Meh­re­re Tau­send Be­su­cher beim Wor­bi­ser Früh­lings­fest

Ver­an­stal­ter und Händ­ler sind zu­frie­den mit der Re­so­nanz. Auch Rah­men­pro­gramm fin­det über­wie­gend po­si­ti­ves Echo

Thüringische Landeszeitung (Eichsfeld) - - EICHSFELD - VON GRE­GOR MÜHLHAUS

WOR­BIS. Die Son­ne hat­te sich ih­ren Weg durch die Wol­ken ge­bahnt und strahl­te pünkt­lich zum Wor­bi­ser Früh­lings­fest, das meh­re­re Tau­send Be­su­cher an­lock­te. Von der Lan­gen Stra­ße über den Frie­dens­platz vor der Ni­ko­laus­kir­che bis hin zum Ober­tor hat­ten mehr als 50 Händ­ler ih­re Ti­sche auf­ge­stellt und war­te­ten auf den An­sturm der Gäs­te. Or­ga­ni­siert hat­ten das Fest in der Wip­per­stadt wie­der die Stadt Lei­ne­fel­de-wor­bis und die Wer­be­ge­mein­schaft Wor­bis, de­ren Mit­glie­der An­dré Glahn, To­bi­as Mül­ler und Sa­scha Al­berts­mey­er be­reits bei der Vor­be­rei­tung al­le Hän­de voll zu tun hat­ten. „Wir müs­sen im Vor­feld die Stand­be­trei­ber be­nach­rich­ti­gen und ein­la­den. Dann ist wei­ter­hin die Stand­auf­tei­lung zu or­ga­ni­sie­ren, da­mit auch al­le Händ­ler ih­ren fes­ten Platz ha­ben“, er­klär­te Al­berts­mey­er, der gleich zu Be­ginn des Nach­mit­tags sicht­lich zu­frie­den drein­schau­te.

So konn­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren, wie al­le an­de­ren Gäs­te, ent­spannt durch die Mas­sen schlen­dern und sich an dem tra­di­tio­nel­len Fest in der Wor­bi­ser Alt­stadt freu­en. Be­son­ders die Aus­la­gen der zahl­rei­chen Gar­ten­be­trie­be zo­gen neu­gie­ri­ge Bli­cke auf sich. Hat­ten die Gärt­ner­meis­ter doch fast al­les im An­ge­bot, was des Lau­ben­pie­pers und Gar­ten­freun­des Herz be­gehrt. Ge­höl­ze, Früh­blü­her, Obst­bäu­me, Kü­bel­pflan­zen und Sa­lat­pflan­zen stan­den ne­ben Kräu­tern, Blu­men­am­peln und Gar­ten­de­ko­ra­tio­nen. „Früh­blü­her, Topf­blu­men, Kräu­ter, so­wie Erd­beer-, Gur­ken-und To­ma­ten­pflan­zen – die Nach­fra­ge ist aus­ge­spro­chen groß“, freu­te sich Gärt­ner­meis­ter Da­ni­el El­le­rich aus Hey­e­ro­de und füg­te hin­zu: „Durch den har­ten und tro­cke­nen Win­ter und letzt­end­lich durch den Frost sind vie­le Pflan­zen ver­trock­net und er­fro­ren. Es hat nicht viel Schnee ge­ge­ben. So­mit sind die Pflan­zen oh­ne Schutz ein­ge­gan­gen. Al­so gibt es heu­te ei­ne gro­ße Nach­fra­ge. Das freut uns.“Zur An­ge­bots­pa­let­te der fünf Gärt­ne­rei­be­trie­be ge­hör­ten am Sonn­tag auch ed­le Kräu­ter wie Thy­mi­an, Mag­gik­raut, Boh­nen­kraut, Sal­bei, Schnitt­lauch, Cur­ry­kraut, Ros­ma­rin und La­ven­del. Es war fast al­les für den klei­nen und gro­ßen Gar­ten da­bei. Aber nicht nur für Groß­gar­ten­be­sit­zer war et­was zu er­ha­schen. Auch die Bal­ko­nund Fens­ter­brett­gärt­ner ka­men auf ih­re Kos­ten. So wa­ren Le­ber­blüm­chen, ge­füll­te und un­ge­füll­te Ra­nun­keln und Stief­müt­ter­chen Ob­jek­te der Be­gier­de. Gärt­ner­meis­ter Fried­bert Hes­se aus Eck­lin­ge­ro­de bot au­ßer Pflan­zen und Kräu­tern meh­re­re Sor­ten Äp­fel an, die ih­re Ab­neh­mer schnell fan­den. We­ni­ge Me­ter wei­ter hat­te Mat­thi­as St­ein­wachs aus Len­gen­feld un­term St­ein sei­ne Aus­la­gen auf­ge­baut. Nicht nur er war sehr zu­frie­den mit der Nach­fra­ge. „Ge­mü­se und Ge­würz­pflan­zen sind heu­te be­gehrt wie lan­ge nicht mehr. Of­fen­sicht­lich wa­ren die Leu­te hung­rig nach Früh­ling und Son­ne. Heu­te ist der rich­ti­ge Zeit­punkt sich ein­zu­de­cken. Der si­bi­ri­sche Frost hat uns in den zu­rück­lie­gen­den Mo­na­ten viel zu schaf­fen ge­macht, aber auch vie­le Pflan­zen zer­stört. Die Gär­ten hun­gern förm­lich nach Be­pflan­zung“, war sein Re­sü­mee. Auf dem Frie­dens­platz sorg­te das Duo „Ein­fach Zwei“für gu­te Stim­mung und Un­ter­hal­tung. In der un­te­ren Lan­gen Stra­ße spielt das Trio „Kin­ker­litz­chen“Wirts­haus­mu­sik, be­vor Bernd Re­de­mann Coun­try­mu­sik bot. Für die klei­nen Markt­be­su­cher gab es ein Bun­gee-jum­ping-ge­rüst und ein Ka­rus­sell, auf dem sich die Stepp­kes aus­gie­big amü­sier­ten.

Wer ver­wei­len woll­te, ließ es sich in ei­nem Stra­ßen­ca­fé gut ge­hen. „Wir sind das ers­te Mal hier. Das ist ei­ne schö­ne In­nen­stadt. Scha­de, dass es bei uns in Din­gel­städt so et­was im Früh­ling nicht gibt“, mein­te Jac­que­line Roth, die mit ih­rer Toch­ter und ih­rem Mann aus der Un­st­rut­stadt an­ge­reist war. Ge­gen Abend zog Sa­scha Al­berts­mey­er ein ers­tes vor­läu­fi­ges Re­sü­mee und zeig­te sich mehr als zu­frie­den. „Das Wet­ter war ide­al, die Leu­te zu­frie­den. Die Händ­ler dürf­ten mit dem Um­satz eben­falls zu­frie­den sein. Al­les in al­lem – ein rund­um ge­lun­ge­nes Fest und ei­ne neu­er­li­che Be­rei­che­rung für die In­nen­stadt. So kann es wei­ter­ge­hen.“

Der Gärt­ner­meis­ter Mat­thi­as St­ein­wachs aus Len­gen­feld un­term St­ein freu­te sich über die gro­ße Nach­fra­ge der Früh­lings­fest­be­su­cher. Fo­to: Gre­gor Mühlhaus

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