„Zi­tro­nen­öl auf dem Schneid­brett aro­ma­ti­siert Kräu­ter“

Die Aro­ma­the­ra­pie mit all ih­ren Mög­lich­kei­ten wur­de im Kran­ken­haus Apol­da vor­ge­stellt

Thüringer Allgemeine (Mühlhausen) - - Leser-seite -

Ei­ni­ge Öle wer­den kalt­ge­presst, et­wa Zi­trus­scha­len­früch­te wie Zi­tro­ne, Grape­fruit oder Orange. Für ei­nen Li­ter Zi­tro­nen­öl braucht man 200 Ki­lo­gramm Zi­tro­nen­scha­len.

Wir­ken die­se Öle nur durch ih­ren Duft?

Nein. Na­tur­rei­nes äthe­ri­sches Öl ent­hält ei­ne Viel­zahl von In­halts­stof­fen – im Ro­sen­öl bei­spiels­wei­se kön­nen 400 ver­schie­de­ne Stof­fe nach­ge­wie­sen wer­den. dar­aus er­gibt sich das gro­ße Wir­kungs­spek­trum der Öle. Es wirkt zum ei­nen kör­per­lich, et­wa ge­gen Bak­te­ri­en, Vi­ren oder Pil­ze, schmerz­lin­dernd oder ent­kramp­fend, ent­zün­dungs­hem­mend oder pfle­gend. Es wirkt aber auch psy­chisch, al­so an­ti­de­pres­siv, be­ru­hi­gend, angst- und stress­lö­send, auf­hel­lend, kon­zen­tra­ti­ons­för­dernd, in­spi­rie­rend oder auch trös­tend.

Wo wer­den die Öle ein­ge­setzt? Bei Wa­schun­gen und zur Raum­be­duf­tung, zur Mund­pfle­ge und zur De­ku­bi­tu­s­pro­phy­la­xe und zur Haut­pfle­ge. Da ei­ni­ge Öle sehr stark wir­ken, soll­te man sich vor der An­wen­dung gut in­for­mie­ren. Zum Wa­schen soll­te Pfef­fer­min­ze zum Bei­spiel nicht am gan­zen Kör­per ein­ge­setzt wer­den, weil es sehr aus­küh­lend wirkt, son­dern et­wa nur an den Ar­men und Bei­nen. Wel­che Ei­gen­schaf­ten sagt man denn be­stimm­ten Ölen nach?

Zi­tro­ne et­wa wirkt stim­mungs­auf­hel­lend und des­in­fi­zie­rend, steht für Sau­ber­keit und Fri­sche. Pfef­fer­min­ze wirkt ver­dau­ungs­för­dernd, schmerz­stil­lend und ent­blä­hend, die sü­ße Orange da­ge­gen har­mo­ni­sie­rend und ent­span­nend. Wel­ches Öl hat den größ­ten Wir­kungs­kreis?

Das ist wohl La­ven­del. Es wirkt an­ti­bak­te­ri­ell, ge­gen Vi­ren und Pil­ze, löst Ängs­te und De­pres­sio­nen, ist schlaf­för­dernd und hat ei­nen güns­ti­gen Ein­fluss auf den Blut­druck. Bei klei­nen Ver­let­zun­gen kann es auch pur auf­ge­tra­gen wer­den. Aber da­vor soll­te man sich gut in­for­mie­ren. Trop­fe ich das Öl ein­fach ins Was­ser, um es zu ver­wen­den? Nein, es wür­de auf der Was­ser­ober­flä­che schwim­men. Es löst sich nicht in Was­ser auf, braucht al­so ei­nen Trä­ger, et­wa Milch, Kaf­fee­sah­ne oder Ho­nig.

Kann ich das Öl auch in der Kü­che an­wen­den?

Ja, ein Trop­fen Zi­tro­nen­öl auf dem Kräu­ter­schneid­brett ver­leiht den Ge­wür­zen ein zu­sätz­li­ches Aro­ma. Auch Ho­nig, vor­zugs­wei­se mil­der Aka­zi­en­ho­nig, lässt sich mit die­sen Ölen ver­fei­nern. In ganz ge­rin­ger Do­sie­rung kann man et­wa Zi­trus­ö­le auch ins Was­ser ge­ben und zur Er­fri­schung trin­ken – ein Trop­fen Öl auf ei­nem Li­ter Was­ser ist da­bei völ­lig aus­rei­chend.

Mei­ne Oma kann nicht mehr rie­chen. Lohnt sich das Wa­schen mit Öl trotz­dem?

Ja, weil die Wirk­stof­fe auch über die Haut in den Kör­per zie­hen und dort ih­re Wir­kung ent­fal­ten.

Das nächs­te Ta-fo­rum Gesundheit fin­det am

. Sep­tem­ber um  Uhr in der Obe­reichs­feld­hal­le Lei­ne­fel­de statt. The­ma: Das schwa­che Herz – Ur­sa­chen, Fol­gen und Therapien. Es spricht Dr. Alae Bou­rak­ka­di, Chef­arzt der Kar­dio­lo­gie im Eichs­feld-kli­ni­kum.

Annabelle Col­mán und Ni­co­le Fi­scher, die Aro­ma­to­lo­gin­nen aus dem Ro­bert-koch-kran­ken­haus in Apol­da, stell­ten beim Ta-fo­rum Gesundheit die na­tür­li­che Aro­ma­the­ra­pie vor. Fo­to: In­go Gla­se

un­ter  Jah­ren vor­be­hal­ten. Das Blen­de-por­tal der TA er­rei­chen Sie ganz ein­fach per Maus­klick un­ter www.thue­rin­ger-all­ge­mei­ne.de/ blen­de.

In Bi­sch­of­fe­ro­de wur­de mit ei­ner Ze­re­mo­nie der Schacht  ge­schlos­sen. Fo­to: Eck­hard Jün­gel

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