Land­tag vor­erst oh­ne Prä­si­dent

Thüringer Allgemeine (Sömmerda) - - Erste Seite -

CDU-Kan­di­dat Heym fällt bei Wahl durch

Er­furt. Es ist ein po­li­ti­sches No­vum und ein Eklat zu­gleich: Erst­mals in der Ge­schich­te des Land­tags fällt ein Kan­di­dat für das Prä­si­den­ten­amt durch und das höchs­te Amt bleibt un­be­setzt. Der von der Uni­on no­mi­nier­te Ab­ge­ord­ne­te Micha­el Heym (CDU) er­reich­te nicht die nö­ti­ge Mehr­heit der ab­ge­ge­be­nen Stim­men. Auf den 56-Jäh­ri­gen ent­fie­len 40 Ja- und 48 Nein­Stim­men, Ent­hal­tun­gen gab es kei­ne. Es war ei­ne Nie­der­la­ge mit An­sa­ge: Die rot-rot-grü­nen Ko­ali­ti­ons­frak­tio­nen hat­ten zu­vor an­ge­kün­digt, den CDUF­rak­ti­ons­vi­ze nicht wäh­len zu wol­len, weil sie in ihm kei­nen über­par­tei­lich agie­ren­den Prä­si­den­ten se­hen.

CDU-Frak­ti­ons­chef Mi­ke Mohring sag­te, Rot-Rot-Grün ha­be da­mit ei­nen „in der deut­schen Nach­kriegs­ge­schich­te noch nie da­ge­we­se­nen Bruch ge­leb­ter par­la­men­ta­ri­scher Re­geln“voll­zo­gen. (elo)

▶ Thü­rin­gen, Sei­te 2

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