ein Mit­spra­che­recht zu­ste­he. „Of­fen­bar will der Ober­bür­ger­meis­ter sei­ne Per­so­nal­ent­schei­dung nur vom Haupt­aus­schuss ab­win­ken las­sen“, be­klagt Alex­an­der Th­um­fart von den Grü­nen. Und auch Bau­se­weins SPD-Par­tei­freund Wolf­gang Bee­se, Vor­sit­zen­der des städ­ti­schen Kul­tur­aus­schus­ses, ist sau­er: „Wir wa­ren al­le da­von aus­ge­gan­gen, dass es ein Fin­dungs­ver­fah­ren gibt wie bei To­bi­as Knob­lich.“

Bau­se­wein sol­le da­her auf­ge­for­dert wer­den, den jetzt ein­ge­schla­ge­nen Weg noch­mals zu über­den­ken. „Gera­de vor dem Hin­ter­grund, dass der neue Kul­tur­di­rek­tor ei­ne brei­te Un­ter­stüt­zung in der Stadt er­fah­ren soll, wä­re doch die Be­tei­li­gung des Kul­tur­aus­schus­ses wich­tig“, pflich­tet auch Micha­el Ho­se (CDU) die­sem An­sin­nen bei.

Gera­de mit dem Aus­schuss ha­be sich der künf­ti­ge Kul­tur­di­rek­tor doch häu­fig aus­ein­an­der­zu­set­zen – zei­ge die Er­fah­rung. „Wir wol­len zur Per­so­na­lie we­nigs­tens un­se­re Mei­nung sa­gen kön­nen!“, for­dert Ho­se da­her.

Die ers­te Sich­tung der Be­wer­ber sei be­reits im Gan­ge, in­for­mier­te Bee­se Aus­schuss­mit­glie­der und Gäs­te der Sit­zung. An­ders aber, als im Pro­to­koll des Stadt­rats als Zu­sa­ge des Ober­bür­ger­meis­ters ver­merkt wor­den sei, oh­ne un­mit­tel­ba­re Be­tei­li­gung der Stadt­rats­frak­tio­nen, wie auch Da­ni­el Stass­ny von den Frei­en Wäh­lern mo­nier­te.

Wei­te­res Streit­po­ten­zi­al ist im

Vor­ge­hen war an­ders be­spro­chen wor­den

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