Kanz­ler­prin­zip

Thüringer Allgemeine (Erfurt) - - Politik -

Ber­lin. Das Kanz­ler­prin­zip re­gelt ne­ben dem Kol­le­gi­al- so­wie dem Res­sort­prin­zip Um­gang und Ar­beits­tei­lung im Bun­des­ka­bi­nett. Laut Kanz­ler­prin­zip sind Mi­nis­ter an die Wei­sun­gen der Re­gie­rungs­che­fin ge­bun­den: „Der Bun­des­kanz­ler be­stimmt die Richt­li­ni­en der Po­li­tik“, heißt es in Ar­ti­kel 65 des Grund­ge­set­zes. Dem Kol­le­gi­al­prin­zip zu­fol­ge ent­schei­den Kanz­le­rin und Ka­bi­nett über Fra­gen von all­ge­mei­ner Be­deu­tung ge­mein­sam; das letz­te Wort hat aber die Kanz­le­rin. Nach dem Res­sort­prin­zip lei­tet ein Mi­nis­ter sei­nen Be­reich ei­gen­ver­ant­wort­lich. Die Kanz­le­rin darf nicht „hin­ein­re­gie­ren“. Den von ihr vor­ge­ge­be­nen po­li­ti­schen Rah­men dür­fen die Mi­nis­ter­ent­schei­dun­gen aber nicht spren­gen. (red)

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