Ein­bruch wäh­rend der Fe­ri­en

Wel­che Schä­den die Haus­rat­ver­si­che­rung über­nimmt

Thüringer Allgemeine (Weimar) - - Ratgeber -

Hen­stedt-ulz­burg. Die Ur­laubs­zeit ist auch ei­ne Hoch­zeit für Ein­bre­cher. Sie ma­chen sich die län­ge­re Ab­we­sen­heit von Rei­sen­den zu­nut­ze, um in Ru­he die Woh­nung aus­zu­räu­men. So­wohl beim Er­set­zen der ge­stoh­le­nen Wert­sa­chen als auch bei den Kos­ten für die Re­pa­ra­tur der Ein­bruch­schä­den hilft ei­ne Haus­rat­ver­si­che­rung, er­läu­tert der Bund der Ver­si­cher­ten.

Da­mit die Scha­den­re­gu­lie­rung klappt, müs­sen meh­re­re Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein: Zu­nächst muss der Ein­bruch un­mit­tel­bar der Po­li­zei ge­mel­det wer­den. Der Tat­ort soll­te mög­lichst un­be­rührt blei­ben. Falls Kre­dit- oder Ec-kar­ten ge­stoh­len wur­den, soll­ten die­se au­ßer­dem so­fort ge­sperrt wer­den.

Ge­stoh­le­nes Bar­geld und Schmuck er­setzt die Haus­rat­ver­si­che­rung bis zu den im Ver­trag fest­ge­leg­ten Ent­schä­di­gungs­gren­zen. Elek­tro­ge­rä­te, Mö­bel oder Klei­dung wer­den zum Wie­der­be­schaf­fungs­preis er­setzt. Da­für soll­ten die Ge­schä­dig­ten ei­ne ge­naue Lis­te der ge­stoh­le­nen Ge­gen­stän­de er­stel­len und nach­wei­sen kön­nen, dass sie Ei­gen­tü­mer der Wert­sa­chen wa­ren. Hilf­reich sind hier Kauf­be­le­ge so­wie Fo­tos oder Vi­de­os der Ge­gen­stän­de. Der Bund der Ver­si­cher­ten emp­fiehlt, die­se Do­ku­men­te an ei­nem si­che­ren Ort au­ßer­halb der Woh­nung auf­zu­be­wah­ren.

Ist die Woh­nung so stark be­schä­digt, dass sie vor­über­ge­hend un­be­wohn­bar ist, über­nimmt die Haus­rat­ver­si­che­rung auch die Kos­ten für die Un­ter­brin­gung in ei­nem Ho­tel.

Grund­sätz­lich zahlt ei­ne Haus­rat­ver­si­che­rung für Ein­bruch­schä­den nur dann, wenn der Tat­ort be­stimm­te Vor­aus­set­zun­gen er­füllt. Der Ein­bre­cher muss sich mit ei­nem Werk­zeug Zu­gang zur Woh­nung oder zum Haus ver­schafft oder den Zu­gangs­schlüs­sel vor­her ge­raubt ha­ben. Nicht ge­deckt ist der Scha­den bei ei­nem ein­fa­chen Dieb­stahl des Schlüs­sels, da es kei­ne Ge­walt­an­dro­hung oder Ge­walt­ein­wir­kung gab. Der Be­sit­zer des Schlüs­sels geht auch leer aus, wenn der Ver­lust auf ein fahr­läs­si­ges Ver­hal­ten des Be­sit­zers zu­rück­geht. (dpa)

Die Ver­si­che­rung zahlt nicht bei je­dem Ein­bruch. Fo­to: dpa pa

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