Bei­trag zur Pfle­ge­kas­se soll stei­gen

SPD: Pfle­ge­sys­tem ist un­ter­fi­nan­ziert

Thüringer Allgemeine (Mühlhausen) - - Politik -

Ber­lin. Vor dem Hin­ter­grund ei­nes über­ra­schend ho­hen De­fi­zits in der ge­setz­li­chen Pfle­ge­ver­si­che­rung kom­men auf Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber hö­he­re Bei­trä­ge zu. „Der Pfle­ge­bei­trag wird stei­gen müs­sen, weil oh­ne die­se Mit­tel die bes­se­re Ver­sor­gung in der Pfle­ge aus­fal­len wür­de“, sag­te der für das The­ma zu­stän­di­ge Vi­ze­chef der Spd-bun­des­tags­frak­ti­on, Karl Lau­ter­bach, die­ser Zei­tung. Das Pfle­ge­sys­tem sei „un­ter­fi­nan­ziert“, die be­schlos­se­nen Ver­bes­se­run­gen sei­en not­wen­dig.

Zu­vor hat­te der Spit­zen­ver­band der Kran­ken­kas­sen ein De­fi­zit in der Pfle­ge­kas­se von bis zu 3 Mil­li­ar­den Eu­ro bis En­de die­ses Jah­res pro­gnos­ti­ziert. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat­te dar­auf­hin ei­ne Bei­trags­an­he­bung von 0,2 Pro­zent­punk­ten ab dem nächs­ten Jahr er­wo­gen, sich aber noch nicht fest­ge­legt. Zu­nächst wer­de man ei­nen Kas­sen­sturz ma­chen. Aktuell be­trägt der Pfle­ge­bei­trag 2,55 Pro­zent vom Brut­to­lohn. Bei der in Aus­sicht ste­hen­den Er­hö­hung sind Re­for­men, die Uni­on und SPD pla­nen, nicht ein­ge­preist. (phn)

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