Der Käm­me­rer spielt jetzt Sa­xo­fon

Al­f­red Müller geht nach elf Amts­jah­ren in den Ru­he­stand. Nach der Wen­de lei­te­te er 14 Jah­re lang den Fi­nanz­aus­schuss

Thüringer Allgemeine (Erfurt) - - Erfurter Allgemeine - 6 Uhr. Von Hol­ger Wet­zel

Sankt Pe­ter und Paul, Bin­ders­le­ben

Sankt Lu­kas, 15 Uhr. Bisch­le­ben-Sted­ten

Sankt Be­nig­nus, 11 Uhr. Büß­le­ben

Sankt-Pe­tri-Kir­che, 6.15 Uhr. Egstedt

Sankt Micha­el, 9 Uhr.

Er­furt

Andre­as­kir­che, 10 Uhr. Gus­tav-Adolf-Kir­che, 11 Uhr. Kauf­manns­kir­che, 10 Uhr. Lu­kas­kir­che, 9.30 Uhr. Lu­ther­kir­che, 10 Uhr. Pre­di­ger­kir­che, 6.45 + 10 Uhr. Reg­ler­kir­che, 9.30 Uhr. Tho­mas­kir­che ,6+10Uhr. He­li­os-Kli­ni­kum, 9.30 Uhr. Ge­be­see

Sankt-Lau­ren­ti­us, Os­ter­feu­er mit GD und Früh­stück, 6 Uhr. Hoch­heim

Sankt Jo­han­nes, 9.30 Uhr. Kersple­ben Hei­lig-Geist-Kir­che, 10 Uhr. Klein­möl­sen

Sankt Burchar­di, 13 Uhr. Mar­bach

Sankt Gott­hardt, 6 + 9.30 Uhr. Mö­bis­burg-Rho­da

Sankt Dio­ny­si­us,

Nie­der­nis­sa

Kir­che zur Him­mels­pfor­te, 15 Uhr. Ol­len­dorf

Kir­che Sankt Phil­ip­pus und Ja­ko­bus, 14 Uhr.

Ring­le­ben Bar­tho­lo­mä­us­kir­che, 8 Uhr. Er­furt. Al­f­red Müller hat sich ein Alt-Sa­xo­fon zu­ge­legt. Er will das Hob­by aus Ju­gend­ta­gen wie­der auf­le­ben las­sen. Zeit für das Üben, zum Wan­dern und für den Gar­ten hat er jetzt – am Don­ner­s­tag hat­te der 63-jäh­ri­ge Stadt­käm­me­rer sei­nen letz­ten Ar­beits­tag vor dem Ru­he­stand.

In sei­ner fast elf­jäh­ri­gen Amts­zeit ver­ant­wor­te­te er die jähr­li­chen Haus­hal­te und zwei Haus­halts­si­che­rungs­kon­zep­te maß­geb­lich mit. „Und nach dem Haus­halt kommt das wah­re Le­ben, in dem die Ein­nah­men nicht wie er­war­tet flie­ßen oder drin­gen­de Auf­ga­ben fi­nan­ziert wer­den müs­sen“, er­zählt er.

„Wir sind die Spaß­brem­ser“, fügt die Fi­nanz­de­zer­nen­tin Ka­ro­la Pab­lich (par­tei­los) auch im Na­men al­ler Fi­nanz­po­li­ti­ker hin­zu. „Die an­de­ren ha­ben Ide­en und wir müs­sen se­hen, wie sie fi­nan­ziert wer­den.“Im Ge­spräch mit sei­ner Che­fin dach­te Al­f­red Müller an sei­nem letz­ten Ar­beits­tag an das Kri­sen­jahr 2009 zu­rück, aber auch an Er­fol­ge wie das Ki­ta-Sa­nie­rungs­pro­gramm. „Wir konn­ten auch im­mer den im Ju­gend­hil­fe­aus­schuss fest­ge­stell­ten Be­darf be­die­nen und vie­les an Brei­ten­kul­tur er­hal­ten“, sagt Müller. Mög­lich ge­macht ha­be das ein ein­ge­spiel­tes und kom­pe­ten­tes Team.

Müller, der 500 Me­ter von der baye­ri­schen Gren­ze in Süd­thü­rin­gen ge­bo­ren wur­de, pro­mo­vier­te in Il­men­au zum ma­the­ma­ti­schen In­for­ma­ti­ker. Zur Wen­de­zeit ar­bei­te­te er bei Funk­werk und trat in die SPD ein. Für den ers­ten Er­fur­ter Stadt­rat, der 160 Mit­glie­der ha­ben soll­te, wur­den drin­gend Kan­di­da­ten ge­sucht. Er wur­de am Ro­ten Berg auf­ge­stellt und zog in den Stadt­rat ein.

Müller war Ma­the­ma­ti­ker, al­so ging er in den Fi­nanz­aus­schuss, den er 14 Jah­re lei­ten soll­te. In der Er­in­ne­rung an die­se Jah­re schwingt ein biss­chen Weh­mut mit. Prag­ma­ti­scher ging es da­mals zu, meint er. Ver­wal­tung und Stadt­rat stell­ten die ers­ten Haus­hal­te noch ge­mein­sam auf. Ent­wür­fe aus Mainz und Kas­sel dien­ten als Vor­bild.

Nach ei­nem kur­zen ers­ten Gast­spiel in der Käm­me­rei wur­de er Ge­schäfts­füh­rer der Er­fur­ter SPD-Frak­ti­on und saß von 1994 bis 1999 so­wie von 2001 bis 2004 im Land­tag. Seit Ju­li 2007 führ­te er die Käm­me­rei.

Mül­lers Nach­fol­ge­rin wird am 1. April As­trid Küh­nel, die bis­lang die Ab­tei­lung Fi­nanz­con­trol­ling und Haus­halt in der Käm­me­rei lei­te­te.

Der Stadt­käm­me­rer Al­f­red Müller sitzt zum letz­ten Mal an sei­nem Schreib­tisch. Fo­to: Hol­ger Wet­zel

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